<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348</id><updated>2011-09-16T09:59:11.305-07:00</updated><category term='Slash'/><category term='Abschied'/><category term='Geschichte'/><category term='Buch'/><category term='Kurzgeschichte'/><category term='schreiben'/><category term='weihnachten'/><category term='Fanfiction'/><category term='Bücher'/><title type='text'>callistoc's blog</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>26</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-2494590746144603556</id><published>2011-05-19T13:53:00.000-07:00</published><updated>2011-05-19T13:53:37.662-07:00</updated><title type='text'>BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen</title><content type='html'>&lt;a href="http://buchzeiten.blogspot.com/2011/05/rezension-sigrid-lenz-galgenmannchen.html?spref=bl"&gt;BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen&lt;/a&gt;: "Sigrid Lenz - Galgenmännchen   AAVAA  ISBN: 978-3-86254-109-6  306 Seiten Taschenbuch   Die Autorin: Nach unterschiedlichen Betätigungsfelde..."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-2494590746144603556?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://buchzeiten.blogspot.com/2011/05/rezension-sigrid-lenz-galgenmannchen.html?spref=bl' title='BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/2494590746144603556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=2494590746144603556' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2494590746144603556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2494590746144603556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2011/05/buchzeiten-rezension-sigrid-lenz.html' title='BuchZeiten: [Rezension] Sigrid Lenz - Galgenmännchen'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-5961536653529362086</id><published>2011-01-16T07:14:00.000-08:00</published><updated>2011-01-16T07:15:04.579-08:00</updated><title type='text'>Abgrund</title><content type='html'>Titel: Abgrund&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;* * * &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie balancierte am Abgrund, solange sie denken konnte. Den Blick auf die Füße gerichtet, auf die schmale Kante, auf die Dunkelheit, die steil abfiel, Schrecken barg, den sie sich nicht auszumalen wagte. Ein Schritt nach dem anderen, fast panisch vor Angst, bemühte sie sich darum, ihren Atem unter Kontrolle zu bringen. Die Gefahr umgab sie von allen Seiten. Sie war so schwach, eine Feder nur. Ihr Halt nicht mehr als Illusion. Selbst wenn sie sorgfältig darauf achtete, einen Fuß immer auf dem Grund zu behalten, die Bindung zur Erde zu bewahren, so wusste sie doch, dass ein Windstoß reichte, sie ins Schwanken zu bringen. Die Arme ausgestreckt konnte sie nicht anders als weiterzugehen, der Linie zu folgen. Unfähig ihre Augen zu heben, unfähig innezuhalten. Das Leben wartete nicht, es verging und sie ging mit ihm. Eine Seiltänzerin, deren Schicksalsfaden mit jeder Sekunde durchschnitten werden konnte. Und weil sie ihre Endlichkeit sah, wuchs ihre Furcht mit jedem Schritt. Aus den Augenwinkeln ahnte sie die Tiefe, ahnte das Verderben, das dort lauerte. Zurück, nur ein wenig zurück, und sie konnte sich auf festen Grund fallen lassen. Konnte sich der Sicherheit hingeben, die weiche Erde darstellte. Aber ein dunkler Trieb zog sie zum Abgrund, ließ sie nicht los, zwang sie auf ihren Weg, geprägt von der Faszination des Schreckens. Sie blinzelte. Der Wind heulte auf und sie schwankte gefährlich. Ihre Arme ruderten hastig, als sie zum ersten Mal seit unschuldigen Kindertagen aufsah, den silbernen Streifen erblickte, der weit vor ihr, am Horizont wartete. Den sie nie erreichen konnte, der jenseits aller Möglichkeiten schimmerte. Sie weinte. Tränen verschleierten den Blick und doch konnte sie nicht stehenbleiben. Zurücksinken, sich in feuchtem Gras niederlassen, den silbernen Streifen beobachten erschien ihr wie ein plötzlich aus dem Nichts aufgetauchter Traum. Seine Erfüllung so absurd wie ihr eigenes, verzweifeltes Bemühen um Sicherheit. Wie ihre Sehnsucht nach Gurten und Bändern, die sie hielten und führten, wo kein Halt existierte. Zur Illusion zerfiel das Bild, als das Silber ihren Blick dorthin lenkte, wo sie ihr Leben lang den Grund vermutet hatte. Und wo sich nichts befand als ein zweiter Abgrund, zuvor nur erahnte Tiefe, deren Dunkelheit bevölkert wurde von den Geistern der Unkenntnis, die ihr folgten. Sie stolperte und fing sich wie so oft zuvor. Sie balancierte weiter auf dem schmalen Grad, der ihr keine Wahl ließ als voranzuschreiten oder abzustürzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-5961536653529362086?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/5961536653529362086/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=5961536653529362086' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5961536653529362086'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5961536653529362086'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2011/01/abgrund.html' title='Abgrund'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-5612634692254806497</id><published>2010-12-19T05:20:00.000-08:00</published><updated>2010-12-19T05:21:11.376-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='weihnachten'/><title type='text'>Have yourself a merry little christmas</title><content type='html'>Seasons Greetings to my lovely friendslist. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.taz.de/support-WikiLeaks" target="_blank"&gt;&lt;img style="width:72px;height:166px;border:none;" src="http://www.taz.de/lib/icons/logos/Wikileaks_logo-72.png" title="Blockade sichere Webbanner für WikiLeaks ein Aktion von www.bewegung.taz.de" alt="WikiLeaks" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Im letzten Jahr hab ich tatsächlich keine einzige Fanfiction geschrieben. (Wenigstens kann ich mich nicht daran erinnern.) Und ich weiß nicht einmal, wie man einen traurigen Smiley herstellt, sonst würde ich ihn hier einsetzen. So kann ich nur vermuten: :(, :)&lt;br /&gt;Aber ein paar originale Fictions sind dazugekommen, meistens extrem deprimierend. Daher die neue Weihnachtsliste:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://fanfiktion.de/s/494d285f000046fb0c906590"&gt;Weihnachten im Camp&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Original Slash&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/27215.html#cutid1"&gt;Weihnachten - Bann&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/30252.html#cutid1"&gt;Fremd&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/19950.html#cutid1"&gt;Weihnachtselfen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Original Femslash&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/15332.html#cutid1"&gt;Krieger&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/13949.html#cutid1"&gt;Sommer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/100_originale/23964.html"&gt;Sylvester&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/384023.html?#cutid1"&gt;Eine Petrelli-Weihnacht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Heroes, comedy&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/recdich/24452.html"&gt;Unvermeidlich&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24, comedy&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/394970.html?#cutid1"&gt;Ein Numb3rs Weihnachtsfest&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Numb3rs, comedy&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/395256.html#cutid1"&gt;Weihnachten in San Francisco&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Crossover, comedy&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/freudianguns/34314.html?#cutid1"&gt;Mourning&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Crossover Slash Drabble, Heroes/24, english, Peter Petrelli/Jack Bauer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/383782.html?#cutid1"&gt;Damals&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Heroes, drama&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/120087.html#cutid1"&gt;Allein&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24, drama&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://callisto24.livejournal.com/12517.html#cutid1"&gt;Xmas&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24, english, gen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://callisto24.livejournal.com/15418.html#cutid1"&gt;A Jack/Chase Christmas&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24, english, slash, smut&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://callisto24.insanejournal.com/24393.html"&gt;Willi Wonka's - Before Christmas&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Crossover,english, slash, sylum&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://community.livejournal.com/fanfic_de/396120.html#cutid1"&gt;Weihnachten in Stars Hollow&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Gilmore girls, drama&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/glitter/?action=view&amp;amp;current=MerryChristmasstars.gif" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/glitter/MerryChristmasstars.gif" border="0" alt="Photobucket"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch etwas Schmuddeliges? &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.club-der-sinne.de/gratis-eBooks:_:37.html"&gt;&lt;b&gt; gratis e-books&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a target="_blank" title="ImageShack - Image And Video Hosting" href="http://img7.imageshack.us/i/vomniko.jpg/"&gt;&lt;img src="http://img7.imageshack.us/img7/5359/vomniko.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast vergessen - mein Weihnachtsbuch: &lt;br /&gt;Leseprobe aus 'Kimberleys Weihnacht - Schlimmer geht's immer'! &lt;br /&gt;Erschienen 2010, Aavaa Verlag&lt;br /&gt;Alle Rechte vorbehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;amp;current=kimberley.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/kimberley.jpg" border="0" alt="Photobucket"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erna schubste inzwischen Armin vorwärts. „Wir gehen“, verkündete sie. „Diese Umgebung kann und will ich unschuldigen Gemütern nicht länger zumuten. Emil, kommst du?“ &lt;br /&gt;„Also ich …“ Emil tauschte mit Tessa einen Blick. Das gab es doch gar nicht. War die Welt denn jetzt voller Paare? Und ich der einzige Single in meinem eigenen Haus? &lt;br /&gt;Ich fing einen Blick Samiras auf. Sicher, sie teilte mein Schicksal. Aber im Gegensatz zu mir, war sie noch jung. Ich kippte den Inhalt des Glases, das ich noch in meiner Hand hielt, meine Kehle hinunter. &lt;br /&gt;„Ich denke, wir bleiben noch ein wenig“, meinte Emil dann. „Ist doch so nette Gesellschaft hier.“ Tessa lächelte. Doch als Erna Armin nun auf ihren Bruder zu dirigierte, offenkundig in der Hoffnung, dass ein Mann ihm Verstand einprügeln konnte, sprang sie auf und nahm mich am Arm. „Wieso hast du mir nie verraten, was für einen hinreißenden Bruder du hast?“ &lt;br /&gt;„Emil?“ Ich brauchte unbedingt noch einen Drink. &lt;br /&gt;„Natürlich Emil, er ist entzückend.“ &lt;br /&gt;„Er ist ein Zwangsneurotiker. Putzt den ganzen Tag. Deshalb hat seine Frau es nicht mehr ausgehalten.“ &lt;br /&gt;Tessa schnalzte mit der Zunge. „Du redest wirr. Er putzt, kocht, räumt auf, hat einen Job und ist zuverlässig. Zieht alleine ein Kind auf, um Himmels willen. Er ist ein Traummann.“ &lt;br /&gt;„Emil?“ Eindeutig brauchte ich einen Drink. „Das willst du mir nicht wirklich antun.“ &lt;br /&gt;„Ach du, Witzbold.“ Sie knuffte mich in die Seite. „Ich bin so froh, dass du mich heute eingeladen hast. Deine Familie ist Gold wert.“ &lt;br /&gt;Ich sah auf Erna. „Da wäre ich mir nicht so sicher.“ &lt;br /&gt;„Ach komm“, meinte Tessa. „Sieh sie dir doch an.“ Ich warf einen Blick auf Clarissa, die gerade ihren Kopf zur Seite neigte und ihrem Neffen Tamino durch sein Haar fuhr. Es störte sie keineswegs, dass er gerade dabei war, dem Lebkuchenmann seine Puderzuckerknöpfe abzureißen, die sie vermutlich in sorgfältiger Kleinarbeit hergestellt hatte. Mich störte allerdings der Anblick der roten Flecken an ihrem Hals, die sichtbar wurden, als ihr Tuch verrutschte. Zuerst dachte ich an Knutschflecken und unterdrückte einen Würgereiz. Doch dann fiel mir auf, dass die Male erheblich kleiner und auch dunkler aussahen, punktförmig, fast wie Bisswunden. &lt;br /&gt;Ich packte Tessa am Arm. „Jacques“, keuchte ich und fühlte mich ein wenig bestätigt, als Tessa tatsächlich erstarrte. „Was ist mit dem Jungen?“, fragte sie vorsichtig. „Hast du nicht Angst …“ &lt;br /&gt;„Ich wollte es dir sagen“, unterbrach Tessa mich rasch. „Nur fand ich nicht den richtigen Zeitpunkt. Du warst so beschäftigt. Und dann überschlug sich alles.“ &lt;br /&gt;„Ich meine Clarissa …“ &lt;br /&gt;Plötzlich und ohne dass ich mehr gesagt hatte, richteten sich kühle Augen auf mich. Die Valizianer verfügten über ein erstaunlich gutes Gehör. &lt;br /&gt;Ich senkte meine Stimme. „Es sieht fast aus, als sei sie gebissen worden. In den Hals.“ &lt;br /&gt;„Und du denkst … nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht nachdem ich mich mit dem Gedanken angefreundet habe …“ Sie unterbrach sich und stürzte zur Tür. „Tanja! Du kommst sofort rein.“ &lt;br /&gt;„Aber Mama, was ist denn?“ Tanja kraulte Jacques im Nacken und kam widerstrebend näher. Tessa stemmte die Hände in die Seiten, starrte den Wolf an, der seinerseits einen Hundeblick auf sie richtete. Fast tat er mir leid. „Wir haben uns gerade erst ausgesprochen“, schmollte Tanja weiter. „Du weißt doch, wie unglücklich ich war. Aber jetzt ist alles geklärt.“ &lt;br /&gt;Tessa starrte den Wolf ärgerlich an, der sich tiefer duckte und leicht zurückwich. &lt;br /&gt;„Jacques.“ Der Wolf winselte. &lt;br /&gt;„Hast du jemanden gebissen? Jemanden aus diesem Haus, dieser Familie?“ &lt;br /&gt;„Aber Mama, wie kannst du nur? Das hatten wir doch alles.“ &lt;br /&gt;„Würde ich nie tun“, sagte Jacques zu meinem Erstaunen. Er war schwierig zu verstehen, die Zähne behinderten ihn ein wenig.&lt;br /&gt;„Ich weiß nichts über die Glaubwürdigkeit von Wölfen“, schimpfte Tessa. „Vielleicht war es auch einer von seinen Freunden. Ich sehe keine anderen bissigen Wesen hier.“ &lt;br /&gt;„Wir sind nicht bissig“, brummelte Jacques. &lt;br /&gt;Im Hintergrund räusperte sich jemand. „Da haben die Vierbeiner Recht.“ &lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Tessa fuhr herum und stand plötzlich vor Arminius. Der hatte sich so schnell vor ihr aufgebaut, dass auch ich sein Nahen nicht bemerkt hatte. &lt;br /&gt;„Kommen Sie doch lieber herein. Sie alle.“ Er nickte in Richtung der Wölfe. Die sahen sich an, zogen ihre Schwänze ein und kamen ins Haus, noch bevor ich wiedersprechen konnte. Eigentlich war ich auch nicht mehr zum Widerspruch fähig. Wölfe im Haus? Warum auch nicht? Und wenn sie schon zugaben, nicht bissig zu sein, dann konnte doch wirklich nichts geschehen. Außerdem schneite es inzwischen in dicken Flocken. Da jagte man keinen Hund vor die Tür. Oder Wolf. &lt;br /&gt;Es war ein bisschen eng im Wohnzimmer, dennoch passten wir alle hinein. Ich ignorierte Ernas entsetzten Aufschrei beim Anblick der Wölfe, die sich vermutlich mehr erschreckten als sie und hinter dem Sofa zusammenkauerten. &lt;br /&gt;„Sie können sich nicht zurückverwandeln“, warf Tanja Erna vor. „Egal wie sehr sie sich aufregen. Erst wenn die Sonne aufgeht, nehmen sie wieder ihre normale Gestalt an.“ &lt;br /&gt;„Armin!“ &lt;br /&gt;„Ist schon gut, Liebling.“ Armin, sichtlich ausgebrannt, murmelte nur noch leere Phrasen. &lt;br /&gt;Arminius hingegen hatte wieder das Strahlen aufgesetzt, das mich bereits am Vortag genervt hatte. „Erst einmal meinen Dank für dieses wunderbare Fest.“ Er deutete eine Verbeugung in meine Richtung an. „Dass wir nun zu dieser Familie gehören, erfüllt uns mit Glück und Stolz.“ &lt;br /&gt;Erna starrte auf die Wölfe. Die ihrerseits starrten sie an. „Ich will nach Hause.“ &lt;br /&gt;„Aber sicher, meine Gnädigste.“ Nun verbeugte Arminius sich in ihre Richtung. „Und es wäre mir eine Freude, wenn wir Sie nach Hause bringen dürften.“ &lt;br /&gt;„Wir sind mit dem Auto da“, flüsterte Erna erschrocken. „Und wir haben Schneeketten“, bemerkte Armin. &lt;br /&gt;„Aber natürlich“, nickte Arminius und reichte unvermutet Armin seine Hand. Dessen Mund klappte auf, dennoch gab er einen kräftigen Händedruck zurück. &lt;br /&gt;„Sie sind betrunken und draußen ist es glatt“, sagte Arminius. „Wir werden Sie heimbringen. Ihr Bruder und unsere Tochter sind verlobt. Nun sind wir auf ewig verbunden und füreinander verantwortlich.“ &lt;br /&gt;„Öh, nun übertreiben Sie aber“, meinte Armin. &lt;br /&gt;„Mitnichten, lieber Freund. Ist Ihnen überhaupt aufgefallen, dass wir uns einen Namen teilen? Auch wenn meiner ein wenig klassischer anmutet. Aber das liegt in der Natur der Sache und in meinem Alter begründet.“ &lt;br /&gt;„Was faseln Sie da nur?“, murrte Armin. „Für den Fall, dass es Ihnen nicht aufgefallen ist, meine Frau ist sehr skeptisch, was die Verlobung betrifft. Sehr skeptisch.“ &lt;br /&gt;„Mann, das ist doch egal“, fiel ich ein. „Was ist mit dem Biss? Wir haben hier ganz andere Probleme.“ Es kam nicht sehr überzeugend heraus, da mich ein Schluckauf peinigte. „Hicks, ich meine – Clarissa?“ &lt;br /&gt;Clarissa hob die Augenbrauen. „Was ist mit mir?“ &lt;br /&gt;„Hast du dich verletzt?“ &lt;br /&gt;„Wie kommst du denn darauf?“ &lt;br /&gt;„Ach ich dachte nur – hicks – da!“ &lt;br /&gt;Sie hatte ihren Schal abgelegt und ich zeigte aufgeregt auf die Wunden. „Das sind doch … ich meine … hicks!“ &lt;br /&gt;„Ach das.“ Clarissa kicherte. „Ist nicht so wie du denkst. Das war ganz allein meine Entscheidung. Ich wollte es.“ &lt;br /&gt;„Du wolltest dich von einem Werwolf beißen lassen?“ &lt;br /&gt;„Was? Nein – natürlich nicht.“ &lt;br /&gt;Clarissa sah sich hilflos um, bis sie Theobald entdeckte, der bereits wieder auf gewohnt missmutige Art in der Ecke stand. „Ich hab mich von ihm beißen lassen.“ &lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Ich traute meinen Ohren nicht. Und offenbar ging es anderen ebenso. &lt;br /&gt;„Wieso solltest du so etwas tun?“, fragte Emil entgeistert. &lt;br /&gt;„Das ist doch krank“, murmelte Isabelle. „Du brauchst Hilfe, Mädchen.“ &lt;br /&gt;„Nein, jetzt nicht mehr“, lachte Clarissa glücklich. &lt;br /&gt;„In was für eine Familie willst du da einheiraten?“ ging Erna nun auf Konrad los, der den Austausch stumm verfolgte, nur seinen Arm schützend um Amalia gelegt hielt. „Beißt du etwa auch andere Menschen?“ &lt;br /&gt;Nun richtete Konrad sich gerade auf. „Jetzt reicht es aber. Nein, ich beiße nicht. Und wenn Clarissa das will, dann ist das ihre Sache.“ &lt;br /&gt;„Aber doch nicht vor den Kindern“, protestierte Erna. &lt;br /&gt;„Das ist doch alles ganz anders“, mischte sich Pandora ein. „Der Abend hat so schön angefangen …“ &lt;br /&gt;„Himmel – Herrgott“, schimpfte Konrad. „Jetzt hab ich aber genug. Seid ihr denn alle völlig von gestern? Muss ich euch wirklich mit der Nase drauf stoßen? Wir haben Wölfe im Wohnzimmer. Wollt ihr mir erzählen, dass ihr nicht von selbst darauf kommt.“ &lt;br /&gt;„Worauf – hicks – denn?“ &lt;br /&gt;„Darauf dass mehr Dinge zwischen Himmel und Erde existieren, als das Fernsehen uns beibringt.“ &lt;br /&gt;„Und zwar?“ Ich hatte ehrlich gesagt genug von dem Geschwafel. &lt;br /&gt;„Kim!“ Clarissa kam strahlend und bleich auf mich zu. Eine irritierende Kombination, wenn auch nicht so irritierend, wie ihre Worte. „Ich habe mich beißen lassen. Ist das nicht großartig?“ &lt;br /&gt;„Das kann ich gar – hicks – nicht finden.“ &lt;br /&gt;„Du siehst die Konsequenzen nicht“, fuhr sie eifrig fort. „Stell dir nur vor, nie wieder Kalorien zählen? Nie wieder in den Spiegel sehen müssen. Ich kann für immer dünn bleiben.“ &lt;br /&gt;„Für die Ewigkeit“, ergänzte Arminius. &lt;br /&gt;„Ach nein“, seufzte Konrad. „Du willst tatsächlich einer von ihnen werden?“ &lt;br /&gt;„Schon passiert“, verkündete Clarissa stolz. „War ganz leicht. Hat auch fast nicht weh getan.“ &lt;br /&gt;„Da hörst du es“, schubste Amalia Konrad an. „Es tut nicht weh.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;TBC im Aavaa Verlag auf www.buchfeinkost.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-5612634692254806497?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/5612634692254806497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=5612634692254806497' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5612634692254806497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5612634692254806497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/12/have-yourself-merry-little-christmas.html' title='Have yourself a merry little christmas'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/glitter/th_MerryChristmasstars.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-2740254777098804707</id><published>2010-11-10T05:34:00.000-08:00</published><updated>2010-11-10T05:43:46.531-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Halloween ist vorbei ...</title><content type='html'>doch das Grauen bleibt. &lt;br /&gt;Denn ich bin zurück und ich bringe Geschenke.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Na gut, ein Geschenk. Und auch nicht für alle. Nein, nur für einen kleinen, ausgewählten Kreis, nämlich für Erwachsene. Sollten Minderjährige hier herein stolpern – Finger weg, sofern ihr eure Gehirnzellen behalten wollt. &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;a href="http://www.club-der-sinne.de/gratis-eBooks:_:37.html"&gt;Gratis E-books&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a target='_blank' title='ImageShack - Image And Video Hosting' href='http://img7.imageshack.us/i/vomniko.jpg/'&gt;&lt;img src='http://img7.imageshack.us/img7/5359/vomniko.jpg' border='0'/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Mit vielem, vielem Dank an meine liebe Verlegerin, die das Pech hatte, lektorieren zu dürfen, und somit auch dafür gesorgt hat, dass nicht mittendrin die Personen grundlos ihre Namen wechseln – was bei mir andauernd und sogar in einer derart kurzen Geschichte vorkommt.&lt;br /&gt;Aber, und was bedeutend wichtiger ist: auf der soeben verlinkten Seite findet sich weihnachtlicher Slash! Nicht verpassen, wie gesagt, ist gratis: &lt;br /&gt;Buon Natale von Inka Loreen Minden&lt;br /&gt;Eine homoerotische Liebesgeschichte von der Meisterin ihres Fachs!