Samstag, 12. November 2016
Dienstag, 18. Oktober 2016
Sonntag, 25. September 2016
Donnerstag, 22. September 2016
Freitag, 12. August 2016
Sonntag, 20. März 2016
Samstag, 20. Februar 2016
Montag, 21. April 2014
Der Duft der Omega Wölfe - Teil 1
Samstag, 21. Dezember 2013
Die Schwestern Grimm: Tag 18: Düsterer Engel von Sigrid Lenz
Adventskalender bei den Schwestern Grimm: Die Schwestern Grimm: Tag 18: Düsterer Engel von Sigrid Lenz
Samstag, 1. Juni 2013
Sonntag, 10. März 2013
Zeitenwende und Bewusstsein: Deutscher Bundestag beschliesst: Wasser ist KEIN M...
Zeitenwende und Bewusstsein: Deutscher Bundestag beschliesst: Wasser ist KEIN M...: Oder doch? Solltest Du zu dem Menschen gehören, denen es heute schon egal ist, was Du in Deinen Körper an Nahrungsmitteln hineingibst, da...
Sonntag, 4. November 2012
Buch Verlosung
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Goodreads Book Giveaway
Back to Past - Zurück zu Dir
by Sigrid Lenz
Giveaway ends December 15, 2012.
See the giveaway details at Goodreads.
Sonntag, 13. Mai 2012
Samstag, 3. März 2012
Rory´s Bücherkiste: Kimberleys Weihnacht
Rory´s Bücherkiste: Kimberleys Weihnacht: Kimberleys Weihnacht von Sigrid Lenz AAVAA Verlag Mini-Taschenbuch; 391 Seiten ISBN Taschenbuch Sonderformat Mini: 978-3-86254-191-1 9,...
Samstag, 25. Februar 2012
Meine Leidenschaft: Lesen: Rezension: Sigrid Lenz - Galgenmännchen
Meine Leidenschaft: Lesen: Rezension: Sigrid Lenz - Galgenmännchen: Sigrid Lenz - Galgenmännchen Höllischer Thriller oder himmlische Romanze? Klappentext: Eine Schulhausübernachtung verwandelt sich in ...
Donnerstag, 19. Mai 2011
BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen
BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen: "Sigrid Lenz - Galgenmännchen AAVAA ISBN: 978-3-86254-109-6 306 Seiten Taschenbuch Die Autorin: Nach unterschiedlichen Betätigungsfelde..."
Sonntag, 16. Januar 2011
Abgrund
Titel: Abgrund
Autor: callisto24
* * *
Sie balancierte am Abgrund, solange sie denken konnte. Den Blick auf die Füße gerichtet, auf die schmale Kante, auf die Dunkelheit, die steil abfiel, Schrecken barg, den sie sich nicht auszumalen wagte. Ein Schritt nach dem anderen, fast panisch vor Angst, bemühte sie sich darum, ihren Atem unter Kontrolle zu bringen. Die Gefahr umgab sie von allen Seiten. Sie war so schwach, eine Feder nur. Ihr Halt nicht mehr als Illusion. Selbst wenn sie sorgfältig darauf achtete, einen Fuß immer auf dem Grund zu behalten, die Bindung zur Erde zu bewahren, so wusste sie doch, dass ein Windstoß reichte, sie ins Schwanken zu bringen. Die Arme ausgestreckt konnte sie nicht anders als weiterzugehen, der Linie zu folgen. Unfähig ihre Augen zu heben, unfähig innezuhalten. Das Leben wartete nicht, es verging und sie ging mit ihm. Eine Seiltänzerin, deren Schicksalsfaden mit jeder Sekunde durchschnitten werden konnte. Und weil sie ihre Endlichkeit sah, wuchs ihre Furcht mit jedem Schritt. Aus den Augenwinkeln ahnte sie die Tiefe, ahnte das Verderben, das dort lauerte. Zurück, nur ein wenig zurück, und sie konnte sich auf festen Grund fallen lassen. Konnte sich der Sicherheit hingeben, die weiche Erde darstellte. Aber ein dunkler Trieb zog sie zum Abgrund, ließ sie nicht los, zwang sie auf ihren Weg, geprägt von der Faszination des Schreckens. Sie blinzelte. Der Wind heulte auf und sie schwankte gefährlich. Ihre Arme ruderten hastig, als sie zum ersten Mal seit unschuldigen Kindertagen aufsah, den silbernen Streifen erblickte, der weit vor ihr, am Horizont wartete. Den sie nie erreichen konnte, der jenseits aller Möglichkeiten schimmerte. Sie weinte. Tränen verschleierten den Blick und doch konnte sie nicht stehenbleiben. Zurücksinken, sich in feuchtem Gras niederlassen, den silbernen Streifen beobachten erschien ihr wie ein plötzlich aus dem Nichts aufgetauchter Traum. Seine Erfüllung so absurd wie ihr eigenes, verzweifeltes Bemühen um Sicherheit. Wie ihre Sehnsucht nach Gurten und Bändern, die sie hielten und führten, wo kein Halt existierte. Zur Illusion zerfiel das Bild, als das Silber ihren Blick dorthin lenkte, wo sie ihr Leben lang den Grund vermutet hatte. Und wo sich nichts befand als ein zweiter Abgrund, zuvor nur erahnte Tiefe, deren Dunkelheit bevölkert wurde von den Geistern der Unkenntnis, die ihr folgten. Sie stolperte und fing sich wie so oft zuvor. Sie balancierte weiter auf dem schmalen Grad, der ihr keine Wahl ließ als voranzuschreiten oder abzustürzen.