&lt;br /&gt;Für alle, denen schon sehr weihnachtlich ums Herz ist. &lt;br /&gt;Und wenn nicht, dann gibt es von derselben Autorin ein weiteres phänomenales Gratis-Ebook: &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/10259"&gt;Two Spirit&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Hat alles, was das Herz begehrt. :)&lt;br /&gt;Und ich kann auch melden, dass es funktioniert, diese Ebook-Sache. In einem riskanten Selbstversuch erstellte ich mir ein Konto bei Beam Ebooks und lud mir die beiden fabelhaften Gratis-Exemplare runter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Thema: Ich musste nichts angeben, keine peinlichen Details, noch nicht einmal riskante Sachen wie Kontonummern, Paypal oder sonstiges. Pseudonym, Passwort – fertig das Konto – bereit zum kostenlosen Lesestoff laden. Wie es mit dem Stoff ist, der Geld kostet, werde ich sofort recherchieren, sobald welches habe. &lt;br /&gt;Ohne Konto und noch einfacher klappt es im Club der Sinne. Rechtsklick und speichern. Wer sich mit Computern auskennt, kann die Sache vielleicht auch online öffnen. &lt;br /&gt;Was mich zurückführt zu meinem verstörend triebhaften Nikolaus. Wenn ich ihn nicht geschrieben hätte, wäre ich empört. &lt;br /&gt;Vielleicht taucht er eines weihnachtlichen Tages &lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/suchergebnis.php?Type=&amp;sw=Sigrid+Lenz&amp;x=0&amp;y=0"&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; auf, aber vielleicht schämt er sich zu sehr. So ist das eben mit hübschen Männern, die nichts tragen, mit Ausnahme roter Mützen. Man kann ihnen nicht vertrauen. Weshalb ich das hübsche Bild auch nicht vergrößern konnte. Der wollte einfach nicht. Nicht einmal auf Photobucket wagte er sich, der schüchterne Kleine. Aber genug von hübschen Männernm das bleibt ein Drama für sich. Habt ihr gesehen, was mit Milo.V. passiert ist? Bart und Kochmütze? Will er mich umbringen? Von Adrian.P. will ich gar nicht erst sprechen. Zur Ablenkung versuche ich Tim Roth auf mich aufmerksam zu machen, aber er merkt immer, wenn ich ihn anschwindele. Dabei würde ihm dunkle Haar wirklich stehen? Am besten werfe ich mich einfach Locke an den Hals, da verbietet sich das Haarproblem von vornherein. Und er ist so schön diabolisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab hier können Minderjährige wieder mitlesen, denn, wenn alles glattgeht, kommt noch ein Weihnachtsgeschenk, nicht so freizügig, dafür mit ein bisschen Vampiren, wenig Werwolf und viel verbrutzeltem Gänsebraten. Außerdem frage ich mich immer noch, warum die Protagonistin permanent pichelt. Als ob Weihnachten in einem Menschen dieses Bedürfnis auslöste. Ich muss mich schon wieder über mich selbst empören. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das waren die Nachrichten aus dem Leben einer schonungslosen Schreiberin. Mehr, wenn ich noch tiefer gesunken bin. Und ich befinde mich schon am Grund. Zwar würde ich es niemals zugeben, aber mein neues Notebook trägt ein Supernatural-Wallpaper. Dabei mag ich Dean nicht einmal, oder Sam, oder Dean und Sam. Also nicht wirklich, nicht so richtig, nicht absolut … eben gleich gar und überhaupt nicht. (Auch wenn sie nett anzusehen sind – und düstere Raben sie umkreisen. Die Raben mag ich allerdings.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;a target='_blank' title='ImageShack - Image And Video Hosting' href='http://img825.imageshack.us/i/kimsweihnacht.jpg/'&gt;&lt;img src='http://img825.imageshack.us/img825/4107/kimsweihnacht.jpg' border='0'/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uploaded with &lt;a target='_blank' href='http://imageshack.us'&gt;ImageShack.us&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-2740254777098804707?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/2740254777098804707/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=2740254777098804707' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2740254777098804707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2740254777098804707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/11/halloween-ist-vorbei.html' title='Halloween ist vorbei ...'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-8893872507012798310</id><published>2010-07-15T13:57:00.000-07:00</published><updated>2010-07-15T13:58:18.211-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Das Leben, die Liebe und ...</title><content type='html'>... die Welt eines brotlosen Künstlers &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, nicht vollkommen brotlos. Ich übe auch noch einen anständigen Beruf aus oder versuche es zumindest. Aber da gibt es auch noch die zahlreichen unsterblichen Werke, die ich gelegentlich verfasse, und die ich gezwungen werde, und zwar von Mächten, die da stärker sind als ich, anzukündigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn mich die Erfahrung lehrte, dass es nichts hilft, preise ich dennoch scham- und schonungslos die schauerlich schönen Ergebnisse meiner Kunst an.  Rechtschreib–, Logik-, Stil- und auch sonstige Fehler inklusive. Beschwerden bitte an das jüngste Gericht, denn das hauptsächliche Problem, um nicht zu sagen Dilemma, besteht nach wie vor darin, dass ich schreibe, ohne zu denken – das versuche ich ohnehin nur selten – und um mich selbst zu therapieren. Wer das Pech hat, mich zu kennen, weiß auch, dass die Therapeuten dieser Welt bereits genug von mir haben und ihre Türen verrammeln, wenn sie mich nur von Weiten sehen. &lt;br /&gt;Und da ich ihnen nicht mehr erzählen kann, was sich in meiner wirren Gedankenwelt abspielt, muss ich es eben dem Computer schildern. Stört ja auch eigentlich niemanden, mit Ausnahme vielleicht desjenigen, der es liest, dummerweise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie gesagt, Beschwerden bitte an das Universum richten. Immerhin hat es mich erschaffen und damit auch mein Bestreben, ständig und überall das Wort zu ergreifen. Auch wenn ich es für gewöhnlich nicht ergreife, sondern nur leise und still vor mich hin aufschreibe.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dank des aavaa-Verlags, bei dem sich alles käuflich erwerben lässt, was ich an längeren Gedankenspielen verbreche, gibt es mich nun als Taschenbuch. Obwohl – zum Glück nicht mich, sondern meine Geschichten. Besser gesagt als Taschenbücher, es werden derer immer mehr, da ich ein zwanghafter Mensch und ein zwanghafter Schreiber bin. Obwohl ich mich bereits sehr darum bemühe, meine Zwanghaftigkeit in sinnvollere Bahnen zu lenken. Obsessives Fensterputzen führt wenigstens zu sauberen Fenstern. Aber noch stecke ich hier fest und erwähne nun mit Freude, Stolz und unter einer  vollkommen anderen Art von Zwang, dass die Geschichten auch als handliches Mini-Buch, wirklich niedlich, im Taschenbuchformat oder sogar mit extra großgedruckter Schrift erhältlich sind. Was der Leser begehrt, ich schreibe es ihm.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und ich soll darauf hinweisen, dass neben der Benutzung von Amazon, libri, beam ebooks und was es alles so gibt, die Bestellung beim Verlag selbst besonders gerne gesehen wird. Zeigt also keine Scheu. Herr Lebek und sein Team sind irre nett und erfüllen Wünsche prompt unbedingt und zuverlässig. &lt;br /&gt;Nicht zuletzt suchen sie Manuskripte, weil meine doch nicht ausreichen, um den Bedarf zu stillen. Oder weil die Lektoren sich mit richtig guter Literatur über meine hinwegtrösten möchten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als größtes Plus: Die Gestaltung der Coverbilder übernahm in meinem Fall die unvergleichlich geniale Tatjana Meletzky. Selbst wenn euch ein Buch nicht zusagt, dann habt ihr immer noch ein fabelhaftes und unbedingt vorzeigbares Cover. &lt;br /&gt;Neuerscheinungen findet ihr auch beim Verlag oder auf meiner von Sven Radewitz, dem fabelhaften SRMD geschaffenen Webseite: &lt;a href="http://www.sigridlenz.de"&gt;&lt;b&gt;click hier zur Webseite&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Herbst wird sich noch einiges tun. Zum Beispiel wird eine ganze Menge finsterer Slash erscheinen. Ja, auch der Bruderslash. Heißen Dank an Trekker *umarmt* für Anregung und Erlaubnis und den wundervollen Nathan-Slash. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem eine erschütternde Missbrauchsgeschichte, richtig fies mit einem Hauch von Slash und vor allem mit einem Riesendank an Finnigans Geist für die Inspiration und ihre geniale Vorlage. *knuddelt*  &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;table&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=spuren2beam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/spuren2beam.jpg" border="0" alt="Spuren 2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=spuren1beam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/spuren1beam.jpg" border="0" alt="Spuren 1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nicht zuletzt erfolgt die Premiere der wahren Begebenheiten, die sich am Set der ersten, international erfolgreichen deutschen Mystery–Serie zugetragen haben. Auch hier kann ich mit Serienbrüdern aufwarten, mit Bromance und Fans, die ihre Serien etwas zu ernst nehmen. (Nicht dass ich einer von diesen wäre oder so jemanden kenne.) &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;table&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=hopfendynastie1beam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/hopfendynastie1beam.jpg" border="0" alt="Hopfendynastie 1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=hopfendynastie2beam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/hopfendynastie2beam.jpg" border="0" alt="Hopfendynastie 2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergessen wir auch nicht die inzwischen in Amazon erschienene Geschichte der Slasherin Maja. Und da ich gerade gelesen habe, wie sich aufrechte Amerikanische Ureinwohner über die Darstellung ihrer Kultur in Twilight und Avatar empören, werde ich mich sofort wieder in den Sumpf zurückziehen, in dem sich auch Maja versteckt. Es ist einfach zu gefährlich da draußen, wo man permanent jemanden beleidigt, nur weil man glaubt, dass tapfere Lakota Krieger ausziehen könnten, um eine Slasherin das Fürchten zu lernen. &lt;br /&gt;Aber Opfer müssen gebracht werden und Maja leidet für die gerechte Sache. Immerhin darf ich verraten, dass sie nicht ganz unschuldig ist, wenn die Hauptdarsteller einer Serie sich gegenseitig mit vollkommen neuen Augen betrachten. Nein – nicht stahlblau und ozeantief – ich will doch meinen Lektor nicht umbringen. Aber schöne Augen sind es trotzdem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann bleibt mir nur noch zu erwähnen: Denkt an Weihnachten und unterstützt einen jungen Verlag, indem ihr massenweise Slash-Geschichten unters Volk bringt. Vorzugsweise meine, aber das sage ich ja nur, damit ich meinen erfüllenden und aussichtsreichen Job in der Reinigungsbranche quittieren kann, um mich nur noch meiner Lebensaufgabe, dem Verfassen schmutziger Geschichten zu widmen. &lt;br /&gt;Was mich daran erinnert, dass es mir gelungen ist, zweihundert Seiten reinen, vollkommen handlungsfreien Schmutz zu verfassen. Da soll nochmal einer sagen, ich hätte keinen Ehrgeiz.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und hier ist er nun, der aavaa-Verlag: &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.aavaa.de"&gt;&lt;b&gt;click hier zum Verlag&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt zu etwas Hübschem, mein ‚Galgenmännchen‘, inklusive Femslash, Vampiren, Mord, Blut und Hexen. &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=galgenmnnchenbeam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/galgenmnnchenbeam.jpg" border="0" alt="Galgenmännchen"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei, und falls jemand seine Eltern oder andere noch unverdorbene Verwandtschaft doch nicht auf Anhieb zu sehr schockieren möchte: &lt;br /&gt;Manchmal, wenn auch selten, erwachen auch Slash-freie Geschichten zum Leben. &lt;br /&gt;Und das sogar von mir. Unglaublich, aber Tatsache. &lt;br /&gt;Auch wenn meine Kriminalgeschichten zwangsläufig zu kitschigen Romanzen mutieren, so wird doch immerhin gemordet. Und in einer gibt es sogar einen schwulen Detektiv, der sich mitsamt Polizeirevier in einem Wespennest wiederfindet. Oder in einer Kleinstadt, was ja letztlich Ähnlichkeiten aufweist. &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=noahsauszeitbeam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/noahsauszeitbeam.jpg" border="0" alt="Noahs Auszeit"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Roman für Kinder drohe ich auch. Schließlich macht meinereiner vor nichts Halt. Allerdings wurde er aus einschlägigen Kreisen bereits heftig kritisiert. Und das nur, weil ich mir nicht merken konnte, welch ein Artikel vor Nintendo gehört. Da war all meine schöne Fantasy, die zahllosen ordinären Schimpfworte, die ich unterbrachte, um kleine Leser bei Laune zu halten, vollkommen vergebens. Wer hätte auch geahnt, dass die Jugend von heute so auf korrekte Grammatik steht. Aber ich habe daraus gelernt. Seitdem verwende ich immer nur den Gameboy. Eindeutig und zweifelsohne männlicher Abstammung. Wie es sich für Elektroquatsch so gehört. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt gehe ich über zu dem nächsten Bruderslash, verdreht und verwirrt mit grauenvollen Einzelheiten und vielleicht auch einer Menge Schmutz. Dabei wollte ich mich eigentlich auch einmal über Werwölfe hermachen. Nur - ich komme nicht über Jacob hinweg. Armer Wolf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war jetzt ganz viel Werbung. Es kann nur noch schlimmer werden. Und das wird es auch. Oder darf ich jetzt aufhören? Darf ich? Bitte, bitte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also gut, einen hab ich noch. ‚Ein Hoch auf die Weiblichkeit‘ ist alles, was Sie noch nie über das schwache Geschlecht wissen wollten. Und dann noch mehr -  zum Abgewöhnen. Und nicht nur das. Denn eigentlich beschwert sich die Protagonisten – die nicht ich bin – oh nein – seitenweise über ihr Los, das traurige Schicksal, eine Frau zu sein und – ach ja – beschimpft hier und da die Männer im Allgemeinen und im Besonderen. Eine leichte Lektüre für zwischendurch. Besagte Protagonistin hat auch mich davon überzeugt, dass ich lieber ein Mann wäre. Oder lesbisch. Oder beides. Auf jeden Fall nicht sowas. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn ich jetzt noch nicht mit dieser peinlichen Werbung aufhören darf, dann laufe ich weg oder Amok. Und komme erst wieder mit ‚Schuldig‘ oder ‚Spuren‘. Damit Ihr noch mehr zum Weinen habt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte mit noch einem Cover abschließen und weil ich es so liebe kommt hier noch einmal das Galgenmännchen. *g* Ich kann nicht anders, zwanghaft, neurotisch, hoffnungslos gestört und fasziniert von gruseligen Bildern ...  ihr wisst schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://s63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/?action=view&amp;current=galgenmnnchenbeam.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/galgenmnnchenbeam.jpg" border="0" alt="Galgenmännchen"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-8893872507012798310?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/8893872507012798310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=8893872507012798310' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8893872507012798310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8893872507012798310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/07/das-leben-die-liebe-und.html' title='Das Leben, die Liebe und ...'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_spuren2beam.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-6313005305800330126</id><published>2010-06-18T04:14:00.000-07:00</published><updated>2010-06-18T04:15:17.507-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Slash'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Der kontroverse Enthüllungsroman: Maja - Geschichte einer Slasherin</title><content type='html'>Nein, nicht so eine mit Messern, Blut und Gemetzel, sondern die 'anständige' Variante. Ab heute als ebook erhältlich und demnächst in Amazon und im Buchhandel. (Mein Verleger zwingt mich, das zu sagen.:)) &lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/12089"&gt;&lt;b&gt;Maja - Geschichte einer Slasherin&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/12089" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/Maja.jpg" border="0" alt="Maja - Geschichte einer Slasherin"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand das Buch als Taschenbuch haben möchte, Probeexemplare werden vorabgedruckt und jemand mit Beziehungen, der sozusagen die Autorin kennt, könnte sie günstiger erhalten. ;) Und jetzt schreibe ich weiter an der bahnbrechenden Geschichte, in derem Verlauf ich Adrian Pasdar dazu zwinge, mich ewig zu lieben... oder Milo Ventimiglia ... immer diese Entscheidungen ...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-6313005305800330126?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/6313005305800330126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=6313005305800330126' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/6313005305800330126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/6313005305800330126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/06/der-kontroverse-enthullungsroman-maja.html' title='Der kontroverse Enthüllungsroman: Maja - Geschichte einer Slasherin'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_Maja.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-819877041378357429</id><published>2010-06-05T11:33:00.001-07:00</published><updated>2010-06-05T11:50:34.203-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Meine Webseite</title><content type='html'>&lt;center&gt;Mit endlosem Dank an &lt;a href="http://www.srmd.de/"&gt;&lt;b&gt;SRMD&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;, dem Webdesigner Ihres Vertrauens, präsentiere ich: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sigridlenz.de"&gt;&lt;b&gt;Eine Webseite&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Falls Ihr jemals einen brillianten, einfühlsamen, geduldigen Webdesigner benötigt, dann wendet Euch an den einen und einzigen &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.srmd.de/"&gt;&lt;b&gt;SRMD&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn er dem Versuch mich anzulernen einige weiße Strähnen und ein verdächtiges Zucken um die Mundwinkel zu verdanken haben sollte, so hält das einen Profi nie davon ab, charmant, brillant und effizient zu bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Scheu, klickt ihn an.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Natürlich darf  &lt;a href="http://www.srmd.de/"&gt;&lt;b&gt;Chiara Varus&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;  auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben. Design, Art und Schöpferin der fantastischsten Cover, welche je das Licht der Welt erblickten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich danke euch beiden von ganzem Herzen für die phantastische Arbeit! :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-819877041378357429?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/819877041378357429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=819877041378357429' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/819877041378357429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/819877041378357429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/06/meine-webseite.html' title='Meine Webseite'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-86299749813955553</id><published>2010-05-30T14:48:00.000-07:00</published><updated>2010-05-30T14:49:31.454-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Ein Hoch auf die Weiblichkeit</title><content type='html'>&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/11974" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/HochaufdieWeiblichkeit.jpg" border="0" alt="Ein Hoch auf die Weiblichkeit"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/ebook/11974"&gt;&lt;b&gt;Ein Hoch auf die Weiblichkeit&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/suchergebnis.php?Type=&amp;sw=Sigrid+Lenz&amp;x=8&amp;y=10"&gt;&lt;b&gt;Beam ebooks:&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-86299749813955553?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/86299749813955553/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=86299749813955553' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/86299749813955553'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/86299749813955553'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/05/ein-hoch-auf-die-weiblichkeit.html' title='Ein Hoch auf die Weiblichkeit'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_HochaufdieWeiblichkeit.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-3004121635406375796</id><published>2010-05-23T03:54:00.001-07:00</published><updated>2010-05-23T03:54:38.922-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Was Sie noch niemals über Slasherinnen wissen wollten ...</title><content type='html'>Was Sie noch niemals über Slasherinnen wissen wollten und auch jetzt nicht zu fragen wagen&lt;br /&gt;Aus dem schonungslosen Offenbarungsbericht 'Maja - Geschichte einer Slasherin' die erste und absolut authentische Leseprobe: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achtung - unsterbliches Werk - ich hab doch deutlich gewarnt - copyright: aavaa verlag (aber ich bin mir ziemlich sicher, Auszüge posten zu dürfen ... und wenn nicht - verklagt mich doch ...) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Beleidigung meiner Lieblings-TV-Serie konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und holte bereits Luft zum Gegenschlag, als sich Xavers Stirn auf einmal in Falten verzog. Sein Gesicht nahm den Ausdruck an, den ich nur aus Momenten kannte, in denen er über seinen Textaufgaben brütete. &lt;br /&gt;„Also“, sagte er langsam und betont. „Du hast nicht nur Menschen aus fremden Ländern gesehen, sondern auch noch geheimnisvolle Sicherheitskräfte. Und du fürchtest, sie könnten etwas mit dir zu tun haben.“ &lt;br /&gt;„Es tut mir leid“, murmelte ich kleinlaut. &lt;br /&gt;„Das sollte es auch. „Sein strafender Blick traf mich erbarmungslos. “Entweder dreht deine Phantasie völlig mit dir durch und du siehst Gespenster…“ Er stockte. „Mehr Gespenster als gewöhnlich.“ Eine seiner Augenbrauen wanderte in die Höhe. „Oder finstere Mächte suchen dich heim, um Rache zu nehmen für deine Internet-Untaten.“ &lt;br /&gt;Ich schluckte, doch wehrte ich mich. „Das sind keine Untaten. Das ist Befreiung und… und Befreiung eben…“ &lt;br /&gt;„Wehe, wenn sie losgelassen…“, stöhnte Xaver wieder. „Ehrlich. Ich hab keine Ahnung, was du meinst, aber offensichtlich musst du schleunigst damit aufhören.“ Hoffnung flackerte in seinem Blick. „Und etwas Vernünftiges tun. Etwas Sinnvolles. Etwas, das ich auch in der Schule erzählen kann.“ Er schob die Unterlippe vor, und ein hysterisches Kichern brach sich aus mir Bahn. &lt;br /&gt;„Es tut mir leid“, wiederholte ich und knuffte ihn in die Seite. „Ich reiß mich zusammen.“ Ich überlegte. „Das bedeutet, ich werde erst einmal darüber schreiben.“ Erleichtert atmete ich auf, froh eine momentane Lösung entdeckt zu haben. &lt;br /&gt;„Na doll“, grummelte der Junge in sich hinein und wühlte in seiner Schultasche. Doch kaum hatte er seinen Gameboy in den Fingern, ließ ihn ein Aufschrei seiner Mutter zusammenzucken. &lt;br /&gt;„Verdammt.“ Der Bildschirm flackerte, doch das war nicht die Ursache meines Unmutes. Obwohl mein Sorgenkind, der Computer sich wie üblich mühsam und lautstark aus seinem Schönheitsschlaf aufrappelte, sich stotternd einige Momente weigerte und zierte, so ließ er sich doch eigentlich rasch und problemlos hochfahren und ermöglichte mir den Zugang zu der Welt, die mein ein und alles war. Doch mein Fluch hatte einen Grund und der lag nicht nur in der überquellenden Mailbox. &lt;br /&gt;Ein schlechtes Zeichen, fürwahr. Ließ ich doch die zahlreichen Kommentare zu meinen Werken nicht mehr direkt in meinen Briefkasten senden, sondern bemühte mich, die Korrespondenzen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ein Zugeständnis, das dem kreativen Genius erlaubt werden sollte. Ein Zugeständnis, das vielleicht mein Ego weniger streichelte, da ich weniger Feedback, weniger Lob und Ermunterung seitens abhängiger Leser erhielt. Aber das Opfer war eine Notwendigkeit, hemmte doch jede Zeitverschwendung den Fluss des Schaffens. Ergo war es kein Wunder, dass ich beim ungewohnten Anblick der Anzahl von Nachrichten erschrak. Noch weniger verwunderlich war es, dass ich in regelrechte Panik geriet, als sich mir die Absender jener Nachrichten offenbarten. Das Unheil ließ sich zwar nicht auf eine Person zurückführen, jedoch auf die Bewegung, deren Wort- und Rädelsführer diese Person war. Wie um alles in der Welt war sie an meine E-Mail Adresse geraten? Womit in aller Welt hatte ich das verdient. &lt;br /&gt;Schon seit geraumer Zeit machte sie mir das Leben schwer, verwässerten ihre penibel ausgedrückten, vernichtend konservativen Kommentare meinen Lesern den Kunstgenuss. Schon seit geraumer Zeit kämpften meine Online Anhänger auf virtuellem Grunde gegen die giftigen Säuren, die sich den Weg durch ihren Netzanschluss in die unschuldige Gemeinschaft der Freunde romantischer Literatur bahnten. &lt;br /&gt;Natürlich war es eben diese Romantik, die dieser Dame ein Dorn im Auge war. Diese Romantik, die ihrem verknöcherten Gemüt den Brechreiz entlockte, dem sie verbalen Ausdruck verlieh. &lt;br /&gt;Doris van Karnten, extremistisches Fangirl der Jahrtausendserie ‚Agents on Fire‘. Sie leitete nicht nur einen Fanclub, sondern gleich mehrere. Sie organisierte Foren, Conventions, Petitionen und Aktionen verschiedenster Färbungen und Ziele. Sie betrieb einen Fanshop, produzierte Briefpapier, Ansichtskarten, Wallpaper und Banner mit den Helden des kleinen Bildschirms. &lt;br /&gt;Mit meinem Helden, dem blonden Star der Serie: Finn Cackleford. Ich will nicht behaupten, dass ich ihn mehr liebte, als sie es tat. Ich will auch nicht behaupten, dass ich das einzig wahre Recht auf die Auffassung des Charakters besaß, den er so gekonnt und genial verkörperte. Ich behaupte allerdings, dass mir das Recht zusteht, meine Auffassung der Dinge zu veröffentlichen, gleichgesinnten Seelen so die Möglichkeit zu verschaffen, ein Forum für ihre einsamen Fantasien zu entdecken, sich nicht alleine zu fühlen mit dem, was sich im tiefsten Inneren ihrer Seele, in den verbotenen, verschlossenen Kerkern versteckte. &lt;br /&gt;War es denn falsch zu träumen? War es falsch von Romantik zu träumen in einer Welt, die so vollkommen frei von Romantik ist? Und diese Welt war frei von Romantik. Es war die harte Welt der Geheimdienste. Eine knallharte Welt, dominiert von Gewalt und Hass. War es nicht umso entzückender, ausgerechnet in dieser Welt die zarte Pflanze der Liebe erblühen zu lassen, zwei Seelen zu vereinen, die so verschieden, so weit voneinander entfernt und doch so nah waren. &lt;br /&gt;Natürlich, sie waren beide Kollegen, meine Agenten. Ein Job, eine Berufung, ein Ideal. Und sie beide waren Männer. Zwei Männer, die sich liebten. &lt;br /&gt;Natürlich nicht in der Serie. Nicht auszudenken in einer amerikanischen Mainstream Produktion. Nicht auszudenken, eine Idee wie diese der texanischen Landbevölkerung zuzumuten. &lt;br /&gt;Aber hier, im freien Europa, in einem freien Land, in der freien Phantasiewelt einer Frau? Nein, nicht einer Frau alleine. Tausende teilten meine Vision. Tausende sahen in dem wöchentlichen Geplänkel, den Macho-artigen Streitereien unter tapferen Kriegern gegen das Böse, nur ein Vorspiel für etwas Größeres, etwas Wahrhaftiges, für die echte Liebe, wie sie es nur zwischen zwei gleichgestellten Kerlen geben kann. Kämpfend um Dominanz, kämpfend um die Macht, kämpfend für ein abstraktes Ziel, das sensible Gemüter kaum interessierte. Der Kampf dagegen, erschwert durch persönliche Schicksalsschläge, Dramen und Seelenqualen – er konnte nur zu einer Lösung, zu einem Höhepunkt führen. Zu der absoluten Hingabe an den einzigen Menschen, der Halt und Stütze gewährleisten konnte. Und in Finn Cacklefords Welt, besser gesagt, in der seines Charakters, konnte es das Ersehnte nur in einem Menschen geben. In dem großen, dunkel gelockten Angelo Multobene, seinen Partner, seinen Mitstreiter, seiner Deckung. &lt;br /&gt;Und in den Gefilden der Slash-Literatur, seines Geliebten. &lt;br /&gt;Heimlich lasen sie es; heimliche Leidenschaften flammten auf bei der Vorstellung der beiden ach so männlichen Figuren, im immerwährenden Clinch. Ungebrochen seelisch und körperlich verstrickt in immerwährender Umschlingung der heißen Leiber, vereint in dem ewigen Tanz, suchend nach Ekstase, verlangend nach Erfüllung, wissend um die Unmöglichkeit ihres Begehrens. &lt;br /&gt;Slash macht frei. Der Slash verschönert den grauen Alltag, Slash hält Existenzen wie die meine am Leben. Slash vertreibt die Langeweile und die Enttäuschung. Er öffnet Pforten, enthüllt Geheimnisse, erlaubt Entdeckungen. Der Slash ist die Krone der Fanliteratur. &lt;br /&gt;Doch dann gab es sie. Menschen, anonyme Gesichter, die es nicht ertragen konnten, wenn ihre Helden anders handelten, anders liebten, als es in ihrer verklemmten Gemütswelt möglich sein durfte. Selbst wenn es nur in der Phantasie einer einzelnen Person geschah. Und all diese gesichtslosen Menschen kumulierten in einer Figur, Doris van Karnten. Doris, weizenblond gefärbt, hager von Gestalt, besessen von der Reinheit des heldenhaften Agenten. Besessen von der selbstgewählten Aufgabe, die Beschmutzer jener Reinheit bloßzustellen, sich an ihnen zu rächen, sie zu vernichten. &lt;br /&gt;Und vor allen anderen, die die Welt anders sahen als sie selbst, hatte sie mich auf ihrem Kieker. Vielleicht, weil ich deutsch schrieb und sie daher wohl eher zufällig auf meine beleidigenden Geschichten gestoßen war. Vielleicht, weil ich die Einzige war, die es wagte, auch in unserer so kalten, harten Muttersprache die Charaktere der Serie auszuleihen, um sie unmenschlichen Torturen zu unterziehen. Vielleicht auch nur, weil ich es war, weil ich für sie erreichbar war, weil sie mich gefunden hatte. Weil sie mich jetzt gefunden hatte. Es musste etwas zu tun haben mit dieser ID, IP Nummer, die hin und wieder und vollkommen unverständlich für technisch und logisch unbegabte Geister wie mich erwähnt wird. Ich wusste, dass ich mehr Vorsicht hätte walten lassen sollen, dass eine erfundene Identität, ein abgedrehter Künstlername einfach nicht ausreichte. Grob fahrlässig, so hatte ich gehandelt, anders ließ es sich nicht erklären. &lt;br /&gt;Ich starrte auf die Absender. Sie war es. Unverkennbar ihre Mailadresse. Unverkennbar der Account ihrer Fangemeinschaft. Es war… all diese Hasstiraden trugen ihre Handschrift. Es reichte aus, die Betreffzeilen zu lesen, um sich dessen klar zu werden. Es reichte, sich ein wenig in den Gebieten, in den Räumen der Fangemeinschaften herumgetrieben zu haben. Und ihre Anhänger hatten es ihr gleichgetan. Mein Briefkasten quoll über. Mein Geheimnis war gelüftet. &lt;br /&gt;Trotz des Pseudonyms, unter dem ich schrieb, trotz der Vorsichtsmaßnahmen, die ich so gewissenhaft getroffen hatte, war meine Anschrift durchgesickert. &lt;br /&gt;Ein beängstigender Verdacht breitete sich in mir aus. Mein Kopf fuhr herum, und ich starrte Xaver erschrocken an. Er blickte zurück, mindestens ebenso verwirrt, doch glücklicherweise noch ohne den Ernst der Lage zu erkennen. Glückliches Kind. &lt;br /&gt;Ich stürmte an ihm vorbei. Ich riss die Tür auf. Zu spät kam mir die Unvorsichtigkeit dieser Handlung zu Bewusstsein. Doch noch spielte diese keine Rolle. Niemand bedrohte mich. Noch nicht. Niemand mit Ausnahme der Papiere, der Massen von Papieren, die aus dem Briefkasten neben der Tür quollen. Niemand außer den zahllosen Briefen, die verziert mit Totenköpfen und gestempelt mit Galgenmännchen und abstrakten Zeichnungen von tödlichen Waffen, eine eindeutige Botschaft des Inhalts lieferten, den anzusehen, ich nicht mehr den Nerv hatte. &lt;br /&gt;Automatisch, als könnte ich mich nicht zurückhalten, als wollte ich mich selbst quälen, griff ich mit beiden Händen in die weiße Flut, packte, wessen ich habhaft werden konnte, und zog mich mit dem letzten Aufflackern der einstigen Selbstkontrolle wieder zurück in den Schutz der Wohnung. &lt;br /&gt;Xaver starrte mich mit großen Augen an, und ich konnte es ihm nicht verdenken. &lt;br /&gt;„Was… was ist denn los?“, stammelte er, auf einmal nicht mehr der junge Mann, der er so gerne wäre, sondern das unsichere Kind, das dem in mir verborgenen so ähnlich war. &lt;br /&gt;Erst jetzt merkte ich, dass ich zitterte. „N… nichts…“, stotterte ich und versteckte die Briefe hinter meinem Rücken. &lt;br /&gt;Doch Xaver war nicht umsonst in diversen für mich unverständlichen Ballsportarten zuhause. Obwohl ich alles getan hatte, um ihm beizubringen, dass Sport Mord sei und jede Bewegung unweigerlich zum Ende aller Lebenskraft führte, war es ihm doch gelungen, sich die Tricks der Sportler zu eigen zu machen, die ihren Ball aus der Hand des Gegners zaubern konnten, ohne, dass es besondere Anstrengung kostete. Natürlich konnte ich mich selbst auch nicht als ernsthaften Gegner bezeichnen. Demnach war es eigentlich kein Wunder, dass er mir die Handvoll Papiere entwinden konnte, bevor ich überhaupt etwas davon bemerkte. Jedoch seinen Gesichtsausdruck bemerkte ich sehr wohl. &lt;br /&gt;„Was zum Teufel…?“ &lt;br /&gt;Er sah mich an. „Stirb du Schlampe!“ &lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Ich merkte, wie ich rot anlief. &lt;br /&gt;„Na… steht da.“ Er wies mit ausgestrecktem Zeigefinger auf einen Umschlag, dessen rote Flecken bei genauerem Hinsehen, als kunstvoll verschnörkelte Blutstropfen zu erkennen waren. &lt;br /&gt;Die Farbe wich wieder aus meinem Gesicht und ich spürte, wie meine Knie schwach wurden. &lt;br /&gt;„Das… das ist bestimmt nur ein Scherz.“ &lt;br /&gt;„Ach ja?“ Xaver hielt mir einen grimmigen Totenkopf entgegen. &lt;br /&gt;„Der hier auch?“ Er schüttelte den Kopf. &lt;br /&gt;„Mensch, Mama. Diesmal hast du dir aber wirklich Feinde gemacht.“ &lt;br /&gt;„Ich weiß doch auch nicht, wie die an meine Adresse gekommen sind… ich… ich kann nichts dafür.“ &lt;br /&gt;Der kühl wissende Gesichtsausdruck Xavers belehrte mich eines Besseren. &lt;br /&gt;„Und mir sagen, ich solle die Verantwortung für meine Fehler übernehmen. Pah!“ &lt;br /&gt;„Das… ich hab keine Fehler gemacht“, versuchte ich meine angekratzte Autorität wieder aufzurichten. &lt;br /&gt;Xander lachte blechern. „Nein, nur Millionen anständiger, harmloser Krimifans so gekonnt vor den Kopf gestoßen, dass ihnen nichts Besseres einfällt, als dein Leben zu bedrohen.“ &lt;br /&gt;„Die… die bedrohen mich doch nicht… das können die doch nicht.“ &lt;br /&gt;„Also ich bezweifle das.“ Xaver ließ die Umschläge zu Boden flattern und durchquerte rasch den Raum, um sich über den Monitor zu beugen. &lt;br /&gt;Ein Klick. „Und was ist das?“, schnappte er und begann zu buchstabieren, stoppte jedoch abrupt, als ihm die Bedeutung des Wortes aufging. Er lief rot an und das sollte wahrhaftig etwas bedeuten. War mein Söhnchen doch kein unbeschriebenes Blatt, wenn es darum ging, die Tiefen des Wortschatzes auszuloten. Ich selbst zog es vor, meinen Blick vom Monitor abzulenken und geflissentlich auf das Finn Cackleford Poster zu starren, das ich über dem Fernseher befestigt hatte. Es war das, auf dem er in lässig cooler Pose gegen einen Pferdezaun lehnte, im Einklang mit Natur und Weite der Landschaft. Ein Bild, das ich als gute Mutter also auch meinem Sohn zumuten konnte, ohne ihn fürs Leben zu schädigen. &lt;br /&gt;Die Promo-Poster, auf denen Finn mit gezogener Pistole über Häuserdächer sprang, oder in schusssichere Weste gekleidet mit einem Messer zwischen den Zähnen und einer blutenden Wunde auf der Stirn, sich heldenhaft vor seinen bedrohten Partner warf, hatte ich wohlweislich in den Schrankinnentüren angebracht. Kam ja gar nicht in Frage, dass meine Begeisterung irgendwelche seltsam erscheinenden Züge annahm. Davon, einen Altar aus Zeitungsschnipseln zu basteln, war ich noch weit entfernt. So hoffte ich zumindest. &lt;br /&gt;„Mama… hey!“ Xavers Finger schnippten knapp vor meinem Gesicht und weckten mich aus meiner Trance. &lt;br /&gt;„Was… was ist denn los?“ &lt;br /&gt;„Was los ist?“ Xaver raufte sich die ohnehin schon struppigen Haare. „Was los ist?“, wiederholte er schrill. „Los ist, dass Wahnsinnige aus der Anstalt ausgebrochen sind und dir nun auflauern. Du hast nicht nur Indianer beleidigt, sondern auch noch ‚Agents on Fire‘–Fans.“ &lt;br /&gt;Ich verzieh ihm die aus einem momentanen Schock heraus geborene politische Unkorrektheit. „Was für eine Anstalt?“ Immerhin fand ich mich langsam wieder zurecht und verschränkte die Arme vor der Brust. „Hier gilt immer noch die Meinungsfreiheit… gerade im Internet.“ &lt;br /&gt;„Das denkst du vielleicht“, protestierte Xaver. „Aber du bist auch die Einzige, die es wagt, die Grenzen des guten Geschmackes wieder und wieder zu überschreiten und die Empfindsamkeit fremder Kulturen mit Füßen zu treten.“ &lt;br /&gt;„Amerikanische Ureinwohner hatten keine Angst vor Homosexualität“, warf ich ein und bereute mal wieder, dass ich meinem Sohn von Anfang an beigebracht hatte, auch rhetorisch seinen Mann zu stehen. Eigentlich hatte ich ihn schon in der Wiege ohne Punkt und Komma zugetextet. Er hatte keine andere Wahl, als sich so schnell wie möglich mit den Waffen, die ich ihm in die Hand gegeben hatte, zur Wehr zu setzen. &lt;br /&gt;„Ganz im Gegenteil.“ Ich setzte zu einem Vortrag an. „Krieger zogen Stärke daraus, in der Nacht vor der Schlacht bei einem Mann zu liegen, der…“ &lt;br /&gt;Xaver hielt sich verzweifelt die Ohren zu. „Ich weiß, ich weiß. Und ich will es gar nicht wissen“, jammerte er gequält. &lt;br /&gt;„Aber das ist doch das Schlimme“, fuhr ich enthusiastisch fort. Was sonst sollte ich auch tun, als mich auf vertrautem Gelände von der aktuellen Bedrohung fortzubewegen. „Das Schlimme, wenn sogar ihr jungen Leute eine solche Angst und Scham empfindet, wenn ihr nur das Wort schwul…“ &lt;br /&gt;„Lalalala…“ Xaver presste seine Hände nur noch fester gegen seinen Kopf und verdrehte die Augen. „Hab doch Erbarmen, Mama. Nicht jeder will von morgens bis abends nur über Das Eine sprechen.“ &lt;br /&gt;„Aber…“ &lt;br /&gt;Ein flehender Blick brachte meine Überzeugung ins Wanken, und ich beschloss, den Aufklärungsunterricht auf einen anderen Tag zu verschieben. Am Besten auf einen Tag, an dem ich nicht das Gefühl haben musste, eingekesselt von meinen Feinden im Inneren einer abgeschotteten Schlucht auf den Einmarsch der Armee zu warten. Einer Armee, die ausgezogen war, meine Person und alle Spuren ihrer Existenz von der Bildfläche zu wischen. &lt;br /&gt;„Ist ja gut.“ Ich tätschelte ungelenk sein wirres Haar. „Ich bin schon still.“ &lt;br /&gt;Xaver ließ die Hände herabsinken und grinste schief. „Noch mal davon gekommen“, murmelte er und machte eine ungenaue Handbewegung, die sowohl die Briefe, als auch den Computer, sowie alles, was sich vor der Wohnungstür befand, einschloss. „Und was machen mir damit?“ &lt;br /&gt;Ich presste die Lippen zusammen und senkte den Kopf. &lt;br /&gt;Rational denken, das war jetzt wichtig. Gut, Doris war eine Verrückte, doch wie weit würde sie wirklich gehen. Und wie viel von all dem ging letztendlich auf ihr Konto? Schließlich waren da noch die Indianer, die amerikanischen Ureinwohner, verbesserte ich mich im Stillen. Es war einfach traurig, dass sich alte Gewohnheiten und Ausdrücke so schwer abgewöhnen ließen. &lt;br /&gt;Wie groß war die Gefahr wirklich? Und inwieweit war Xaver betroffen? Der Gedanke bohrte sich heiß in meine Eingeweide. Dass ich daran nicht früher gedacht hatte. Egal welchen Gefahren ich mich für meine Ideale aussetzen würde, es war alles andere als fair, meinen Jungen mit hinein zu ziehen. &lt;br /&gt;Xavers Augenbrauen hatten sich prüfend zusammengezogen. Seine braunen Augen musterten mich aufmerksam. &lt;br /&gt;„Mama? Was brütest du jetzt schon wieder aus“, fragte er argwöhnisch. &lt;br /&gt;„Nichts, nichts“, beeilte ich mich zu versichern. „Ich brüte nichts aus, das würde ich nie.“ &lt;br /&gt;„Natürlich.“ Xaver rieb sich die Stirn. „Also was… von nun an immer auf der Flucht?“ Er sah sich um. „Ich meine, wir können nicht leugnen, dass das Ganze etwas unschön Bedrohliches annimmt.“ &lt;br /&gt;„Auf der Flucht? Wie meinst du das?“, erkundigte ich mich, das Schlimmste befürchtend. &lt;br /&gt;„Na der Film“, stöhnte Xaver auf. „Immer auf der Flucht vor der Fangemeinde deiner Serie?“ &lt;br /&gt;„Ha!“ Ich versuchte spöttisch zu klingen, doch heraus kam lediglich ein erbärmlich weinerlicher Laut, der zudem noch halb in meinem Halse stecken blieb. Es würde doch nicht das erforderlich sein, wovor ich mich am meisten fürchtete? Es würde doch nicht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-3004121635406375796?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/3004121635406375796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=3004121635406375796' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/3004121635406375796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/3004121635406375796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/05/was-sie-noch-niemals-uber-slasherinnen.html' title='Was Sie noch niemals über Slasherinnen wissen wollten ...'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-2376977841496716435</id><published>2010-05-23T03:45:00.000-07:00</published><updated>2010-05-23T03:46:01.103-07:00</updated><title type='text'>Cancel-Wahn und Twilight</title><content type='html'>oder - wo sind meine Serien geblieben? &lt;br /&gt;Viele, viele Spoiler von Twilight über Heroes bis Numb3rs oder 24. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es euch gefällt … &lt;br /&gt;So zumindest gefällt es mir nicht. Wahrscheinlich habe ich hin und wieder bereits erwähnt, dass es sich bei dem Leben um ein Jammertal handelt. Allerdings wusste ich damals nicht, dass es noch weitaus schlimmer kommen konnte. &lt;br /&gt;Um es kurz zu machen: Alles wurde gecancelt und Twilight treibt mich die Wände hoch. &lt;br /&gt;Der Schmerz begann mit dem Absägen von 24, jetzt folgte Heroes und um mir alles, aber auch alles zu nehmen, versickert nun auch Numb3rs sang und klanglos in der Fernsehgeschichte. &lt;br /&gt;Das war das mit den wöchentlichen Kicks und der Freude am Leben. Denn Alternativen sind dünn gesät.&lt;br /&gt;Mit Supernatural habe ich es wirklich versucht, aber bis jetzt gehört die Serie noch zu denen, die mir zwar gefallen, aber dafür auch sofort entfallen. Aus den Augen, aus dem Sinn.