Autor: callisto24
* * *
Sie balancierte am Abgrund, solange sie denken konnte. Den Blick auf die Füße gerichtet, auf die schmale Kante, auf die Dunkelheit, die steil abfiel, Schrecken barg, den sie sich nicht auszumalen wagte. Ein Schritt nach dem anderen, fast panisch vor Angst, bemühte sie sich darum, ihren Atem unter Kontrolle zu bringen. Die Gefahr umgab sie von allen Seiten. Sie war so schwach, eine Feder nur. Ihr Halt nicht mehr als Illusion. Selbst wenn sie sorgfältig darauf achtete, einen Fuß immer auf dem Grund zu behalten, die Bindung zur Erde zu bewahren, so wusste sie doch, dass ein Windstoß reichte, sie ins Schwanken zu bringen. Die Arme ausgestreckt konnte sie nicht anders als weiterzugehen, der Linie zu folgen. Unfähig ihre Augen zu heben, unfähig innezuhalten. Das Leben wartete nicht, es verging und sie ging mit ihm. Eine Seiltänzerin, deren Schicksalsfaden mit jeder Sekunde durchschnitten werden konnte. Und weil sie ihre Endlichkeit sah, wuchs ihre Furcht mit jedem Schritt. Aus den Augenwinkeln ahnte sie die Tiefe, ahnte das Verderben, das dort lauerte. Zurück, nur ein wenig zurück, und sie konnte sich auf festen Grund fallen lassen. Konnte sich der Sicherheit hingeben, die weiche Erde darstellte. Aber ein dunkler Trieb zog sie zum Abgrund, ließ sie nicht los, zwang sie auf ihren Weg, geprägt von der Faszination des Schreckens. Sie blinzelte. Der Wind heulte auf und sie schwankte gefährlich. Ihre Arme ruderten hastig, als sie zum ersten Mal seit unschuldigen Kindertagen aufsah, den silbernen Streifen erblickte, der weit vor ihr, am Horizont wartete. Den sie nie erreichen konnte, der jenseits aller Möglichkeiten schimmerte. Sie weinte. Tränen verschleierten den Blick und doch konnte sie nicht stehenbleiben. Zurücksinken, sich in feuchtem Gras niederlassen, den silbernen Streifen beobachten erschien ihr wie ein plötzlich aus dem Nichts aufgetauchter Traum. Seine Erfüllung so absurd wie ihr eigenes, verzweifeltes Bemühen um Sicherheit. Wie ihre Sehnsucht nach Gurten und Bändern, die sie hielten und führten, wo kein Halt existierte. Zur Illusion zerfiel das Bild, als das Silber ihren Blick dorthin lenkte, wo sie ihr Leben lang den Grund vermutet hatte. Und wo sich nichts befand als ein zweiter Abgrund, zuvor nur erahnte Tiefe, deren Dunkelheit bevölkert wurde von den Geistern der Unkenntnis, die ihr folgten. Sie stolperte und fing sich wie so oft zuvor. Sie balancierte weiter auf dem schmalen Grad, der ihr keine Wahl ließ als voranzuschreiten oder abzustürzen.
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