&lt;br /&gt;Die Vampire Diaries wirken ähnlich, was wohl auch daran liegen könnte, dass ich mir letztendlich doch eine Serie für Erwachsene wünsche. &lt;br /&gt;Heroes war ja schon hart an der Grenze, aber wenigstens gab man uns Angela, Noah und Nathan. Numb3rs erfreut mit Alan, Larry und Don. Jack ist auch nicht mehr der Jüngste. &lt;br /&gt;Dagegen sind die Supernatural-Jungs wirklich niedlich, aber eben Kinder. Und dann - nicht einmal dunkelhaarig – was vermutlich ihr größtes Problem darstellt. &lt;br /&gt;Ganz abgesehen von Deans Frisur? Im Ernst, wieso muss er sich sein hübsches Haar so abratzen? Ich erinnere mich da an Dark Angel oder andere Verbrechen, in denen er sich dem ultimativen Ziel, zu meiner persönlichen Augenweide zu mutieren, schon eher annäherte. &lt;br /&gt;Aber jetzt das. Und sosehr ich auch grabe, der Schauspieler meiner Träume macht sich erfolgreich unsichtbar. &lt;br /&gt;Gehen wir sie einige durch, die sich noch hin und wieder ins Rampenlicht getrauen: &lt;br /&gt;Horatio gewinnt mit den Jahren an geradezu nervtötender Coolness. Im Ernst, das hält keiner mehr aus. Flankiert von Gestalten, die direkt diversen Barbie-Puppen-Verpackungen entsprungen scheinen und orange angeleuchtet, mutet er dem armen Zuschauer schon einiges zu. &lt;br /&gt;House – Entschuldigung – aber mit dieser Kopfrasur kann ich ihn nicht mehr ernst nehmen. &lt;br /&gt;Monk – eingestellt. Ob einfach nur unterbrochen, oder ob uns noch fehlende Folgen ins Land stehen, meine Nerven sind zu zerrüttet, um weitere Nachforschungen anzustellen. &lt;br /&gt;Lie to me – ein Highlight und Tim Roth ein ernsthafter Heiratskandidat. &lt;br /&gt;Nicht dass ich immer noch davon besessen wäre, einen Seriencharakter aus weißem Rauschen zu erschaffen und mit Hilfe der durch die Klimaerwärmung ständig einschlagenden Blitze am Leben zu erhalten. &lt;br /&gt;Ich bin schließlich nicht verrückt. &lt;br /&gt;Und wie auch immer – Cal Lightman ist mir fast ein wenig zu gemütlich, schnuckelig, aber nett. Er passt zu Peter Bishop. &lt;br /&gt;Bones – witzig, aber kein Material für mich. &lt;br /&gt;Bleibt Fringe, und das liebe ich wirklich über alles. Aber nichtsdestotrotz bin ich nicht bereit, Walter zu verslashen. Der arme Kerl hat genug durchgemacht. Und Peter ist auch wieder so ein Bübchen. Niedlich, sicher, aber in dieser Serie gewinnt Olivia den Preis für den heißesten Darsteller. &lt;br /&gt;Obwohl ich einst plante, Peter und Charlie zusammenzubringen, doch dann nahmen sie mir Charlie weg, diese komischen Leute aus anderen Dimensionen mit ihren eingefrorenen Köpfen. &lt;br /&gt;Ernsthaft – mir fehlt der Slash. Die Salvatores haben was, aber sie laufen natürlich zur Zeit nicht. Keine Nahrung für meine Obsession, keine Zeit, um mich auf die Suche nach langen, aufwühlenden Fanfictions zu begeben. &lt;br /&gt;Im Supernatural Universe hätte ich vielleicht eine Chance, aber ich schaffe es nicht, mich hineinzubegeben. Davon abgesehen, dass wir immer noch ein paar Staffeln im Rückstand sind, ich keinen Nerv habe, mir die Folgen im Original anzusehen und ebenso wenig vorhabe, mich zusätzlich zu verwirren. &lt;br /&gt;In Boston Legal wurde thematisiert, dass ein ernsthafter Mangel an TV-Programm für Senioren besteht. Wohl war. Und ich bin noch gar kein Senior. Also … ich … ähm … weigere mich … zumindest … also bin nicht …  es zuzugeben. &lt;br /&gt;Aber im Ernst. Kann man nicht eine interessante Serie basteln, die bitte kein öder Krimi ist, und die wenigen Menschen, die das – sagen wir mal - dreißigste Lebensjahr schon überschritten haben mit altersgemäßem Stoff versorgen? Ohne Schule und Cheerleader? &lt;br /&gt;Was hab ich mich gefreut über Jeff Goldblum in Criminal Intent. Jeff ist genial, ein Traum – nicht zu vergessen – dunkelhaarig. Sein Charakter interessant, die Augen hypnotisch, die Folgen – werden bereits wiederholt. Und sind weder emotional aufregend, noch irgendwie slashtastic, noch nicht einmal etwas anderes. &lt;br /&gt;Ich mag auch Jeremy Sisto, aber was soll ich mit Law and Order? &lt;br /&gt;Worauf kann sich der gemeine Zuschauer noch freuen, wenn Jack, Don und Nathan Petrelli in Rente gehen? &lt;br /&gt;Dexter ist etwas Feines, läuft aber ebenfalls nur kurz, wenn es überhaupt läuft. Battlestar Galactica vermute ich fast am Ende, zumindest sah die letzte Folge sehr nach Finale aus. &lt;br /&gt;Und ansonsten wirft man uns mit Wiederholungen zu. &lt;br /&gt;Ist es ein Wunder, wenn der Mensch dann durchdreht und zu verzweifelten Taten schreitet? Wie zum Beispiel Lesen? &lt;br /&gt;Ich gebe es zu, es ist vollbracht. Die Twilight Bücher sind überwunden. Es war ein harter Kampf, Blut, Schweiß und Tränen sind geflossen, aber ich hielt durch. Selbstverständlich ging es nicht ohne Opfer ab. Einige Gehirnzellen sind gestorben, und ich habe nicht mehr so viele davon, aber das war es wert. Rede ich mir zumindest ein. &lt;br /&gt;Immerhin weiß ich jetzt, worum es geht. Ich lernte Jacob kennen und lieben, ich litt unter dem permanenten betörenden Duft Edwards und kämpfte todesmutig gegen die ständige Übelkeit an, die seine goldenen Augen in mir auslösten. Auch seine steinharte, kalte Brust konnte ich nur bis zu einem gewissen Grade ertragen, die Anmut seiner Bewegungen brachte mich zum Äußersten und die glockenklare Stimme … entschuldigt, da kommt mir das Frühstück wieder hoch. &lt;br /&gt;Was alles natürlich nichts bedeutete im Vergleich zur Hochzeit. So schlecht war mir selten. Auch wenn die Abschlussfeier bereits einiges anrichtete. Aber das Kleid von Anne auf Green Gables? Die arme Anne – wenn sie das gewusst hätte. &lt;br /&gt;Nicht schlecht auch Bellas intelligent sensible Annäherung an den armen Jacob. Ich finde ebenfalls, dass man dem Mann, der unsterblich in einen verliebt ist, haarklein von seinen intimsten Plänen mit dem Angebeteten berichten sollte. Das mach ich auch immer. &lt;br /&gt;Überhaupt – Jacob war es natürlich, der mich bei der Stange hielt. Man musste einfach erfahren, was aus dem armen Kerl wird. Und wünscht sich dann, dass man nie davon gehört hätte. &lt;br /&gt;Jetzt ist er schon mehr als gestraft und dann prägen sie ihn auf ein Baby mit Namen Renesmee? Bitte? Mein persönlicher Vorschlag bestünde ja darin, dass die Jungs Bella mal zur Abwechslung sich selbst betören lassen und auf ein nettes Stelldichein im Wald begeben. &lt;br /&gt;Jacob verkraftet dieses Übermaß an Perfektion vielleicht. Und Edward freut sich, mal etwas Handfestes im Arm zu halten. Wie einen Gestaltwandler. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch sehr interessant. Wie wir alle wissen, spielen Gestaltwandler eine große Rolle in verschiedenen indianischen Mythologien. Offenbar hat eine nette Seele die Autorin daran erinnert, bevor sie sich noch weiter an Werwölfen vergeht und dadurch unbeliebt macht. &lt;br /&gt;Wobei mir auch einfällt – so nett und süß das Reservat auch ist, es bleibt ein Reservat. Und sagen wir es mal so: jeden Winter bekomme ich aus verschiedenen Reservaten Aufrufe, Bitten, die nicht mehr beinhalten, als den bescheidenen Wunsch nach etwas Heizmaterial, einer Chance nicht zu erfrieren, einer winzigen Verbesserung betreffend der bitteren Armut, die in vielen Reservaten alltäglich ist, wenn auch Amerika natürlich nicht damit hausieren geht. &lt;br /&gt;Gegenüber den betörend reichen Vampiren, die anscheinend unter jedem Teppich ein Bündel Geldscheine liegen haben, können Amerikanische Ureinwohner selbstverständlich immer mit ihren uralten Legenden und mystischer Weisheit punkten. Wie im richtigen Leben können sie sich allerdings davon auch nichts kaufen. &lt;br /&gt;Und dann reißt sich Jacob aus unerfindlichen Gründen auch noch ein Bein nach dem anderen aus und alles für die göttergleichen Vampire? Um dann auf ein Baby … also ich kann es nicht fassen. Abgesehen von dem leicht merkwürdigen Beigeschmack dieser Geschichte. &lt;br /&gt;Fassen wir zusammen: Die Werwölfe/Gestaltwandler/Amerikanischen Ureinwohner werden allesamt durchgehend verarscht. &lt;br /&gt;Dagegen verdienen sich die Weißnasen, also die Engelsgestalten, die weißer sind als weiß und hin und wieder sogar glitzern, das ewige Glück. Hauptsächlich dadurch, dass sie nichts tun. Also nichts Sinnvolles. Außer zu betören. &lt;br /&gt;Dann ist da noch Carlisle, der hin und wieder den Onkel Doktor spielt. Aber wie wurden meine Illusionen zerstört, als ich neugierig auf Robert Downey Jr. und Mickey Rourke wartete, aber auf der Leinwand stattdessen eine extrem hässlich blondierte, weiß gepuderte Figur auftauchte, die – laut kundiger Stimmen – Carlisle verkörpern sollte. &lt;br /&gt;Nun hatte ich mich ja schon daran gewöhnt, dass Edward wohl der am wenigsten betörende Typ ist, der mir jemals unter die Augen kam. Aber diese Figur schlägt ihn um Längen. &lt;br /&gt;Da müssen Jacob und Sam wirklich oft ihr Hemd ausziehen, um mich über den Anblick hinwegzutrösten. &lt;br /&gt;Andererseits sollte ich mir den Kunstgenuss vielleicht besser ersparen. Allein die Vorstellung, goldene Augen auch auf der großen Leinwand sehen zu müssen, begrüßt mein Abendessen. &lt;br /&gt;Ganz im Ernst – nach dieser Twilight Tortur bin ich sehr skeptisch, ob ich mir die Vampire Diaries Bücher antun soll. Vor allem, da ich mir ohnehin vorgenommen hatte, keine Übersetzungen mehr zu lesen. Sind die furchtbar oder sind die furchtbar? Im Original auch so schlimm oder geringfügig besser? &lt;br /&gt;Alles, was auf der Bestsellerliste steht, liest sich ungefähr so holprig, wie das, was ich den lieben langen Tag verfasse. Und mein eigenes Geschriebenes lese ich doch auch nicht, kommt überhaupt nicht in Frage. &lt;br /&gt;Vom Albtraum, den die wundervollen Vampire und die geplagten Ureinwohner des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten darstellen, zum Kern des Ganzen. &lt;br /&gt;Zu Bella. Geht es nur mir so, oder möchte man ihr am liebsten ihr Glück aus dem Gesicht schlagen? Wiederholt. Macht ihr ja nichts aus, denn jetzt ist sie unzerstörbar … außer es sorgt für ein wenig Spannung. Dann machen wir eine oder mehrere Ausnahmen. &lt;br /&gt;Sie kann ja so dusselig sein, wie sie will, die Emanzipations-Bewegung um Jahrtausende zurückwerfen und sich bis in alle Ewigkeit mit Edward langweilen, aber trotzdem wünschte ich doch, das Mädchen schalte hin und wieder ihr Gehirn ein. Andererseits, dann erkennt sie vielleicht, welch eine Pfeife ihr Vampir ist und bereut die ganzen Umstände. Obwohl zwei Tage in höllischen Schmerzen zu verbringen als Preis für ewiges, glückliches Leben doch ein bisschen wenig ist. Ich glaube, wir alle haben schon mal Tage in höllischen Schmerzen verbracht. Und wo bleibt unsere Belohnung? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Führt mich zu der ganz anderen Frage, die ich fast vergessen oder besser gesagt, mühsam verdrängt hatte. &lt;br /&gt;Man erinnere sich an Buffy und daran wie die Kritiker die Metapher liebten, mit der ihr erstes Mal umrissen wurde. Angeblich verdeutlichte Angels Seelenverlust die unvermeidliche Wandlung des Partners am Morgen danach. Es geht wohl nicht anders, als das dieser sich, sobald er sein Vergnügen hatte, als Mistkerl entpuppt, beziehungsweise seine Seele verliert und loszieht, um sich mit Spike und Drusilla zu verbünden. &lt;br /&gt;Wie dem auch sei – Twilight fasst die Sache ein wenig anders auf. &lt;br /&gt;Lassen wir den ganzen Vampir-Quark weg, dann bleibt, dass Bella sich – was an sich recht vernünftig von ihr ist, wenn schon sonst nichts – vor ihrer Verwandlung in eine Frau durch Edward, das unbekannte Wesen, fürchtet. Ausgesprochen nachvollziehbar. Wer weiß schon, was derjenige welcher so anzustellen imstande ist. Edward beißt in Kissen und zerlegt Möbel, andere verhalten sich vielleicht schlimmer. &lt;br /&gt;Mir persönlich kam es so vor, als zwänge Bella sich zu dem Schritt. Abgesehen davon, dass sie die ultimative Liebe wollte oder der Himmel weiß, was für einen Blödsinn, es ging ihr gewiss nicht anders als den zahllosen Frauen vergangener Jahrhunderte, die von ihren Familien verheiratet wurden und mit unklaren Beschreibungen und Anweisungen in die Hochzeitsnacht entlassen wurden. Passiert heute in vielen Teilen der Welt auch noch. &lt;br /&gt;Nur hier nicht. Hier brauchen wir einen Vampir dazu. Und eine Art von Besessenheit, den pubertierende Kinder leider nur allzu gut verstehen. &lt;br /&gt;Dass Bella dämlich ist, wissen wir alle, also soll sie doch, wenn sie es unbedingt haben muss. Oder nicht? Ist nämlich so, dass das Mädchen von heute auch irgendwann vor der Frage steht, ob sie, wann sie und mit wem. Und definitiv weiß sie auch nicht, wie ihr geschieht. In den meisten Fällen zumindest. Da geht nur Augen zu und durch. Und sich möglichst viel Romantik einreden, wenn man so will. Sich zu nichts zwingen wäre vermutlich auch nicht schlecht. &lt;br /&gt;Klar, ich denke kompliziert und um viele, viele Ecken. Es bleibt ein privater Schritt und für ein Mädchen immer gefährlich. Selbst wenn sie sich nicht selbst zu suggerieren sucht, dass ihr persönlicher Edward die Krönung aller Gefühle auf sie loslässt. Zum Beispiel könnte es doch sein, dass ein Mädchen sich selbst davon überzeugt, dass die winzige Gefahr – sagen wir mal, es ohne Kondom zu tun – lange nicht mit dem Risiko vergleichbar ist, das Bella auf sich nimmt. &lt;br /&gt;Also gut – ich gebe es zu, ich war auch mal ein Mädchen und hab mir eine Menge Zeug eingeredet. &lt;br /&gt;Aber Bella, die trotz blauer Flecken noch zutiefst beglückt ist und ihren komischen gewalttätigen Freund tröstet, vermittelt mir alle Arten merkwürdiger Assoziationen. Sie macht mich schlicht fertig. &lt;br /&gt;Ganz zu schweigen davon, dass sie – wie die Bibel es so gern hat – natürlich auch umgehend schwanger wird. Und selbstredend ihre Mutterliebe über alles stellt, ihr Leben für Edwards Klon zu opfern bereit ist, und der Himmel weiß, welche braven-Mädchen-Dinge sie sonst noch getrieben hat, die mir vor lauter Schreck entgangen sind. &lt;br /&gt;Bella opfert sich also auf – ganz klar – wer würde das nicht tun? Allerdings ist sie auch nur ein paar Tage schwanger. Da hält sich mein Mitleid gleich wieder in Grenzen. Vor allem, wenn ihr braver Werwolf wieder auftaucht und dummerweise Edward nicht in der Luft zerfetzt. &lt;br /&gt;Wir bleiben noch biblisch und der Lebenskreis darf sich schließen, während Bella unter Schmerzen, wie einst Eva, ihre monströse – ich meine natürlich – ihre anbetungswürdige Brut wirft. &lt;br /&gt;Was mich wieder zurückführt zur Quelle meines Unmutes, den schweren Verlusten, die uns zugemutet werden. Dagegen sind Bellas lächerliche Rippenbrüche gar nichts. Oder ihre zeitlich doch auch recht beschränkte Verwandlung. &lt;br /&gt;Wo sie nun auch verwandelt werden darf. Zum einen gibt es keinen Ausweg, nicht einmal Jesus sieht einen. Zum anderen hat sie ihre Pflichten als Mensch erfüllt. Sie war auf der Highschool, hat geheiratet und ein Kind gekriegt. Das dürfte ausreichen. Und dann gibt sie ja auch nur ihren weichlichen, sterblichen Körper, alle Schmerzen, ihre gesamten Schwächen und alles Leid der Welt auf. Wenn ich das richtig sehe, behält sie sogar ihre Seele und sollten die Vampire vielleicht doch einmal verscheiden, dann kommen sie vermutlich in den Himmel und nehmen den Gestaltwandlern dort auch den Platz weg. &lt;br /&gt;Da bin ich schon wieder bei einer Tragödie und somit zurück zum Leid und dem Verlust, dem schmerzhaften Einstellen all meiner Lieblingsserien. &lt;br /&gt;Ich fühle mich wie Bella, als ihr engelsgleicher Angebeteter für einen viel zu kurzen Moment so raffiniert war, sie zufrieden zulassen. Nur dass ihr unendlicher Schmerz, das Loch in ihrem Herzen nichts ist gegen die Qualen, die unsereiner so durchmacht. Schließlich wurden uns die Petrelli-Brüder für immer und ewig genommen. Wir können ihnen nicht einmal zu den Volturi hinterherlaufen, wo sie sich ihre Hemden vom Leibe reißen und dann glitzernd ins Rampenlicht treten. Nein, sie sind einfach weg. Keine tiefen Blicke, keine anstößigen Umarmungen in aller Öffentlichkeit, noch nicht einmal der Gedanke daran. &lt;br /&gt;Aber nicht nur die hübschesten aller Brüder werden uns brutal vom Herzen gerissen. &lt;br /&gt;Die glückliche Familie-Eppes und ihr unnachahmliches Talent, merkwürdige Berechnungen anzustellen – verschwunden. Die Harmonie, das zwangsläufig auftretende Happy-End, die gutaussehenden, wenngleich gottseidank nicht engelsgleichen Protagonisten ( Man stelle sich vor – attraktive, selbstbewusste, weibliche Darstellerinnen, die nicht blond sind – ungeheuer ) –  allesamt in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Nicht zu vergessen, die ersten Opfer, die durch die gewaltige Bruderslash-Welle mitgerissen wurden: Der schöne Don, mit den Jahren immer hübscher, und der süße Charlie mit den weichen Locken. Letzteren möchte frau doch nur durchknuddeln und dann ins Regel stellen. Er kriegt auch eine Tafel und Kreide, falls er sich langweilt. &lt;br /&gt;Aber nicht nur die Masse an dunkelhaarigen, inzestuösen Brüdern reißt man mir vom Herzen. &lt;br /&gt;Auch mein Lieblings-Agent, gewalttätig, schießwütig und insgesamt absolut durchgeknallt – entschied sich, die Flinte ins Korn zu werden. Und das allem Anschein nach noch bevor er sich mit seinem geliebten Tony aussprechen konnte. Ganz zu schweigen von Chase, der arme verlassene Junge, der jetzt zusehen muss, wie Kim sich mit gutherzigen Vampiren aus wildfremden Serien abgibt. Ich frage mich ernsthaft, was einen Salvatore in 24 treibt. Andererseits – die ganze Zeit Tierblut trinken – und dann ist Damon auch noch immer so gemein zu ihm. &lt;br /&gt;Da bezweifle nochmal jemand, dass auch in meiner Brust ein Riesenloch klafft. Oder in meinem Magen, ich war nie so gut darin, mich selbst zu diagnostizieren. Auf jeden Fall handelt es sich eindeutig um genau den zerstörerischen Schmerz, der auch Bella Gefahr laufen lässt, auseinander zu bröckeln. &lt;br /&gt;Wahrscheinlich hat man ihr auch ihre Serien genommen. Und jetzt zerfließt die Haut, fallen die Haare aus und von früh bis spät müssen wir uns an uns selbst festhalten, um nicht auseinanderzubrechen. &lt;br /&gt;Aber ich hab nicht mal einen Werwolf. Wo ist der riesengroße, angenehm warme Gestaltwandler, an den ich mich kuscheln kann? Er sollte aber schon sehr riesig sein, da alle von Heroes und Numb3rs und Jack verlassenen dringender Hilfe bedürfen. &lt;br /&gt;Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich nicht so enthusiastisch meinen hauswirtschaftlichen Arbeiten nachgehe, wie Bella es gewohnt ist. Das gute Kind muss ja belohnt werden, kennen wir doch aus Märchen. Die guten, fleißigen und gehorsamen bekommen am Ende den Prinzen, wahlweise den göttergleichen Vampir. &lt;br /&gt;Davon abgesehen, dass ich mich immer noch frage, wie ihr Vater die langen Jahre überleben konnte, die sie nicht bei ihm wohnte, da er ja offenkundig weder zum Kochen noch zum Putzen in der Lage ist. Nur so lässt es sich erklären, dass Bella, wenn sie sich nicht gerade nach dem Einen und Einzigen verzehrt, rund um die Uhr damit beschäftigt ist, ihn zu bekochen und hinter ihm her zu wischen. Kein Wunder, dass sie keine Zeit für ein eigenes Leben hat. Für Pläne oder altmodische Begriffe wie Selbstverwirklichung. Oder sagen wir es doch gleich: für einen Beruf? &lt;br /&gt;Kommt gar nicht in Frage, denn sobald Edward auch nur für eine halbe Sekunde aus ihrem Gesichtskreis entschwindet, klammert sie sich umgehend an Jacob und ihre Vorstellung vom Hausfrauendasein im Reservat. Interessant, dass sie sich für die irrsinnig reichen und überhaupt alles übertreffenden Unsterblichen entscheidet. Was sie natürlich nicht tut. Es handelt sich eher um höhere Bestimmung, Magie und den Hauch von Fantasy, mit dem wir den Heimatroman aufpeppen. &lt;br /&gt;Denn natürlich ist auch wieder mal alles meine Schuld. Hätte ich vorgebaut, ausgiebig trainiert, dann träfen mich Bella und Ed nicht so ins Mark. Mein Fehler, hab ich doch nie einen Heimatroman, Arztroman oder etwas in Heftchen Verfügbares studiert. Und wenn, dann wohl verdrängt. Das Resultat liegt darin, dass ich so nie eine Toleranz aufbauen konnte. &lt;br /&gt;Man warf mich direkt vom Aschenputtel zu Bella. Und Aschenputtel, so hab ich mir sagen lassen, war wenigstens mutig und kreativ. Schließlich ging sie zum Ball, machte sich hübsch, tanzte freiwillig. Also so schlecht ist Bella nicht. Sie macht sich immerhin auf und geht zu den Vampiren, aus welchen Gründen auch immer. Was kann sie dafür, dass sie Jacob das Herzblut aussaugt und ihn dann auch noch auf ihr Baby … ürgh. &lt;br /&gt;Egal, ich weiß wie es gemeint ist. Und Frau Meyers macht das sehr niedlich. Versöhnt hat mich wirklich die Passage aus der Sicht Jacobs. Die verlief so völlig ohne Betörung. Nicht einmal goldene Augen oder süßliche Düfte zerrten an den Nerven. Wenn Bella etwas mehr von Jacob hätte … aber da bin ich schon wieder bei Jacob/Edward. Eigentlich ist es egal, Jacob kann sich mit jedem paaren. Zumal ich, obwohl ich kürzlich über eine geheimnisvolle DVD mit dem Titel Robmania gestoßen bin, die offenbar zum Thema hatte, wer sich wie oder warum in Edward verliebt, nicht so recht das Verständnis für seine Schönheit aufbringe. Und wie Jacob in Wirklichkeit – also im Film – aussieht, vergesse ich immer. Im Buch ist er wenigstens riesengroß, stark, ewig jung und wer ihn hat, braucht nie wieder eine Wärmeflasche. &lt;br /&gt;Was mich schon wieder an den brennenden Schmerz, also das Loch in meinem Magen, die Qual in meinen Eingeweiden … eben die unaussprechlichen Verluste erinnert, die das Schicksal bereithält. Es fehlt eindeutig an der perfekten Serie, die vorzugsweise nur dunkelhaarige Darsteller beschäftigt, denen das Haare-Schneiden untersagt ist. Es sei denn, sie schneiden sie sich gegenseitig, im Rahmen eines gemeinsamen Schaumbades, vor laufender Kamera. Natürlich ist Drama Voraussetzung, das heißt, es könnte sich bei ihnen – bin ich mal kreativ – um Brüder handeln, die unsterblich ineinander verliebt sind, gleichzeitig die Welt retten, das Böse bekämpfen, als Undercover-Agenten düstere Abgründe erforschen und hin und wieder schwer verletzt werden. Damit der andere sie dann trösten und wieder aufpäppeln kann, während sie sich mit ihrer Schuld und Sündhaftigkeit quälen. &lt;br /&gt;Ist doch ganz einfach – warum dreht niemand so eine Serie? &lt;br /&gt;Mal überlegen, ob es mir jetzt schon besser geht: &lt;br /&gt;Frust – erstmal abgehakt&lt;br /&gt;Twilight-Irritation – behandelt&lt;br /&gt;Unerfüllbare Wünsche – ans Universum gerichtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, mich mit Gilmore Girls zu trösten, der Serie, die mich erst recht wahnsinnig macht. Das nur, weil ich Scott Patterson, alias den lieblich grantigen Luke Danes gerade in Saw IV gesehen habe. &lt;br /&gt;Meine masochistische Ader zwingt mich leider nicht nur dazu, Twilight zu lesen, sondern auch zum Betrachten unendlich blutiger Horror-Streifen. Und Luke beim Durchwandeln finsterer fieser Kerker beweist wieder, welch hübsche Augen er besitzt. Sollte eigentlich reichen. &lt;br /&gt;Außerdem tröstet es mich irgendwie zu sehen, in welche Abgründe es ihn ohne Jess treibt. &lt;br /&gt;Oder das schwere Schicksal des zuletzt Erwähnten wirkt ausgleichend auf meine aufgewühlte Seele. Jess hatte es schließlich schon immer schwer. Vielleicht ist Edward mit Bella sogar noch besser dran, als er mit Rory. Vielleicht bin sogar ich besser dran – was mich allerdings auch nicht recht beruhigt. &lt;br /&gt;Das mit dem Jammertal hatte ich schon … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;also Schluss für den Moment.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-2376977841496716435?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/2376977841496716435/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=2376977841496716435' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2376977841496716435'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2376977841496716435'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/05/cancel-wahn-und-twilight.html' title='Cancel-Wahn und Twilight'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-4770635503550670862</id><published>2010-04-17T10:23:00.000-07:00</published><updated>2010-04-17T10:24:40.127-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>ebooks</title><content type='html'>Veröffentlicht als ebook, Verlag: Club der Sinne&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.club-der-sinne.de/romantische-Literatur/Unnahbar-Eine-Liebe-unter-Frauen-Sigrid-Lenz::113.html?XTCsid=58176ba3bcfb4d558b28e6a42cfd7068"&gt;Unnahbar - Eine Liebe unter Frauen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.club-der-sinne.de/erotische-Literatur/Dem-Verlangen-ausgeliefert-Sigrid-Lenz::162.html"&gt;Dem Verlangen ausgeliefert&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.beam-ebooks.de/suchergebnis.php?Type=Author&amp;sw=Sigrid+Lenz&amp;x=9&amp;y=12"&gt;Beam-eBooks&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Veröffentlicht als ebook, Verlag: palmbyte&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.palmbyte24.de/shop/Krimi/Lenz-Sigrid-Wintermaerchen.html"&gt;Wintermärchen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://mobipocket.com/EN/eBooks/eBookDetails.asp?BookID=285403"&gt;Wintermärchen in mobipocket&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/10729694/sigrid_lenz_wintermaerchen.html;jsessionid=F474F338B3CD8695C2D184180575E176.www01"&gt;Wintermärchen in Libri&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beiträge in Anthologien:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/DAS-WORT-STORY-CENTER-2009/dp/3839136024/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1261231239&amp;sr=1-1"&gt;Das Wort&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Autorenfoto im Sirius Verlag: &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=201644&amp;id=317612811182"&gt;Autorenfoto&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-4770635503550670862?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/4770635503550670862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=4770635503550670862' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/4770635503550670862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/4770635503550670862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/04/ebooks.html' title='ebooks'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-8727185310190479546</id><published>2010-04-07T08:53:00.000-07:00</published><updated>2010-04-07T08:54:49.875-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Was Frauen wollen ...</title><content type='html'>Will Yun Lee, Bionic Woman, Starbuck … hübsche Männer und ihre Nebenrollen … &lt;br /&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stets auf emsiger Suche nach hübschen Männern fand ich nach vielen Irrläufern und Irrtümern ein besonders niedliches Exemplar. &lt;br /&gt;Wie immer handelt es sich auch hier um eine Wieder-Entdeckung. Beim ersten Mal bin ich dann doch gelegentlich etwas begriffsstutzig. Aber beim zweiten Mal fallen mir dann doch häufig die Bretter vom Kopf. &lt;br /&gt;Wenigstens ein paar. Und bei Will Yun Lee handelt es sich, wie ich unumwunden zugeben muss, um ein absolutes Sahneschnittchen. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass es sich bei ihm um das perfekte Accessoire für die Frau von heute handelt. Für die starke Frau natürlich. Und zwar nicht nur heute, sondern bereits im vorigen Jahrzehnt kam dieselbe kaum ohne ihn aus. &lt;br /&gt;Da war einmal, vor langer langer Zeit ‚Witchblade‘? Eine wunderbare Serie und die erste Gelegenheit – für mich zumindest – die Schönheit des jungen Will zu bewundern. Auch wenn er in der Show nebenbei verheiratet war, und auch noch tot, besser gesagt ein Geist. Und ich keine Ahnung hatte, was Slash ist. Oder dass es legal ist, niedlichen Männern hinterher zu sehen. Doch bot die Serie allein schon das perfekte Vehikel, um ein junges, hübsches, dunkelhaariges Schnuckelchen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz zusammengefasst – oder besser gesagt – woran ich mich noch erinnere: bei Witchblade handelte es sich um eine Comic-Verfilmung, in der eine starke Frau ein Armband trägt, welches gelegentlich zur Rüstung mutiert und ihr ermöglicht für die gute Sache zu kämpfen. Ich denke, sie war Polizistin. Und wenn mich nicht alles täuscht gab Will Yun Lee ihren im Dienst gemeuchelten Kollegen, der aus Gründen, die mir ebenfalls entfallen sind, gelegentlich ein wenig spukte. &lt;br /&gt;Dummerweise wurde die Serie gecancelt und zwar aus so lächerlichen Gründen wie der anhaltenden Trunkenheit der Hauptdarstellerin. Ganz im Ernst – mich hat das nicht gestört, ich mochte die Geschichte. Und ich speicherte Wills hübsches Gesicht in mein Langzeitgedächtnis, zusammen mit anderen Schönheiten wie den jungen Adrian Pasdar oder Flatliner - Kiefer Sutherland, die sich dort zur Ruhe betteten und nur darauf warteten, bei überraschend auftretenden Erfolgen wieder hervorgekramt zu werden. Übrigens schlummert auch Yancy Butler dort unten noch geduldig vor sich hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, lange Zeit hörte und sah ich nichts von Will. &lt;br /&gt;Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, nebenbei bekomme ich ohnehin nicht einmal die Hälfte mit, und so hatte er einen sensationellen Auftritt als Gegner Elektras. Ein wenig Martial Art und Will erzielte den Effekt, für den er geboren war, oder gecastet wurde: er hübschte Jennifer Garner ein wenig auf. &lt;br /&gt;Nicht dass sie es nötig hatte, das wird jeder bestätigen können, der sie in diesem roten, hautengen Nichts bewundern durfte. &lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz, wir erkennen das Muster: Starke Frau, die sich gerne herum prügelt und Will Yun Lee als angenehmer Blickfang im Hintergrund. &lt;br /&gt;Ich könnte mir vorstellen, dass vor vielen Hunderten von Jahren gelegentlich die ein oder andere Frau im Hintergrund als Schmuck des agierenden Helden missbraucht wurde. Aber selbst wenn dem wirklich so gewesen sein sollte, diese mittelalterlichen Zeiten sind lange vorbei. &lt;br /&gt;Heutzutage dekoriert sich die selbstbewusste Frau, die Milo Ventimiglia nicht haben kann, mit Will Yun Lee. Unglücklicherweise gibt es davon nur einen, soweit ich weiß. &lt;br /&gt;Und nachdem Elektra ihn im Staub zertreten hatte, sah und hörte ich wieder nichts von ihm, konnte nichts dagegen tun, dass er erneut abrutschte in meine persönliche Vergessenheit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gibt es, und ich wage kaum es zuzugeben - beziehungsweise zuzugeben, dass ich selbige lese - diese Numb3rs Fanfiction, die Will, oder einen Will-Klon als Original Charakter einführt und in Dons bessere Hälfte verwandelt. &lt;br /&gt;Nur ein weiterer Beweis dafür, dass Slash-Schreiberinnen erheblich mehr Geschmack besitzen, als zum Beispiel durchschnittliche Drehbuchautoren oder Serienschaffende. &lt;br /&gt;Obwohl ich im Hinblick auf die aktuelle Staffel Numb3rs nicht umhin kann zu erwähnen, dass – wer immer Don dazu gezwungen hat, sich die Haare wachsen zu lassen - meine ewige Dankbarkeit, unerschütterliche Liebe und restlose Hingabe besitzt. Diese Haare sind eine Sünde. Hat jemand diese Haare gesehen? Hat jemand Don Eppes mit diesen Haaren gesehen? Ein Traum! Fluffig, flauschig, göttlich. Dazu seine dunklen Augen, die ebenso sprühen wie melancholisch in die Ferne blicken können … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich entferne mich vom Thema und frage mich gerade, ob ein solches überhaupt notwendigerweise existiert. Eigentlich wollte ich doch nur kurz Wills engelsgleiche Schönheit erwähnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Engelsgleiche Schönheit passt nebenbei hervorragend in eine Fanfiction, in der ein Charakter, welcher zufällig aussieht wie Will Yun Lee auch noch Will genannt wird. Nur um mich zu verwirren, selbstverständlich. &lt;br /&gt;Was unweigerliche geschieht, weil der schöne Will im aktuellen TV-Programm zur Unterstützung gleich zweier starker Frauen auftritt. Und damit meine ich wirklich, ehrlich, ganz doll starke Frauen. &lt;br /&gt;Unglücklicherweise hieß der gemeuchelte Verlobte einer der beiden Damen Will. Was bedeutet, dass meine Verwirrung regelmäßig und jeden Mittwoch Abend zunimmt. Da ist dann von Will die Rede, aber Will ist nicht Will, sondern Jay. Und ich sehe Will vor mir, wie er als Jay angesprochen wird, und nebenbei Will erwähnt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist zu viel für mein durch Serienmissbrauch aufgeweichtes Gehirn. &lt;br /&gt;Ich spreche natürlich von ‚Bionic Woman‘, der Serie, in der unser Will nicht nur Martial Art Kunststücke vollbringen darf, in sexy Tops seine Muskeln spielen lässt, über denen schweißglänzende Haut sich in glatten Rundungen wölbt – nein – er schwingt auch noch sein seidenweiches, langes Haar oder bindet selbiges im Nacken zu einem neckischen Schwänzchen zusammen. Das ist eindeutig ein Angriff auf die niederen Instinkte der holden Weiblichkeit und/oder natürlich auch der interessierten, männlichen Bevölkerung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch lassen sich sämtliche starken Frauen der Serie und ebenso die vereinzelt auftretenden Männer wie Miguel Ferrer als Chef von allem und jedem in keiner Weise von Wills Schönheit ablenken. Vollkommen unverständlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als wäre das noch nicht genug, so schenkte ein gütiges Geschick unserem Will auch noch einen Nebenplot mitsamt einer tragischen Liebesgeschichte. &lt;br /&gt;Nicht dass ich diese verstünde, aber so spät am Abend kann man von mir nicht mehr erwarten, dass ich Feinheiten begreife. &lt;br /&gt;Mir ist nur klar, dass er die ultimative starke Frau, mit anderen Worten die erste bionische Frau alias Battlestar Galacticas Starbuck, alias einer Nebenrolle im neuen 24, alias einer Vielzahl anderer Rollen starker Frauen, denn dafür wurde sie offenbar geschaffen, liebt. Genau, Will, also Jay, liebt Starbuck. Natürlich ist alles nicht so einfach. Weil sie verrückt ist und er nicht weiß was er will. Und dann hampelt da auch noch die andere bionische Frau herum. Aber ich bin ja nicht kleinlich. Solange ich Will bewundern darf, und, wenn er nicht im Bild ist, attraktive Frauen anhimmeln kann, solange ist die Welt in Ordnung. Wenigstens bis zur nächsten Folge mit Dons Haaren, oder dem nächsten Bericht über die Band From TV und den spannenden Fakten betreffend Adrian Pasdar – hat er sich rasiert oder nicht – wie kurz ist sein Haar – was macht der Typ überhaupt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das war meine Werbung für Will Yun Lee. Nächste Woche vielleicht ein anderer hübscher Dunkelhaariger. Frau gönnt sich ja sonst nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da ich gerade von Frauen spreche, noch schnell  zu etwas komplett anderem. Denn gerade fällt mir eine weitere starke Frau ein. Doch selbige kommt, mir vollkommen unverständlich, ganz und gar ohne Will aus. Und erklären lässt sich das nicht im Geringsten. Gut, sie hat Peter Bishop und der ist auch süß. Aber andererseits stünde Olivia Dunham ein Will zum Dessert auch gut. &lt;br /&gt;Das dürfte eventuell zwar ihre Beziehung mit Lorelei Gilmore komplizieren. Aber was ist heutzutage schon einfach? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und für weitere Ausflüge in ein wirres Gehirn: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;br /&gt;http://www.palmbyte24.de/shop/Krimi/Lenz-Sigrid-Wintermaerchen.html&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.palmbyte24.de/shop/Krimi/Lenz-Sigrid-Wintermaerchen.html" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/winter5251.jpg" border="0" alt="Wintermärchen"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Echt – kein Schmutz – ich hab mal keinen Schmutz geschrieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-8727185310190479546?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/8727185310190479546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=8727185310190479546' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8727185310190479546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8727185310190479546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/04/was-frauen-wollen.html' title='Was Frauen wollen ...'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_winter5251.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-9175649331027742161</id><published>2010-04-02T09:10:00.000-07:00</published><updated>2010-04-02T09:11:29.463-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Wintermärchen - ein Krimi</title><content type='html'>http://www.palmbyte24.de/shop/Krimi/Lenz-Sigrid-Wintermaerchen.html&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.palmbyte24.de/shop/Krimi/Lenz-Sigrid-Wintermaerchen.html" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/winter5251.jpg" border="0" alt="Photobucket"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-9175649331027742161?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/9175649331027742161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=9175649331027742161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9175649331027742161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9175649331027742161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/04/wintermarchen-ein-krimi.html' title='Wintermärchen - ein Krimi'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_winter5251.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-8944155095519392918</id><published>2010-02-28T10:36:00.000-08:00</published><updated>2010-02-28T10:37:22.002-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><title type='text'>Freitags bei den Gilmores</title><content type='html'>Titel: Verrückte Welt - Freitags bei den Gilmores&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;Rating: PG-13&lt;br /&gt;Genre: Gen, Quatsch, Femslash, Crossover&lt;br /&gt;Fandoms: Gilmore girls/Fringe ,Anzeichen von Heroes&lt;br /&gt;Pairings: Lorelei Gilmore/Olivia Dunham, Rory Gilmore/Jess Mariano, Emily Gilmore/Richard Gilmore&lt;br /&gt;Inhalt: Lorelei versucht, ihren Eltern die neue Liebe ihres Lebens vorzustellen. &lt;br /&gt;Anmerkung: Fringe geht weiter. Und als mir das klar wurde, fiel mir ebenfalls ein, dass ich ein Freitagabend Dinner bei den Gilmores schreiben wollte. Olivias POV, und vermutlich vollkommen out of character, da mir mittlerweile so gut wie alles aus Fringe entfallen ist. Mit Ausnahme der Tatsache, dass Olivia ziemlich heiß ist. Peter auch, ich mache da keine Unterschiede. Ach ja, Walter sowieso. &lt;br /&gt;Spielt nach Gilmore girls und irgendwo während der ersten Staffel Fringe, vermute ich. &lt;br /&gt;Disclaimer: Nichts davon gehört mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist es also.“ Olivia hob anerkennend ihre elegant gezupften Augenbrauen. &lt;br /&gt;„Das ist es“, bestätigte Lorelei und scharrte mit einem ihrer hochhackigen Schuhe nervös im Kies vor dem Anwesen. &lt;br /&gt;Eigentlich sollte es Olivia nicht beunruhigen, dass Lorelei sich nervös gebärdete, sie kannte die andere gut genug, hatte den Geschichten um und über die berüchtigten Gilmores ausreichend gelauscht, um damit zu rechnen, dass Lorelei sich aufgeregter als üblich benahm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es beunruhigte sie vielmehr, dass sie selbst einen Anflug ungewohnter Nervosität an sich bemerkte. Was an sich schon vollkommen absurd war. Bei allem, was sie gesehen und erlebt hatte, zählte ein Familienessen weiß Gott zu den angenehmeren Torturen des Lebens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch konnte sie nicht bestreiten, dass ihr sonst so regelmäßig schlagender Puls eine leichte Erhöhung aufwies, dass sie fühlen konnte, wie die Blässe ihrer Haut von einem leicht rosa Schimmer unterstrichen wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia klappte ihren Handspiegel zu und nahm Loreleis Hand. „Es hilft nichts“, bestimmte sie energisch. „Wir bringen das jetzt hinter uns.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei trat von einem Fuß auf den anderen und sah hektisch links und rechts über ihre Schulter. &lt;br /&gt;„Ich sehe Rorys Wagen noch nicht“, wandte sie rasch ein. „Wir sollten warten, bis Rory und Jess auftauchen.“ &lt;br /&gt;Olivia seufzte. Wenn sie eins gelernt hatte, dann war es, dass unnötige Aufschübe, das Unausweichliche nur noch schlimmer machten. &lt;br /&gt;Sachte schob sie Lorelei zur prächtigen Pforte. „Keine Ausflüchte“, murmelte sie aufmunternd. „In ein paar Stunden sitzen wir gemütlich bei einem doppelten Espresso und lachen darüber.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei verdrehte die Augen. „Wenn ich das nur glauben könnte.“ Sie schüttelte ihren Kopf, dass die dunklen Locken flogen. „Aber Emily ist nicht vorhersehbar. Gerade wenn du es am wenigsten erwartest, schlägt sie zu.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia seufzte. „Ich habe dir von Walter erzählt. Wenn das kein Beweis ist, dass ich mit jedem Exemplar menschlicher Daseinsform zurechtkomme, ob sie nun von diesem oder einem anderen Planeten stammt, dann weiß ich auch nicht.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei stöhnte leise. „Vertrau mir. Im Vergleich kann es sich nur um einen entzückenden älteren Herrn handeln.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia räusperte sich. „Du weißt doch auch von Peter: undurchsichtig, kriminelle Tendenzen, braucht dringend eine Therapie …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei seufzte leidvoll. „Du kennst ja auch Jess noch nicht. Glaub mir, meine Leute sind schlimmer.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia fuhr sich mit der Hand über die Stirn, zwang sich dann zu einem schwachen Lächeln. „Wir waren uns doch einig, dass das hier kein Wettbewerb wird.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei sah betreten auf den Boden. „Du hast Recht. Aber du weißt doch, was alleine der Gedanke an meine Mutter bei mir anrichtet.“ Sie sah hilfesuchend zu der Blonden auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia zog Lorelei an sich und küsste sie auf die Nasenspitze. „Ich weiß. Und ich weiß auch, dass du maßlos übertreibst.“ &lt;br /&gt;„Und dass ich verrückt bin“, ergänzte Lorelei dankbar. &lt;br /&gt;„Dafür bin ich ja da“, nickte Olivia. „Es ist mir immer wieder ein Vergnügen, dich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beherzt ging sie daran, Lorelei halb zu ziehen, halb zu schubsen, bis sie die Stufen zur Tür zurückgelegt hatten. &lt;br /&gt;Olivia bemühte sich, nicht allzu beeindruckt zu erscheinen, als ein adrettes Dienstmädchen in Uniform sie mit einem freundlichen Lächeln hereinbat und ihnen aufmerksam die Mäntel abnahm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Lorelei“, hörte Olivia die Stimme einer Frau, die, wie sie neidlos zugeben musste, ungemein gut zu der Persönlichkeit, die nun auftrat, passte. Ausgesprochen vorteilhaft gekleidet und insgesamt eine gepflegte Erscheinung gehörte Emily Gilmore in dieses Ambiente, als sei sie dort hineingeboren. &lt;br /&gt;Auch der leicht herrschsüchtige Ton und der kritisch überraschte Gesichtsausdruck beim Anblick Olivias stimmten sowohl mit ihrem Auftreten als auch mit den Erzählungen Loreleis überein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia probte ihr freundlichstes Lächeln, als die eintretende Frau sie von oben bis unten musterte. &lt;br /&gt;„Oh. Ich wusste nicht, dass du eine Freundin mitbringen wolltest“, stellte Emily fest. „Eigentlich dachten wir, du wolltest uns den neuen Mann in deinem Leben vorstellen. Um den du so ein Geheimnis machst.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schüttelte den Kopf. „Als ob uns noch etwas überraschen könnte, nachdem Rory sich für diesen brotlosen Künstler entschieden hat.“ Emily stieß einen gepeinigten Seufzer aus. „Aber was sollte auch passieren. Nach dem Vorbild, das du ihr mit dem Café-Besitzer gegeben hast.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Luke ist ein netter Kerl“, fuhr Lorelei auf. „Hör auf, ihn schlecht zu machen.“ Sie warf Olivia einen hilfesuchenden Blick zu. „Es liegt nicht an ihm, dass das zwischen uns nicht gehalten hat.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Darauf könnte ich wetten“, schnappte Emily ärgerlich. „Wir wissen alle, dass du keinen Mann an dich binden kannst. Du kannst noch nicht einmal jemanden zu unserem Freitagsessen mitbringen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei griff nach Olivias Hand. „Mum, ich wollte euch jemanden vorstellen …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sind die Kinder schon da?“ Eine dröhnende Stimme gefolgt von der stattlichen Erscheinung Richard Gilmores betrat den Raum. &lt;br /&gt;„Nicht ganz, mein Lieber“, antwortete Emily, ging auf ihn zu und rückte mit missbilligendem Blick seine Krawatte gerade. &lt;br /&gt;„Lorelei hat uns ihren Freund doch nicht mitgebracht. Ich habe dir doch gesagt, dass sie sich weigern wird.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das Mädchen braucht Zeit“, beschwichtigte Richard trocken. „Du weißt doch wie sie ist. Und schließlich wollen Rory und Jess auch kommen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jess“, stieß Emily ärgerlich hervor. „Du weißt genau, dass unsere Kleine zu gut für diesen Nichtsnutz ist.“ Sie sah sich kurz nach Lorelei um, die immer noch Hand in Hand mit Olivia da stand. &lt;br /&gt;„Ich hege die schlimmsten Vorahnungen betreffend der Tatsache, dass Lorelei uns nicht mit ihrer neuen Bekanntschaft bekanntmachen will. Wer weiß, vielleicht trägt er ein blaues Augen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nun“, stimmte Richard zu und wandte sich der Hausbar zu. „Jess ist sicher nicht das, was wir uns für das Kind erträumt haben.“ Er warf einen bedeutungsvollen Blick auf Lorelei. „Darin stimmen wir alle überein. Seine Familie benimmt sich entsetzlich. Ich denke da nur an dieses Mittelalter-Fest.“ &lt;br /&gt;„Das waren Liz und T.J“, warf Lorelei ein. „Luke hatte nichts damit zu tun, dass das Feuer für die Schweinerippchen auf das Rathaus übergegriffen hat. Und Jess … ist eben Jess“, murmelte sie in Ermangelung einer besseren Erklärung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hast du das gehört?“, seufzte Emily. „Schweinerippchen. Womit haben wir das verdient.“ &lt;br /&gt;Lorelei ging einen Schritt vorwärts und zog Olivia automatisch mit. &lt;br /&gt;„Übrigens habe ich jemanden mitgebracht“, unterbrach sie Emily. „Das hier ist Olivia. Ich habe sie kürzlich kennengelernt …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie nett“, dröhnte Richard. „Was trinken Sie denn?“ &lt;br /&gt;Bevor Olivia antworten konnte, sprang Emily Richtung Fenster. „Ich denke, ich höre sie. Unsere Rory lässt mal wieder viel zu lang auf sich warten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei stieß einen Seufzer aus, bis ihre Schultern herabsanken. Sie wechselte einen Blick mit Olivia, bevor sie deren Hand losließ, um das Getränk in Empfang zu nehmen, das ihr Vater ihr reichte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal kam Emily dem Hausmädchen zuvor und riss die Tür auf. &lt;br /&gt;„Meine Güte, Rory“, stieß sie hervor. „Was muss eine Großmutter alles tun, um ihre Enkelin zu Gesicht zu bekommen? Du machst dich wirklich viel zu rar.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie umarmte die junge Frau, die Emily liebevoll auf die Wange küsste. Dann lief diese weiter zu Richard, um ihn derselben Prozedur zu unterziehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In auffallendem Abstand folgte ein junger Mann, den Olivia scharfsinnig als Jess identifizierte. &lt;br /&gt;„Du hast Jess mitgebracht“, sagte Emily mit einem bedeutungsvollen Blick auf Lorelei. &lt;br /&gt;„Wir waren doch beide eingeladen“, erwiderte Rory verwirrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber natürlich“, lächelte Emily zuckersüß. „Hallo, Jess.“ &lt;br /&gt;Der junge Mann nickte nur und seine Augen wanderten zu Richard, der eifrig mixte. &lt;br /&gt;„Hi“, entschloss er sich schließlich zu sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es tut mir leid, dass ich so selten loskomme“, schwatzte Rory. „In der Redaktion ist der Teufel los. Ohne mich geht da gar nichts. Oh, hallo Olivia!“ &lt;br /&gt;Sie winkte der blonden Frau zu. „Ich wusste nicht, dass du heute auch kommst.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja“, meinte Richard leutselig und reichte Olivia einen Martini. „Lorelei wollte uns ihren Freund nicht vorstellen.“ Er verbeugte sich leicht in Richtung Olivia. „Aber wir sind froh, so attraktiven Ersatz gefunden zu haben.“ &lt;br /&gt;„Aber wisst ihr denn nicht …“, begann Rory, verstummte jedoch mit einem eisigen Blick aus Loreleis Augen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja, danke, Weißwein nehme ich gerne“, akzeptierte sie stattdessen das Glas, das Richard ihr entgegenhielt. &lt;br /&gt;„Jess trinkt sicher Bier“, erklärte Emily mit einem schiefen Blick auf den Dunkelhaarigen. Dieser nickte erneut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rory huschte rasch an seine Seite und legte ihm die Hand auf die Schulter, als wolle sie ihm ihre Unterstützung versichern. Olivia fiel das kurze, unerwartet sanfte Lächeln auf, das für einen Moment die ernsten Züge erhellte. Sie runzelte die Stirn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als Richard ihrem Mann winkte, trat Rory zur Seite und hängte sich stattdessen bei ihrer Mutter ein. Die beiden zogen sich umgehend in eine Ecke des Zimmers zurück und begannen damit, leise zu schnattern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia verdrehte die Augen. Familientreffen. Fabelhaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Und, wie läuft das Geschäft?“, erkundigte Rorys Großvater sich im Austausch gegen das Bier. &lt;br /&gt;„Es geht“, meinte Jess und nahm einen Schluck. &lt;br /&gt;„Na, das hört sich doch … zumindest nicht allzu schlecht an“, bemerkte Richard und warf Emily einen bedeutungsvollen Blick zu. &lt;br /&gt;„Ja“, meinte Jess und nahm einen weiteren Schluck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia beobachtete den Austausch mit regem Interesse. Sie könnte wetten, dass Richard mindestens ein angehängtes ‚Sir‘ erwartete. Und ebenso sicher war sie sich, dass Jess sich dessen ebenfalls bewusst war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia musterte den jungen Mann interessiert. Lorelei hatte so gut wie gar nichts über ihn erzählt. Und das Wenige, was sie erwähnt hatte, ließ klar durchblicken, dass sie ihn nicht leiden konnte. &lt;br /&gt;Und Olivia musste zugeben, dass sie ihre Haltung, obwohl sie Jess gerade erst kennen gelernt hatte, verstand. Der Junge strahlte eine Zurückhaltung aus, die ihr verdächtig vorkam. Niemand, der nichts zu verbergen hatte, benahm sich derart zugeknöpft. Familiäre Differenzen hin oder her. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogar Emilys und Richards Abneigung schien ihr nicht völlig aus der Luft gegriffen. Als FBI-Agentin verfügte sie doch über eine gewisse Menschenkenntnis, die es ihr erlaubte, klare und meist zutreffende Urteile zu fällen. &lt;br /&gt;Und dieser Junge kam Olivia auf eine geradezu unangenehme Weise bekannt vor. Sie durchforstete ihr Gedächtnis nach Kleinkriminellen und Fahndungsfotos, aber dieses Mal ließ es sie im Stich. &lt;br /&gt;Auf der anderen Seite hätte Lorelei wohl kaum zugelassen, dass ihre Tochter jemanden heiratet, der mit dem Gesetzt in Konflikt stand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gedankenverloren nippte Olivia an ihrem Martini. &lt;br /&gt;Natürlich war da diese offensichtlich gegenseitige und nicht zu leugnende Abneigung. Welche an sich ebenfalls wieder kein Wunder sein dürfte. Fühlte Jess sich als das erkannt, was auch immer er war, so erschien es nur logisch, dass er den Abstand wahrte. &lt;br /&gt;Keinen Sinn in dem Ganzen ergab allerdings Rory, aber andererseits verstand Olivia durchaus, wie leicht eine Frau auf den falschen Mann hereinfallen konnte. Viel zu leicht, wenn sie ehrlich zu sich war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia entschloss sich in die Ermittlungen, sprich in die Unterhaltung, einzugreifen. „Sie besitzen einen Buchladen, wie ich gehört habe“, warf sie in das gründlich verstummte Gespräch und erwartete neugierig die Reaktionen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richard blickte dankbar auf. Offenbar war er kaum gewohnt mit dem jungen Mann allein gelassen zu werden. Für einen Moment wünschte Olivia sich, sie hätte der Hochzeit beiwohnen können. Aus rein psychologischem Interesse natürlich. Diese Familie bot eine Menge Material für den Freizeit-Analytiker. Und wenn Olivia mal nicht gezwungen war, sich mit den abgedrehten Dimensionen dieses und anderer Universen zu beschäftigen, dann befasste sie sich umso lieber mit dem rein Menschlichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jess kniff seine Augen ein wenig zusammen. Ein klein wenig nur, aber dieser Ausdruck vermittelte zugleich eine instinktive Vorsicht und die verdeckte Frage, wer um Himmels willen diese blonde Frau dort war, deren Prüfung er sich nun zusätzlich zu der verschiedener Gilmores unterziehen sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir haben ihn gemietet“, gab er zurück. „Ich arbeite in einem Kleinverlag.“ &lt;br /&gt;Olivia hob die Augenbrauen. „Wie schön“, meinte sie und fasste mit spitzen Fingern den Spieß, der in ihrem Glas steckte. Sie rührte zweimal um und saugte dann an der ersten von zwei Oliven, bis diese in ihrem Mund verschwand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für einen Augenblick bemerkte sie, wie sich Jess‘ Augen weiteten, bis sein Mund sich in einer geradezu angewiderten Grimasse verzog. Olivia nickte sich selbst innerlich zu. Sie wusste, dass sie dieses Gesicht kannte. Nur woher, darauf kam sie noch nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jess trank aus seiner Flasche und sah geflissentlich an ihr vorbei. Manieren waren nicht sein Ding, was Olivia in einer Umgebung wie dieser beinahe schon komisch erschien. &lt;br /&gt;Andererseits, wenn der Junge hier etwas plante, dann verhielte er sich mit Sicherheit freundlicher. Nein, offensichtlich, dass er das Essen nur erduldete, weil es Rory wichtig war. Und diese Tatsache wiederum erinnerte Olivia nur allzu sehr an die eigenen Beweggründe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie warf einen Blick in den Winkel, in den sich Lorelei und Rory zurückgezogen hatten, und beobachtete erleichtert, wie sich die beiden aus der Abgeschiedenheit lösten und Arm in Arm auf die Gruppe zukamen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rory löste sich von Lorelei und hängte sich stattdessen bei Jess ein. Lorelei griff automatisch nach Olivias Hand, als Emily aus Richtung der Küche, wie die Blonde annahm, wieder auftauchte. Einen in die Runde geworfenen herrschsüchtigen Blick später verkündete Emily, dass das Abendessen bereit stünde und befahl die Gruppe zu Tisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nur gut, dass ich die Gedecke auf sechs Personen abgezählt habe“, murmelte sie, während Jess Rory den Stuhl zurechtrückte und Olivia die gleiche Geste für Lorelei ausführte, die allerdings offenbar zu beschäftigt damit war, aus Emilys Worten Sinn zu entwickeln, als dass sie diese bemerkte. &lt;br /&gt;Emily fuhr daher ungebremst fort. „Ich meine, wenn du IHN auch mitgebracht hättest, dann wären wir in Schwierigkeiten geraten. Aber nun stimmte wenigstens die Zahl.“ &lt;br /&gt;„Wen denn?“, fragte Richard, abgelenkt durch den Anblick der aufgefahrenen Speisen. &lt;br /&gt;Emily seufzte. „Das habe ich doch bereits erwähnt. Lorelei enthält uns wieder einmal ihren Freund vor. Ich verstehe nicht, warum wir jedes Mal wieder so lange betteln, bis sie sich bequemt. Schließlich kann nichts peinlicher sein, als eine Schwangerschaft noch bevor die Schule beendet ist. Ganz zu schweigen von allem, was folgte.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mum!“ Lorelei lief hellrot an. „Das wollte ich dir doch schon die ganze Zeit sagen …“ &lt;br /&gt;„Ach.“ Emily spitzte die Lippen. „Es ist also schon wieder beendet. Das hätte ich mir doch denken können. Wenn jemand es schafft, dass einem jeder Mann davon läuft, dann ist es unsere Tochter.“ Sie seufzte auf. „Wärst du doch bei Christopher geblieben. Ein anständiger und betuchter Mann ist alles, was eine Frau sich wünschen kann.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mum!“ &lt;br /&gt;Olivia beobachtete interessiert, wie Loreleis Gesichtsfarbe sich vertiefte. &lt;br /&gt;„Mum, ich brauche keinen Mann. Ich meine, ich bin mit keinem zusammen.“ Ihre Stimme überschlug sich und sie begann zu husten, worauf Olivia ihr behutsam auf den Rücken klopfte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oh mein Gott.“ Emily legte ihre Vorspeisengabel liegen. „Es ist ein Junge. Ich wusste schon immer, wie leicht du der Sittenlosigkeit verfällst. Aber musst du wirklich jede Mode mitmachen? Diese neueste fragwürdige Angewohnheit der älteren Frauen, die sich junge Liebhaber suchen, das geht vollkommen über mein Verständnis hinaus.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia blinzelte und als sie aufsah, fiel ihr Blick auf Jess, dessen Augen zuerst erschrocken geweitet wirkten, doch um dessen Mund gleich darauf ein kurzes, amüsiertes Lächeln zuckte. &lt;br /&gt;Emily bemerkte es auch. &lt;br /&gt;„Oh nein“, stieß sie hervor. „Wie kannst du nur? Und das deiner eigenen Tochter antun?“ &lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Lorelei starrte sie verwirrt an und Rory blickte gleichzeitig von ihrem Teller auf, um den sie sich inzwischen enthusiastisch gekümmert hatte. Olivia schloss daraus, dass sie Szenen wie die vorliegende entweder gewohnt war oder einen enormen Appetit mitgebracht hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was ist mit mir?“, erkundigte Rory sich. &lt;br /&gt;„Jess“, zischte Emily, worauf alle Augen sich auf den jungen Mann richteten, der inzwischen wieder an seinem Bier nippte. „Deine Mutter hat ein Verhältnis mit deinem Mann. Das ist doch wohl offensichtlich. Er ist jung, sieht gut aus, ist ein hoffnungsloser Fall …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mum!“, schrie Lorelei. „Hast du nun vollkommen den Verstand verloren?“ &lt;br /&gt;„Mit Jess?“, murmelte Rory verdutzt. &lt;br /&gt;Jess stellte langsam sein Bier ab. „Und ich dachte schon fast, dass an diesem Abend mal nicht um meine persönliche Verkommenheit geht.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ha, er gibt es zu“, schrie Emily zurück. „Richard, tu doch was!“ &lt;br /&gt;Richard betrachtete seinen Salat. „Ich weiß nicht, Emily. Wenn die Kinder sich austoben wollen?“ &lt;br /&gt;„Richard!“ &lt;br /&gt;„Du und Jess?“ Rory sah ihre Mutter immer noch mit einem Ausdruck extremer Verwirrung an und Olivia gewann den Eindruck, als habe man jahrelang die phänomenale Intelligenz des Mädchens überschätzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei blickte hilflos zurück. „Natürlich nicht“, beschwor sie ihre Tochter an. „Deine Großmutter entwickelt nur wieder Phantasien, die jeder Grundlage entbehren. Wie die, dass Christopher und ich dafür bestimmt sind, zusammen zu bleiben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wenigstens ist er mein Vater“, murmelte Rory enttäuscht. &lt;br /&gt;„Aber du weißt doch …“, begann Lorelei zu erklären, wandte sich dann doch rasch an Emily. „Mum, ich bin mit jemandem zusammen. Aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich DEN da mit der Kneifzange anfassen würde.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das empfinde ich aber jetzt schon fast als Beleidigung“, murmelte Jess und leerte sein Bier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mach mir nichts vor“, meinte Emily. „Du verheimlichst uns doch alle wichtigen Dinge in deinem Leben. Und die arme Rory …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jetzt ist aber gut.“ &lt;br /&gt;Jess schob seinen Stuhl zurück, der gegen ein paar weitere Flaschen stieß, von denen niemand bemerkt hatte, dass er sie in beeindruckender Geschwindigkeit geleert hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia erwog kurz, ob sie ihn später wegen Trunkenheit am Steuer festnehmen konnte. Das verliehe dem Abend vielleicht die richtige Krönung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jess drehte sich zu Rory, schwankte dabei leicht. „Tut mir leid, Liebling. Ich habe es wirklich versucht. Aber deine Familie weckt in mir den tiefen Wunsch aus dem Fenster zu springen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und bevor ihn jemand aufhalten konnte, war er in einem, für seinen betrunkenen Zustand beeindruckenden Tempo, zum Fenster getaumelt, auf die Brüstung geklettert. Er stieß die mannshohen Fenster auf und verharrte einen Moment zwischen den Fensterflügeln. Und dann breitete er die Arme aus und ließ sich vorwärts fallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oh mein Gott!“, stieß Olivia hervor. &lt;br /&gt;„Jess“, rief Rory. „Was soll der Blödsinn?“ &lt;br /&gt;„Meine Rosen!“, beschwerte sich Emily, während alle aufsprangen, und zu der bereits offenstehenden Terrassentür heraus stürmten, wo sie beobachten konnten, wie Jess sich vereinzelte Dornen mit schmerzverzerrtem Gesicht aus der Jacke zog. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hast du vergessen, dass wir Parterre sind?“, fragte Lorelei. &lt;br /&gt;„Ich brauchte frische Luft“, brummte Jess und rappelte sich mühsam auf. Doch nur um zu seiner eigenen und zur Überraschung aller anderen von einer plötzlich hervorschießenden Olivia wieder zu Boden geworfen zu werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Autsch“, jammerte Jess. &lt;br /&gt;„Meine Rosen“, jammerte Emilie, als Olivia mit geübtem Griff ihre Handschellen herauszog und Jess fesselte. &lt;br /&gt;„Sie sind verhaftet“, sagte sie dann in gewohnter Kühle, die sie stets im Dienst anzunehmen pflegte. „Ich habe sie erkannt. Letztendlich vergesse ich nie ein Gesicht.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ach“, sagte Emily und ihre Augen leuchteten auf. „Das wird aber auch Zeit, dass dieser Schmutzfink hinter Gitter kommt. Hat eigentlich irgendjemand gesehen, welche Worte er in seinem Buch verwendet. Es sollte verboten werden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sah Olivia hoffnungsvoll an. „Oder es ist bereits verboten?“ &lt;br /&gt;„Jess!“ Rory stürzte auf ihren Mann zu, der nun unsanft von Olivia hochgezerrt wurde. „Ich warte auf dich, ich harre deiner vor den Gefängnistoren, egal wie lange es dauert.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich habe doch gar nichts getan“, wehrte sich Jess. „Nicht dass ich wüsste zumindest.“ &lt;br /&gt;Lorelei verschränkte die Arme vor der Brust. „Du wirst schon irgendwas angestellt haben“, murmelte sie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Olivia warf Lorelei einen entschuldigenden Blick zu. „Tut mir leid, Liebling. Aber du weißt, dass mir der Job über alles geht.“ &lt;br /&gt;Lorelei winkte ab. „Das verstehe ich. Immerhin handelt es sich um Jess.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich hab doch nichts getan“, wiederholte Jess, der augenscheinlich bereits ein wenig nüchterner wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Muss das in unserem Vorgarten sein?“, fragte Richard von der Terrassentür aus. „Ich meine, wenn das die Kleingärtnervereinigung sieht …“ &lt;br /&gt;„Oh nein“, stimmte Emily zu. „Und wenn sie erst erfährt, dass wir einen Kriminellen bewirtet haben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich habe nichts getan“, schrie Jess jetzt. „Warum in drei Teufels Namen verhaften Sie mich. Und müssen Sie mir nicht sowieso meine Rechte vorlesen? Ich hab da Erfahrung …“ &lt;br /&gt;„Nichtigkeiten.“ Olivia zog ihre Augenbrauen ärgerlich zusammen. „Und bei Typen wie dir kenne ich kein Pardon.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rory sah Jess traurig an, der wild den Kopf schüttelte. „Glaub mir, Rory, ich bin unschuldig.“ &lt;br /&gt;„Das sagen sie alle“, meinte Olivia und schob den jungen Mann problemlos vorwärts. Sie wünschte manchmal jeder ihrer Verdächtigen sei ein solches Leichtgewicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ihr Fehler war dieser Sprung aus dem Fenster“, erklärte sie dann. „Eine kleine, aber entscheidende Unachtsamkeit. Damit konnte ich sie identifizieren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich verstehe kein Wort.“ Jess stemmte seine Schuhe in den Boden, doch Olivia zog ihn unbarmherzig weiter. &lt;br /&gt;„Sie springen vom Dach. In dieser Serie. Immer wieder. Glauben Sie mir, ich habe die Bilder gesehen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oh Gott.“ Lorelei bedeckte ihre Lippen mit den Händen. &lt;br /&gt;Olivia nickte ihr zu. „Ja, er ist es. Ich habe dich vor ihm gewarnt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich spiele doch nur eine Rolle“, wehrte Jess sich. „Das ist Fernsehen.“ &lt;br /&gt;„Du tust was?“ Rory sah ihn schockiert an. &lt;br /&gt;„Irgendwann kommt alles heraus, unweigerlich“, nickte Emily zufrieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich … ähm …“ Jess senkte seinen Blick auf den Boden, zertrat eines von Emilys Rosenblättern. „Der Buchladen geht nicht so gut, wie ich dir erzähle. Ich brauchte einen Zweitjob. Und ich habe mich geschämt zuzugeben, was ich tue.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Rorys Augen wurden kreisrund. „All die Nächte, in denen ich dachte, du ziehst mit deinen Kumpeln um die Häuser, pumpst dich in versifften Gassen mit Drogen voll oder besäufst dich bis zur Bewusstlosigkeit … all die Dinge, die Schriftsteller so tun … da warst du in Wirklichkeit …“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Im Filmstudio“, nickte Jess zerknirscht. „Ich wusste, dass du entsetzt wärest. Deshalb konnte ich es nicht über mich bringen, dir die Wahrheit zu sagen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So beschämend das auch ist“, mischte sich Richard ein. „Ich glaube eigentlich nicht, dass es sich um eine strafbare Handlung handelt.“ Er überlegte einen Augenblick. „Kommt natürlich auf die Serie an.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist es nicht“, schüttelte Olivia ihren Kopf. „Die Serie handelt von fliegenden und anderen Superhelden. Solange Schwachsinn nicht verboten wird, existiert da noch keine Handhabe.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie warf Jess einen vernichtenden Blick zu. &lt;br /&gt;„Das hier ist schlimmer.“ Sie räusperte sich. „Bei uns gehen täglich Tausenden von Anzeigen ein, gegen diesen Mann.“ Sie zeigte auf Jess. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich habe wirklich nichts getan“, murmelte dieser mit einem hilflosen Blick auf Rory. „Ich lese doch nur meinen Text vom Prompter ab, hüpfe vor der Blue Screen auf und ab, oder lasse mich gelegentlich von einem Dach fallen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sie vergessen da etwas Entscheidendes“, warf Olivia ihm vor. „Sie vergessen Ihre schmachtenden Blicke, die zitternden Lippen, die blauschwarzen, weichen Haarsträhnen, die ihnen dekorativ in die blasse Stirn fallen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie bitte?“ &lt;br /&gt;„Oh mein Gott. Jess, hast du wirklich?“ Rorys Wimpern bebten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber das war doch alles die Maskenbildnerin“, versuchte Jess sich herauszureden. „Und der Regisseur. Das ist doch nur, was ich darstellen soll.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist verantwortungslos“, entschied Olivia. „Und wenn ich ihren schuldbewussten Blick richtig deute, dann wissen sie das sehr gut.“ Sie zerrte ihn vorwärts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wissen sie, solche Leute wie sie habe ich gefressen. Stürzen millionenfach Schicksale ins Unglück, und streiten dann alles ab.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich …“ Jess verstummte, sah sich um, traf auf vorwurfsvolle Augenpaare, senkte schließlich den Kopf. „Es ist die Rolle“, flüsterte er. &lt;br /&gt;„Rolle“, stieß Olivia verächtlich hervor. „Erzählen Sie das den unzähligen Mädchen, die stündlich bei den diversen Notfall-Hotlines anrufen, weil Peter Petrelli ihnen das Herz gebrochen hat.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nur eine Geschichte“, wisperte Jess. „Fiktion.“ &lt;br /&gt;„Papperlapapp“, sagte Olivia strafend. „So etwas wie Sie gehört hinter Gitter. Wenigstens bis sich ihnen ein paar unattraktive Falten einprägen oder sie sich einen hässlichen Bart wachsen lassen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie seufzte. „Wenn ich an all die Schicksale denke, all die jungen Mädchen, die sie auf dem Gewissen haben. Zeit ihres Lebens werden sie jeden Mann mit Peter Petrelli vergleichen. Und selbstverständlich kann kein einziger mit diesem Traumbild mithalten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich verstummte sie. „Moment mal?“ &lt;br /&gt;Ihr Blick traf den Loreleis, die augenblicklich verstand. &lt;br /&gt;„Du meinst?“, fragte die Dunkelhaarige und Olivia nickte. &lt;br /&gt;„Ganz genau. Mir fallen gerade die vielen hübschen, verzweifelten Mädchen ein, die für die Männerwelt endgültig verloren sind. Das muss nicht unbedingt schlecht sein.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nicht unbedingt“, pflichtete Lorelei bei und musterte Jess mit neuem Interesse. &lt;br /&gt;Dann legte sie kokett ihren Kopf schief und wandte sich an den jungen Mann, der sie geradezu furchtsam ansah. „Die Möglichkeit, dass deine sensible Performance zahlreiche attraktive Damen an das richtige Ufer treibt, macht dich mir direkt sympathisch.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du meinst, du hasst Jess nicht mehr?“, erkundigte sich Rory mit einem hoffnungsvollen Blick auf ihren Mann. „Davon habe ich immer geträumt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nun“, lächelte Lorelei. „Vielleicht hat er doch seine guten Seiten, so wie du immer behauptest.“ &lt;br /&gt;„Ach Liebling!“ Rory stürzte auf Jess zu und umarmte ihn. „Ich verzeihe dir, dass du dich nicht sinnlos betrinkst, sondern stattdessen auf dem Fernsehschirm blamierst.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gottseidank“, murmelte Jess glücklich. „Es existieren da auch Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn du jemals von deiner langweiligen Politik und Kultur die Nase voll hast, und dich in die Klatschabteilung versetzten lässt, dann kann ich dich mit dem neuesten Tratsch versorgen. Du ahnst ja nicht, was diese Schauspieler so treiben, wenn die Kamera gerade nicht auf sie gerichtet ist.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Also gut“, meinte Olivia und machte sich daran, Jess von den Handschellen zu befreien. „Dann werde ich noch einmal ein Auge zudrücken. Immerhin sind wir ja eine Familie.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorelei nahm glücklich ihre Hand und Emily wurde erst blass dann rot. „Was hat das wieder zu bedeuten?“, stieß sie hervor. „Ich habe keine Ahnung, was ihr hier treibt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mum“, sagte Lorelei und lächelte sanft. „Ich treibe es mit Olivia. Sie ergänzt mich, vervollständigt mich, ist das Ying zu meinem Yang.“ &lt;br /&gt;„Richard“, schrie Emily. „Tu doch was.“ &lt;br /&gt;Richard zuckte die Achseln. „Sind doch Kinder. Lass sie spielen.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-8944155095519392918?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/8944155095519392918/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=8944155095519392918' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8944155095519392918'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8944155095519392918'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2010/02/freitags-bei-den-gilmores.html' title='Freitags bei den Gilmores'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-9048487231697656810</id><published>2009-12-19T05:26:00.001-08:00</published><updated>2009-12-19T05:26:46.420-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><title type='text'>Ein Numb3rs Weihnachtsfest</title><content type='html'>Titel: Eine Eppes-Weihnacht&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;Fandom: Numb3rs&lt;br /&gt;Rating: PG&lt;br /&gt;Genre: Comedy, Crack&lt;br /&gt;Warnungen: Geschmacklos und anstößig&lt;br /&gt;Disclaimer: Nichts davon gehört mir und ich verdiene hiermit kein Geld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du bist so still“, sagte Alan Eppes zu seinem Sohn, der gedankenverloren in seiner Tasse Kaffee rührte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mathematikprofessor Charlie Eppes nickte und rollte mit den Augen. „Das liegt daran, dass die Autorin, die diese Geschichte verfasst, in der Schule nicht richtig aufgepasst hat.“ Er seufzte auf und legte den Löffel ab. „Deshalb versteht sie auch nie, wovon ich eigentlich spreche, wenn ich damit beginne, meine abstrakten Theorien und komplizierten Berechnungen zu erläutern.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alan runzelte die Stirn. „Aber weshalb sollte sie dann die Serie ansehen, geschweige denn darüber schreiben?“ &lt;br /&gt;Charlie zuckte mit den Schultern. „Sobald ich anfange zu reden, schaltet sie ihr Gehirn ab und beginnt damit, meine dunklen Locken zu bewundern. Oder ihre Gedanken wandern zu Dons muskulösem Körper, beziehungsweise der Art, wie er seine Jeans trägt – eng und knackig.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don sah auf. „Was ist mit mir?“ &lt;br /&gt;Charlie schüttelte den Kopf. „Das willst du nicht wissen, glaube mir.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don wandte sich wieder seiner Akte zu. „Also, wie weit sind wir nun?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Vater kratzte sich am Kopf. &lt;br /&gt;„Nicht sehr weit. Bis jetzt haben wir vier Leute, die Hanukkah feiern. &lt;br /&gt;Drei, die beim besten Willen kein Fest in ihrer Religion finden konnten, das auch nur annähernd in die Nähe des Dezembers fällt, &lt;br /&gt;fünf, die unsere Idee ablehnen &lt;br /&gt;und drei, die grundsätzlich bereit wären, ein nicht-konfessionelles Winterfest zu begehen. &lt;br /&gt;Außerdem fünf Christen, von denen vier behaupten, dass ihnen Weihnachten herzlich egal ist, sie aber unterm Strich lieber in einem lebensgefährlichen Einsatz steckten, als mit ihrer Familie den Abend zu verbringen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don überlegte kurz, schlug dann Kommandoton an. „In diesem Fall würde ich mich doch gegen die Idee einer Weihnachtsfolge entscheiden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alan schob die Unterlippe vor. „Die Leute lieben Weihnachtsfolgen“, bemerkte er. „Und auch wenn ich persönlich nicht verstehe warum - Hanukkah macht erheblich mehr Spaß und bietet wenigstens eine aufregende Hintergrundgeschichte - so bin ich doch in einem Alter, in dem es sich auszahlt auf die Zuschauerwünsche einzugehen. Ganz im Ernst – die erfolgreichen Serien wachsen nicht auf Bäumen, das muss ich euch beiden doch wohl nicht sagen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charlie nickte. „Statistisch gesehen…“ &lt;br /&gt;Don hob warnend den Zeigefinger. „Nicht jetzt, Charlie. Wir haben kein Geld übrig für die aufwendigen Computeranimationen, die dein Mathematik-Geschwafel untermalen.“ Er räusperte sich. „Und außerdem bin ich aus der Übung was den konzentrierten, zugleich gelangweilten und unterschwellig genervten Gesichtsausdruck angeht, mit dem ich darauf reagieren muss.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist aber jetzt unfair“, meldete Amita sich zu Wort. „Als Inderin und praktizierende Hindu liegt mir der Weihnachtsgedanke zwar fern, aber diese Animationen, zumal wenn sie um mich kreisen, sind doch jedesmal wieder eine Augenweide.“ &lt;br /&gt;Charlie legte seine Hand auf ihre und blickte ihr tief in die Augen. „Da stimme ich dir vollkommen zu, mein Liebling.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Und was ist mit mir?“ warf Larry Fleinhardt ein. „Hatte ich nicht vorgeschlagen das Ganze von einer astronomischen Warte aus zu betrachten? Rotierende Planeten, Sternenhimmel und vielleicht hier und da ein vorbeizischender Komet, während ich das Prinzip von Licht im Dunkel erläutere, passen in fast jede Religion oder Weltanschauung und bieten außerdem noch was fürs Auge. Ich könnte eine Anspielung auf den Stern von Betlehem fallen lassen, womit wir das Christentum gleich erledigt hätten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nicht schlecht.“ Don hob die Augenbrauen. „Auch das Mythologische ließe sich so elegant abhaken.“ &lt;br /&gt;Charlie nickte eifrig. „Wir enden mit einem geselligen Beisammensein, wahlweise inklusive des Entzündens der Menora oder des Aufbruchs in die Synagoge. David und Colby küssen sich unter dem Mistelzweig, Nikki lädt Liz in die Moschee ein und irgendwo brennt ein Feuer zur Wintersonnenwende.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alan rieb sich die Hände. „Das hört sich doch gut an. So dürften wir ausreichend Vielfalt einbringen und niemanden vor den Kopf stoßen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mit Ausnahme der Autorin“, gab Larry zu bedenken. &lt;br /&gt;Charlie sah ihn erstaunt an. „Wieso denn das?“ &lt;br /&gt;Larry grinste. „Na, die hat von den empfindlichen religiösen Gefühlen der Leser noch weniger Ahnung als von Mathematik.“ &lt;br /&gt;„Gibt’s nicht“, staunte Charlie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oh doch“, seufzte Amita. „Ich konnte ihr das Einmaleins beibringen, aber das Wirken Shivas hielt sie für ein ostafrikanisches Märchen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das kann schwierig werden“, stellte Alan fest. „Nebenbei benötigen wir ja auch noch den Weihnachts-Klassiker: einen wahnsinnigen Serienkiller, der es auf Mitarbeiter des FBIs abgesehen hat.“ &lt;br /&gt;Er kratzte sich am Kinn. &lt;br /&gt;„Da existiert ein weiteres Problem. Wer erklärt ihr diesmal die Mechanik von Schusswaffen, oder anatomische Grundsätze, wenn es um das Spritzen von Blut oder das Ausweiden der Organe geht? Das gibt doch wieder ein Desaster, wenn wir versuchen, die Sache der Gerichtsmedizin zu präsentieren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don klappte seine Akte zusammen und stand auf. „Ich übernehme das“, erklärte er resolut. &lt;br /&gt;Charlie hob eine Augenbraue. „Sei vorsichtig“, warnte er. „Wenn es in ihrem Büro nach Glühwein liegt und irgendwo ein paar Dessous herumliegen, dann nimm lieber Robin zur Selbstverteidigung mit.“ &lt;br /&gt;„Das hilft nichts“, seufzte Don. „Beim letzten Mal schlug sie einen flotten Dreier vor.“ &lt;br /&gt;Alans Mund klappte auf. „Ihr habt doch nicht…?“ &lt;br /&gt;Don grinste. „Wo denkst Du hin. Ich hab nur zugesehen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-9048487231697656810?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/9048487231697656810/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=9048487231697656810' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9048487231697656810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9048487231697656810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/12/ein-numb3rs-weihnachtsfest.html' title='Ein Numb3rs Weihnachtsfest'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-2644967833698452681</id><published>2009-12-19T05:24:00.000-08:00</published><updated>2009-12-19T05:25:08.855-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><title type='text'>Weihnachten in San Francisco</title><content type='html'>Weihnachten in San Francisco&lt;br /&gt;Titel: Weihnachten in San Francisco&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;Genre: Crossover, comedy&lt;br /&gt;Fandoms: 24, House, Numb3rs, CSI Miami, Monk, Santa Claus ...&lt;br /&gt;Rating: PG-13&lt;br /&gt;Inhalt: Weihnachtsquatsch&lt;br /&gt;Disclaimer: Nichts davon gehört mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich fühl mich wie zu Gast in einem Agatha Christie Roman“, schimpfte Geheimagent außer Dienst Jack Bauer. „Kaum nehme ich mir ein paar Tage frei, um Weihnachten auszuspannen und schon geschieht ein Verbrechen. Und wer muss es wieder aufklären?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein flammender Blick wanderte über die farblich perfekt abgestimmte und nach Feng Shui Maßstäben berechnete Einrichtung des Wellness-5-Sterne-Hotels und er kratzte sich, vollkommen unpassend, an seinem Dreitagebart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Captain Stottlemaier, amtierender Chef der Polizei San Francisco blickte vom Tatort auf. Sein Gesicht erhellte sich. „Ach, Mr. Bauer. Das ist gut. Wir können jede Hilfe gebrauchen. Vielleicht, wenn Sie Kontakt zum Präsidenten herstellen?“ &lt;br /&gt;„Wieso?“, schnaubte Bauer ungehalten. „Handelt es sich um eine internationale Verschwörung?“ &lt;br /&gt;Stottlemaier spielte gedankenverloren mit seinem Schnurrbart, bevor er antwortete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es sieht ganz so aus. Die Täter stehen eindeutig in Kontakt. Demnach muss es sich wohl um ein Netzwerk handeln. Die vermummten Täter schlagen weltweit beinahe zeitgleich zu. Spuren ihres Eindringens finden sich sozusagen in jeder uns bekannten Zivilisation.“ &lt;br /&gt;„Verstehe.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein unauffällig wirkender Herr mit schiefgelegtem Kopf in mausgrauem Anzug, der bislang die Wände abgeschritten und unverständliche Worte gemurmelt hatte, trat zu Jack. &lt;br /&gt;Mit leicht zitterndem Finger wies er auf die unmoderne, jedoch überaus praktische Multi-Funktions-Tasche, ohne die der Agent hilflos war und niemals seine vier Wände verlassen würde. &lt;br /&gt;„Ihr Gurt hängt schief.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacks Augenbrauen zogen sich zusammen. Seine Hand fuhr zum Gürtel, doch stieß tatsächlich an die leicht schief hängende Tasche. Doch bevor er mit seiner vernichtenden Antwort heraus platzen konnte, fiel ihm Stottlemaier ins Wort. &lt;br /&gt;„Darf ich Ihnen Adrian Monk vorstellen? Er ist unverzichtbar bei Ermittlungen wie dieser. Sein photographisches Gedächtnis legendär.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monk sah betreten nach unten. „Es ist ein Segen und ein Fluch.“ &lt;br /&gt;Jack zog eine Augenbraue hoch. „Ach wirklich?“ &lt;br /&gt;Doch als Monk sich wieder zu ihm lehnte und seiner Tasche verdächtig nahe kam, beinahe begann an derselben herum zu fummeln, platzte ihm der Kragen. &lt;br /&gt;„Fassen Sie mich nicht an“, bellte Jack empört. &lt;br /&gt;Mister Monk wich erschrocken zurück und hob abwehrend beide Hände. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was ist hier los?“ &lt;br /&gt;Die Welt verstummte für einen Augenblick. Lediglich wer genau acht gab, konnte in der Ferne leise Engelsgesänge vernehmen. &lt;br /&gt;Eine Lichtgestalt tauchte in der Mitte des gebogenen Eingangstores auf. Die eben noch düstere Atmosphäre machte strahlendem Sonnenlicht Platz und der Himmel leuchtete in einem grellen Königsblau. &lt;br /&gt;Es war Horatio Caine, der sich unter das Volk begab und als erstes seine Sonnenbrille abnahm. Ein lässiges Kopfnicken rief das Team geschulter Spurensicherer auf den Plan. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wo ist das Opfer?“ Blitzend blaue Augen huschten über die Anwesenden, blieben für einen Moment an Stottlemaiers aufrechter Gestalt hängen, eindeutig die Gegenwart einer ebenbürtigen Respektsperson anerkennend. &lt;br /&gt;„Kein Opfer“, antwortete dieser. „Aber eine Menge Spuren.“ Er begann aufzuzählen: „Engelshaar, Glitter, Sternenstaub, Lebkuchenbrösel, Glühweinflecken auf dem Teppich…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Horatio winkte Eric und Calleigh, seinen perfekten Assistenten, die umgehend begannen, die Wände mit farbigen Sprays und feinen Pinseln zu bemalen, bunte Lampen an und aus zu knipsen, bevor sie mit Wattestäbchen die Ecken reinigten. &lt;br /&gt;„Also mich brauchen Sie dann wohl doch nicht“, bemerkte Jack beim Anblick der Reinigungsvorgänge. „Schließlich hab ich Ferien.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Pfiff ertönte. „Nicht so schnell, mein Freund.“ Dr. House humpelte aus einem Seiteneingang, gefolgt von seinen neuen Assistenzärzten, frisch befördert aus der Serie Scrubs, womit sich auch seine zeitweilig miserable Laune erklären ließ. &lt;br /&gt;Dr. House lehnte sich auf seinen Spazierstock und wedelte mit der Hand. „Noch ist hier jeder verdächtig, wenn ich das richtig sehe. Und Mr. Bauer ist nun mal kein unbeschriebenes Blatt, wenn es darum geht, Vorschriften und Regeln zu übertreten.“ &lt;br /&gt;„Ich bezweifle, dass du ans Glashaus klopfen solltest, Gregory“, bemerkte Horatio skeptisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ha!“ House lachte auf. „Du willst doch nicht etwas behaupten, dass du die Ermittlungen leitest, Caine.“ &lt;br /&gt;Horatio setzte seine Sonnenbrille wieder auf. „Ich denke meine Ermittlungserfolge sprechen für sich.“ &lt;br /&gt;„Es ist nichts gestohlen worden“, murmelte Adrian Monk leise. &lt;br /&gt;„Nichts gestohlen? Kein Opfer?“ Horatio winkte seinen Mannen. „Ich sehe schon, dann ist dieser Fall unter unserem Niveau.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unter meinem auch“, bemerkte Monk. „Mord ist eigentlich mein Metier.“ &lt;br /&gt;„Ruhe“, befahl Stottlemaier. „Wir befinden uns in einer Zwangslage. Vertrauen Sie mir, niemand möchte hier sein. Wir sind hier nur hineingeraten, weil uns die Flucht vor den jahreszeitbedingten Feierlichkeiten offenbar aus den verschiedensten Ecken Amerikas zu dieser Ferienanlage geführt hat. Ob dies etwas zu bedeuten hat? Wir werden sehen.“ &lt;br /&gt;House kratzte sich an der Schläfe. „Aber wo liegt denn jetzt das Verbrechen?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das kann ich Ihnen sagen.“ Der Hotelmanager, ein gewichtiger Mann in einem zu engen Seidenanzug mischte sich ein. Er wischte sich mit einem bestickten Stofftaschentuch die Stirn ab, bevor er zu sprechen begann. &lt;br /&gt;„Es ist einfach nicht in Ordnung, dass jeder hergelaufene Tramper in mein schickes Etablissement einbricht und seinen Müll hier verstreut. &lt;br /&gt;„Was für einen Müll denn?“ Jack sah ihn fragend an. &lt;br /&gt;„Na hier, diesen billigen Modeschmuck.“ Der Hotelmanager rümpfte die Nase. &lt;br /&gt;„Tannenzweige! Das trägt man heutzutage nicht mehr. Kerzen, Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen? Ich frage mich ernsthaft, was das soll. Totale Geschmacksverirrung. Passt in keine California Diät und besitzt so überhaupt keinen Stil.“ &lt;br /&gt;Jack knirschte mit den Zähnen. „Das hört sich allerdings nach einem Verbrechen an, mein Herr. Wissen Sie eigentlich womit ich mich sonst beschäftige? Haben Sie eine Ahnung, was ich alles auf mich nehme, damit Sie Design und Diät zum Sinn und Zweck ihres wertlosen Lebens erklären können?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie bitte?“ Der Hotelmanager sah ihn entgeistert an. „Ich muss doch sehr bitten. Was erlauben Sie sich?“ &lt;br /&gt;House schob sich grinsend näher und klopfte dem geplagten Hotelvorstand beruhigend auf die Schulter. „Nehmen Sie es nicht so schwer. Der Patient leidet definitiv an Selbstüberschätzung, Größenwahn und akuter Gewaltbereitschaft.“ &lt;br /&gt;„Sie werden gleich sehen, wie gewaltbereit ich bin.“ Jack hob mit rotem Gesicht die Faust. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was zu beweisen war.“ House wich glucksend zurück. &lt;br /&gt;„Was bitte hat Jack Bauers Gewaltbereitschaft mit einem Einbrecher zu tun, der offensichtlich Tendenzen zum Innenarchitekten aufweist?“ Cuddy verschränkte die Arme vor der Brust. &lt;br /&gt;„Pst.“ House legte den Zeigefinger auf die Lippen. „Wir wollten doch nicht, dass unsere kleine Betriebsliaison an die Öffentlichkeit gerät?“ &lt;br /&gt;„Zu spät“, murmelte Monk und pustete ein langes, dunkles Haar von der Jacke des Arztes. „Sie sollten außerdem die Lippenstiftspuren im Nackenbereich entfernen.“ Er wand sich angeekelt. „Nathalie! Tuch… schnell!“ &lt;br /&gt;„Zurück zum Thema“, brüllte Stottlemaier. „Was sagt die Forensik… äh, Spurensicherung… was auch immer?“ &lt;br /&gt;Calleigh warf ihr güldenes Haar zurück, während sie zahllose blitzende Geräte wieder in ihre Tasche beförderte. „Kein Blut, kein gewaltsames Eindringen, keine Zerstörung von Eigentum“, stellte sie fest. „Eric hat DNA – Proben genommen. Eric?“ &lt;br /&gt;Eric räusperte sich. „Der Täter ist eindeutig männlich. Das Alter lässt sich schwer bestimmen, aber gewisse Anzeichen lassen darauf schließen, dass er nicht mehr der Jüngste ist.“ &lt;br /&gt;„Was für Anzeichen?“ Eric zuckte mit den Schultern. &lt;br /&gt;„Nur so ein Gefühl.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das genügt mir, Eric.“ Horatio nahm seine Sonnenbrille wieder ab. Er überlegte einen Moment, ließ sie dann fallen und trat kräftig darauf. &lt;br /&gt;„He!“ Der Hotelmanager empörte sich erneut. „Das ist Umwelt… äh… Hotelverschmutzung. Ich kann mir keine Überstunden für den Putzdienst leisten?“ &lt;br /&gt;Jacks Augen leuchteten auf. „Darf ich auch mal, Kumpel?“ &lt;br /&gt;„Nur zu.“ Horatio machte den Weg frei und Jack sprang mit beiden Beinen auf die Brille. „Die nervt mich schon viel zu lange.“ &lt;br /&gt;Der Hotelmanager lief grün an. „Das ist nicht die feine Art. Bestimmt nicht das Benehmen, dass ich in einem First Class Hotel voraussetze. Mr. Bauer, ich fürchte, ich muss Sie entlassen, bzw. des Hauses verweisen. Quartieren Sie sich woanders ein.“ &lt;br /&gt;„Ich habe nichts kaputt gemacht“, meldete sich Monk zu Wort. „Aber ich weiß jetzt, von wo der Eindringling… äh… eindrang.“ &lt;br /&gt;„Ach ja?“ Calleigh fuhr herum, stieß Nathalie beiseite und lächelte Monk süß an. „Ich liebe intelligente Männer.“ &lt;br /&gt;„Ähm.“ Monk lockert seine Krawatte. „Also, es lief so ab. Der Täter, ein ziemlich breit gebauter, älterer Herr in rotem Samt, rutschte den Kamin herab, genau hier.“ Er wies auf einen glänzend roten Fussel, der sich in der schmiedeeisernen Verzierung verfangen hatte. „Und dies hier sind eindeutig Haare aus einem weißen Bart, getränkt mit Milch, behaftet mit Krümeln süßer Plätzchen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monk schauderte. „Es sollte Bartträgern verboten werden, in der Öffentlichkeit Nahrung zu sich zu nehmen.“ &lt;br /&gt;„Schon gut“, brummte Stottlemaier. „Wir haben also ein Profil, zumindest ein äußerliches. Fehlt noch die Motivation für die Untat.“ &lt;br /&gt;Jack Bauer schob ein Magazin in seine Waffe. „Unruhestifter brauchen kein Motiv. Es geht ihnen darum, die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen. Ihr Ziel ist die Anarchie. Barttragende Samtanzüge passen exakt zu diesem Gesindel.“ &lt;br /&gt;„Es waren allerdings mehrere“, brummte Stottlemaier. „Zeugen berichten von kleinwüchsigen Gestalten mit tief in die Stirn gezogenen, grünen Zipfelmützen.“ &lt;br /&gt;„Was für Zeugen?“, erkundigte sich Horatio und griff unwillkürlich nach der nicht mehr vorhandenen Sonnenbrille. &lt;br /&gt;„Ein Brot und ein Zauberlehrling“, beeilte Eric sich zu versichern. „Die Kollegen von Numb3rs haben sie gerade vernommen. Professor Eppes hatte in seiner Jugend einen Aushilfsjob am Nordpol, besitzt Kontakte aus erster Hand.“ &lt;br /&gt;„Aha“, donnerte Jack. „Die Spur verdichtet sich.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ganz genau.“ Charlie Eppes, einen extrem verlegenen Gesichtsausdruck und eine bekritzelte Schiefertafel vor sich her tragend, betrat den Raum. „Ich wollte meine pubertären Ausfälle eigentlich geheim halten, aber wenn es um die Sache geht…“ &lt;br /&gt;Er schluckte und winkte Bernd das Brot und Harry Potter zu sich. „Diese beiden werden Licht in die Angelegenheit bringen.“ &lt;br /&gt;Harry nickte und lehnte sich auf seinen Besen. „Rudolf das Rentier führte den Fluchtwagen. Ich konnte ihn sofort identifizieren. Seine Nase leuchtete.“ &lt;br /&gt;„Ich hasse Weihnachten“, warf Bernd ein. &lt;br /&gt;„Wie bitte?“, erkundigte sich Stottlemaier. &lt;br /&gt;Bernd stöhnte. „Hallo? &lt;br /&gt;Santa? &lt;br /&gt;Der Nikolaus? Der Typ mit den Geschenken, der durch den Kamin rutscht?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charlie Eppes drängelte sich eifrig vor. „Genau das haben meine Berechnungen aufgrund der 12-heiligen Nächte Theorie ergeben. Addiert man noch die Wartezeit von 24?“ &lt;br /&gt;„Was? Schon wieder nur 24 Stunden? Ich bestehe auf einem richtigen Urlaub“, schimpfte Jack. &lt;br /&gt;House schüttelte den Kopf. „Es geht nicht immer nur um dich, Jacky. Du musst etwas gegen deinen Narzissmus tun. Vielleicht kennt Adrian einen guten Therapeuten.“ &lt;br /&gt;„Ein Jack Bauer braucht keine Therapie“, schmollte Jack. „Wäre ja noch schöner. Ich warte bis Sylvester und dann jage ich was in die Luft. Damit geht es mir gleich besser.“ &lt;br /&gt;„Ja, das hilft mir auch alljährlich“, nickte Horatio. &lt;br /&gt;„Also abgemacht“, rieb Stottlemaier sich die Hände. „Wir treffen uns in einer Woche zum Showdown. Ich denke, es sollte etwas Großes sein, die CTU, FBI Zentrale, ein Filmstudio… etwas das uns seelisch so richtig befreit. “ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber nicht hier“, warf der Hotelmanager ein und legte die Stirn in Falten. „Andererseits - man könnte natürlich eine Doku-Soap darüber drehen: Stressbewältigung a la Carte mit explosivem Finale. 7 Tage, 7 Helden und ein Feuerwerk.“ &lt;br /&gt;„Bist du dabei, Adrian?“ Jack drehte sich zu ihm um. „Wir brauchen jemanden, der nachher aufräumt.“ &lt;br /&gt;„Aufräumen?“ Monk sah Natalie fragend an. „Aber was ist jetzt mit dem Fall?“ &lt;br /&gt;„Vergiss den Fall“, sagte seine Assistentin strahlend. „Ich glaube, eine kleine Explosion könnte auch den unterdrückten Ärger über meine schlechte Bezahlung freisetzen.“ &lt;br /&gt;„Das ist die rechte Weihnachtsstimmung.“ House rieb sich die Hände. „Lass dich küssen, Cuddy. Jetzt geht’s los.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-2644967833698452681?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/2644967833698452681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=2644967833698452681' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2644967833698452681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2644967833698452681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/12/weihnachten-in-san-francisco.html' title='Weihnachten in San Francisco'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-5968433914289869886</id><published>2009-12-19T05:13:00.001-08:00</published><updated>2009-12-19T05:13:37.865-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><title type='text'>Unvermeidlich</title><content type='html'>Titel: Unvermeidlich&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;Fandom: 24&lt;br /&gt;Rating: PG&lt;br /&gt;Genre: Humor&lt;br /&gt;Inhalt: Sondereinsatz der CTU&lt;br /&gt;Disclaimer: Nichts davon gehört mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Verdammt, Chloe... wo bleiben die Koordinaten?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacks heisere Stimme drang blechern aus den Lautsprechern, bewirkte, dass die rosige Gesichtsfarbe der Angesprochenen sich um eine Nuance vertiefte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was willst du, Jack? Ich kann nicht hexen", schnappte sie ärgerlich zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Witterung und Entfernung beeinträchtigen die Übertragung, wie du sehr wohl weißt, also reiß dich zusammen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du hast gut reden", zischte Jack. "Die Lage ist ernst, wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Die Gefahr, dass die Mistkerle wieder verschwinden und für ein Jahr abtauchen, ist einfach zu groß. Es geht hier schließlich um..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß." Chloe schnitt ihm das Wort ab, und verdrehte die Augen gen Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jack, wo bist du jetzt?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bills stählerne Augen folgten der auf dem Monitor angezeigten Bahn des Satelliten, welcher unmittelbar vor der Vermittlung der einschlägigen Bilder stand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Verlassene Lagerhalle, Ecke Scrooge Boulevard. Hab sie genau im Visier."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jack senkte das Nachtsichtgerät, aktivierte mit der freien Hand einen weiteren Verbindungskanal, der ihn direkt ins Pentagon führte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sie fühlen sich sicher, Karen. Wir sollten sobald als möglich zuschlagen. Was sagt das Verteidigungsministerium?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Steht geschlossen hinter euch. Der Präsident wurde bereits informiert, und hat sein OK gegeben, Jack. Wir brauchen nur noch den genauen Standpunkt, und das Problem ist gelöst."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Keine Bedenken wegen... wegen der Jahreszeit?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Verräter haben es nicht besser verdient. Bei illegaler Spielzeugproduktion kennt die Regierungsspitze kein Pardon."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab die Koordinaten." Chloe japste aufgeregt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was siehst du, Jack?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Agent riskierte einen kurzen Blick, bevor er sich wieder hinter die Mauer zurückzog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es sind viele, nicht auszuschließen, dass es auch Unschuldige trifft!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Unschuldig ist niemand, der sein Land auf diese Weise missachtet", bellte Bill zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wer ist ihr Anführer?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacks Augen verengten sich zu Schlitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Er ist korpulent, weißer Bart, trägt einen auffälligen, roten Anzug, vermutlich eine Tracht oder Uniform."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir sehen ihn jetzt." Bill beugte sich über Chloe, um das unscharfe Bild in Augenschein zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Offensichtlich ist er in Eile, hetzt seine Arbeiter ganz schön in der Gegend herum."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich wusste doch, dass es hier um Sekunden geht", knurrte Jack. "Wie könnte es auch anders sein?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er rieb sich die Stirn, sein gequälter Blick flog hinauf zum Sternenhimmel, der sich wie eine Kuppel über ihm wölbte, ungewöhnlich klar und still, als würde die Welt den Atem anhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was war es nur, das er vergessen hatte? Irgendetwas Wichtiges mussten sie übersehen haben, er könnte es schwören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Also gut, Jack." Auch Bills Stimme klang eigenartig gepresst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das Ziel ist anvisiert, die Raketen in Stellung. Internationale Konflikte wurden ausgeschlossen, die führenden Nationen der Erde sind sich einig, dass im Bereich des freien Handels keine Betrügereien erlaubt sind."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich verstehe, Sir", murmelte Jack abwesend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir sind uns doch einig, dass unser Wirtschaftssystem ernsthaft Gefahr läuft zu kollabieren, wenn wir einfach jedem erlauben würden, ungehemmt zu produzieren und sinnlos zu verteilen, ohne die Regeln des Marktes zu beachten, ohne sich um die selbstregulierenden Kräfte von Angebot, Nachfrage, die belebenden Wechselwirkungen von Zoll, Einfuhr-, Ausfuhrerlaubnis, Steuern, Preisdruck, Monopolmissbrauch, Erpressung..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß", warf Jack ein. "Ebensowenig wie die Transportindustrie es dulden kann, dass Waren unmittelbar ihrer Bestimmung zugeführt werden... ganz zu schweigen von dem Mangel an Kohlendioxidausstoß durch die streng verbotene Beförderung mit Hilfe fliegender Rentiere. Trotzdem..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schüttelte zweifelnd den Kopf, zupfte unsicher an der schusssicheren Weste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Trotzdem kommt es mir irgendwie falsch vor... als hätten wir..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sah erneut empor, hinauf in die sternklare Nacht und ihn fröstelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es schneit", murmelte er, mit traurigem Blick einer einzelnen, verirrten Flocke folgend, die langsam aus dem wolkenlosen Himmel zu ihm hinab taumelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es schneit in Los Angeles."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was?" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bill sah Chloe erstaunt an, die sich mit dem Finger gegen die Stirn tippte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jack, mein Junge." Er fuhr sich durch das silbergraue Haar, bemühte sich, den Worten einen besänftigenden, beruhigenden Unterton zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du bist überarbeitet. Nur noch diesen Auftrag, dann gehst du in Urlaub."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß nicht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aber ich weiß... wir jagen jetzt diese Brutstätte terroristisch - kommunistischen Ursprunges in die Luft, und dann legst du die Füße hoch und genießt die Feiertage."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jack zog die Stirn in Falten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Feiertage", flüsterte er. "Endlich Ruhe und..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er stockte, drehte, ohne es zu merken, an den Schlaufen seines Patronengurtes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Genau", mischte sich Chloe ein, seine Verwirrung selbst durch die Drähte absorbierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ruhe und... und... das, wovon manchmal in diesem Zusammenhang gesprochen wird... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zuerst musst du diesen Verbrecher erledigen, Jack. Er erhebt sein scheußliches Antlitz nur an diesem einen Tag im Jahr, und doch gelingt es ihm irgendwie, ihn endlos erscheinen zu lassen... erstaunlich, wie er das immer wieder..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß wie das ist; Chloe... ich weiß es."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Um so besser!" Bill's Worte durchschnitten messerscharf die Luft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jack war mit einem Mal, als würde eine sanfte Brise ihm den Klang von Glöckchen entgegen wehen. Er wand den Kopf, reckte ihn in die Richtung aus der das hauchzarte Geläut sich näherte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bill holte tief Luft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jack, du bist doch kein Anfänger. Nur noch den Peilsender befestigen, aktivieren, das Signal zum Abschuss senden, und wir haben endgültig Ruhe vor diesen fundamentalistischen Geschenkeverteilern."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Morris, sieh doch nur", quietschte Chloe mit einem Mal und wies auf die Satellitenbilder, die nun begannen, sich dem Ziel von verschiedenen Winkeln aus, zu nähern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nein wie niedlich... die grünen Käppchen... und die spitzen Öhrchen..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bill schnellte herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Lass dich nicht ablenken", warnte er. "Die Verschwörer haben ihre Zellen vom Nordpol aus überall etabliert, es gibt kaum noch ein Land, das sie noch nicht unterwandert haben. Die Bedrohung darf auf keinen Fall unterschätzt werden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Verstanden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jack senkte schweren Herzens den Kopf. Ein leises Stöhnen entrang sich seinen Lippen, als er den Schalldämpfer kunstgerecht befestigte, die Skimütze über die Augen zog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bill hatte Recht. In der heutigen Zeit gab es keinen Platz für Elemente, die sich weigerten Rücksicht auf das empfindliche Gleichgewicht der ökonomischen Kräfte zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war eine Frage der nationalen, nein, der internationalen Sicherheit, zweifellos eine Notwendigkeit, seine persönliche, heilige Pflicht, diesem, so gar nicht marktorientierten Geben und Nehmen, ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der winzige Sender, der hochexplosives Material pfeilgerade zur Wurzel des Übels lenken sollte, bohrte sich unangenehm in seine Hüfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Moment war gekommen, es gab keine Alternative, keine weitere Möglichkeit, so sehr er sich auch dagegen sträuben mochte, das Unausweichliche zu akzeptieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein merkwürdiger Duft erfüllte die Luft, als er sich lautlos, auf schwarzen Gummisohlen, an der schroffen Mauer entlang tastete. Er erinnerte ihn an seine Kindheit, an eine besondere Zeit, angefüllt mit dem Aroma von Gewürzen und Kerzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun konnte er das Geläut deutlicher vernehmen, es vibrierte hell, und ihm schien, als würde es von leise summenden Schellen begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein glitzernder Faden sank zu Boden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Engelshaar", dachte Jack und fing ihn achtlos, während er den Schalter betätigte, der das unscheinbare, elektronische Gerät in eine Quelle pulsierender, leuchtender Wellen verwandelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur eine einzige, weitere Explosion in dieser Nacht, und die Welt würde im kommenden Jahr ein klein wenig sicherer sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und darauf kam es schließlich an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-5968433914289869886?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/5968433914289869886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=5968433914289869886' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5968433914289869886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5968433914289869886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/12/unvermeidlich.html' title='Unvermeidlich'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-9207971840991665486</id><published>2009-12-19T04:46:00.000-08:00</published><updated>2009-12-19T04:47:08.770-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><title type='text'>Eine Petrelli - Weihnacht</title><content type='html'>Fanfiction&lt;br /&gt;Titel: Eine Petrelli-Weihnacht&lt;br /&gt;Autor: callisto24&lt;br /&gt;Fandom: Heroes&lt;br /&gt;Rating: PG&lt;br /&gt;Genre: comedy&lt;br /&gt;Warnung: Sehr leichte Spoiler für Season 3&lt;br /&gt;Disclaimer: Nichts davon gehört mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* * * &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Eine Weihnachtsparty?“ &lt;br /&gt;Nathan schüttelte den Kopf. „Ich bin mir nicht sicher, ob das angemessen ist. Nach all dem Chaos, das wir in den letzten Jahren angerichtet haben, halte ich es beinahe für gefährlich zu viele von uns in einem Raum zu versammeln. Geschweige denn unter einem Baum.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Dann eben nur die Familie.“ Peter grinste schief. „Irgendwie sind wir doch ohnehin alle miteinander verwandt.“ &lt;br /&gt;„Sei nicht albern“, wandte seine Mutter ein. „Da gibt es sicher jemanden, der nicht mit uns auf irgendeine Weise verknüpft ist.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nathan kratzte sich an der Schläfe. „Ich weiß nicht“, murmelte er. „Zählt zusammen im Labor gezeugt auch als verwandt?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter verzog das Gesicht. „Du willst doch nur wieder mit einer deiner zahlreichen Blondinen schäkern. Was würde deine Frau dazu sagen?“ &lt;br /&gt;Nathan zuckte mit den Schultern. „Heidi bringt Mohinder Suresh mit. Sie erzählt mir von nichts anderem, als von ihrem Wunsch, ihn mit Sahne einzusprühen und abzulecken. Und wie ich aus Erfahrung weiß, bekommt Heidi was sie will.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Also kommt Mohinder“, rief Claire triumphierend. „Dann will ich aber Hiro und Ando dabei haben. Mit denen kann man sich wenigstens unterhalten.“ &lt;br /&gt;Nathan blickte sie streng an. „Ich bin nicht sicher, ob die Beiden der richtige Umgang für dich sind, Liebes.“ &lt;br /&gt;Claire verschränkte ihre Arme vor der Brust und schob die Unterlippe vor. „Weil sie Asiaten sind? Ich hätte nicht gedacht, dass du so… so…“ &lt;br /&gt;Nathan schnaubte. „Das bin ich nicht. Aber du gehörst aufs College, junge Dame. Und da ist jeder Moment, der mit Comics und Star Trek Zitaten vergeudet wird, ein unwiederbringlicher Verlust. Ich habe schon beschlossen, dir auch das Cheerleading zu untersagen, wenn deine Leistungen in Latein nicht besser werden. Latein ist ungeheuer wichtig. Aus Caesars gallischen Kriegen zog ich die besten Lehren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claire schnappte nach Luft. „Du willst mir was verbieten? Aber Cheerleader zu spielen ist mein Leben. Was glaubst du wer…? Ich meine… du bist nicht mein… also gut, du bist… aber du bist nur einer meiner Väter. &lt;br /&gt;Daddy?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie drehte sich zu Noah um, der gerade einen Lebkuchenbrösel von seiner Jacke entfernte. &lt;br /&gt;„Hm? Was ist los, Claire-Bär?“ &lt;br /&gt;Claire stemmte ihre Hände in die Hüften und deutete mit einem Kopfnicken auf ihren biologischen Vater. „Nathan ist gemein zu mir.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was?“ Noah zog die Augenbrauen hoch. Langsam nahm er seine Hornbrille ab, legte sie sorgfältig auf dem Glastisch ab und ging einen Schritt auf Nathan zu. Er streckte sich ein wenig, und Nathan legte den Kopf in den Nacken, um ihm ins Gesicht sehen zu können. &lt;br /&gt;„Du willst Ärger, Petrelli?“ &lt;br /&gt;Nathan schluckte. „Wer… ich? Nein…“ &lt;br /&gt;Rasch wand er sich zu Claire um. „Hiro und Ando also, geht klar. Nette Jungs übrigens.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah räusperte sich, nahm seine Brille wieder auf. „Worum geht es eigentlich?“&lt;br /&gt;„Die Weihnachtsfeier“, antwortete Angela. „Wir überlegen uns, wer eingeladen wird.“ &lt;br /&gt;„Alles klar“, nickte Noah. „Wir kommen. Ich sage auch Danko Bescheid. In letzter Zeit verstehen wir uns recht gut.“ &lt;br /&gt;„Auf gar keinen Fall“, explodierte Nathan. „Der Winzling kommt mir nicht ins Haus.“ &lt;br /&gt;„Ich muss auch sagen“, mischte sich Peter ein. „Ich meine… der Typ ist gewalttätig.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ach was“, winkte Noah ab. „Ihr wollt nur die kleinsten Männer im Raum sein. Wir wissen alle, dass Frauen auf klein stehen.“ &lt;br /&gt;„Das war unfair“, schmollte Peter und verschränkte die Arme. &lt;br /&gt;Nathan war in zwei Schritten bei ihm, legte ihm seine Hand auf die Schulter und neigte sich vor, um dem Jüngeren ins Ohr zu flüstern. „Mach dir nichts draus, Bro. Der Große ist nur eifersüchtig.“ Sein verächtlicher Blick traf Noah. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut sagte er: „Es könnte nichts damit zu tun haben, dass wir beide vielleicht besonders hübsch sind? Sieh dir mal die ganzen Fanseiten im Internet an. Da kannst Du nicht mithalten.“&lt;br /&gt;Noah kräuselte die Lippen. &lt;br /&gt;„Aber als ich noch jünger war, eine Fön-Frisur trug, schwul und tierisch reich war, da hätte ich euch allemal ausgestochen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie bitte?“ &lt;br /&gt;Angela sah ihn irritiert an. „Noah-Darling, du verwechselst die Serien.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claire blickte von der Tätigkeit auf, ihr goldenes Haar sorgfältig auf gespaltene Spitzen zu prüfen. &lt;br /&gt;„Hat jemand von mir gesprochen?“ &lt;br /&gt;Noah seufzte. „Nein, Liebes. Mit ‚hübsch‘ haben die Petrellis sich selbst gemeint.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claires Mund klappte auf. „Also ich weiß ja, dass Blondinen mit Vorurteilen zu kämpfen haben, aber das ist ungerecht. Ich meine: dunkle Haare, dunkle Augen und der Latino-Typ? Da gerät jede noch so schöne Frau ins Hintertreffen.“ &lt;br /&gt;„Das ist wahr.“ Nathan strich sich das Haar zurück. „Deshalb gehen wir auch nur gemeinsam aus. Für einen von uns alleine ist es zu gefährlich. Wir sind gewissermaßen freilaufende Beute.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter nickte. „So ist es. Gemeinsam können wir sie irritieren. Sie sehen uns, können sich nicht entscheiden, wer schöner ist, und bevor sie zu einer Seite tendieren, ergreifen wir die Flucht.“ &lt;br /&gt;Angela lächelte stolz. „Meine Jungs. So praktisch.“ &lt;br /&gt;Sie blickte in die Runde. „Das haben sie von mir. Neben Haaren, Augen und dem Sinn für Stil. Doch zurück zum Thema. Wer kommt noch?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Kleine“, schlug Nathan vor. „Weihnachten ist was für Kinder. Und Micah ist doch ein Kind, oder?“ &lt;br /&gt;„Du willst doch nur, dass er eine seiner Mütter mitbringt“, beschwerte sich Peter. „Mach mir nichts vor.“ &lt;br /&gt;„Ganz und gar nicht“, behauptete Nathan. „Aber im Wahlkampf kenne ich mich aus. Politiker und Kinder kommen immer gut. Gerade an Weihnachten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aha“, rief Peter. „Das ist es also. Du denkst wieder nur an die Karriere. Deine Familie interessiert dich überhaupt nicht.“ &lt;br /&gt;Er stampfte mit dem Fuß auf. „Ich hab es so satt, dass immer alles um dich geht.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah fuhr ihm väterlich durchs Haar. „Aber das ist doch gar nicht wahr, Peter. Du spielst immer noch die Hauptrolle. Auf allen Fotos stehst du in der Mitte.“ &lt;br /&gt;Nathan sah interessiert auf. „Ach, dass ist dir auch aufgefallen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah zuckte mit den Schultern, als Angela dazwischen ging. „Kinder, Kinder. Wir wollen doch nicht streiten, und das so kurz vor Weihnachten. Eifersüchteleien passen nun überhaupt nicht zum Fest.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claires Lippen zitterten. „Aber ich dachte, ich wäre der Star. Ich meine, ich bin jung und niedlich… und erfolgreich… und in jeder Staffel habe ich einen anderen Freund.“ &lt;br /&gt;„Wie bitte?“, riefen Noah und Nathan aus einem Munde. &lt;br /&gt;„Ja, was dachtet ihr denn?“, schüttelte Angela den Kopf. „Dass sie sich nur für Comics interessiert, und dafür die Welt zu retten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nathan und Noah sahen sich verblüfft an. „Ähm… sie darf natürlich hin und wieder… also mit einem reden… solange es den Handlungsverlauf nicht beeinträchtigt.“ &lt;br /&gt;„Ach ihr.“ Angela winkte ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter ertrug es nicht so lange unbeachtet zu bleiben und trat einen Schritt vor. „Also, wenn wir uns ohnehin vor diesen ganzen Co-Stars nicht retten können, dann will ich Matt Parkman.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bist du verrückt?“ Claire wurde rot. „Der kann alle meine Gedanken lesen.“ &lt;br /&gt;Nathan stieß mit Noah zusammen, als sie sich gleichzeitig zu ihr umdrehten. &lt;br /&gt;„Wieso?“, fragte Noah beunruhigt. „Was könnte er denn lesen… bei dir?“ &lt;br /&gt;Claire wich seinem Blick aus und hüstelte. „Bei mir… nichts. Aber… aber… ich denke an die Petrellis. Diese ganzen Familiengeheimnisse… wenn das erst rauskommt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du bist auch eine Petrelli.“ Nathan ließ sich so schnell nicht beschwichtigen. „Und was die Familiengeheimnisse angeht…“ &lt;br /&gt;„Die sind echt krank“, bemerkte Angela. &lt;br /&gt;Nathan fuhr herum. „Mutter!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Naja.“ Angela zuckte mit den Schultern. „Ihr wisst schon. Ich will doch auch nicht, dass an die Öffentlichkeit dringt, womit ihr als Kinder am liebsten gespielt hat.“ &lt;br /&gt;Peter räusperte sich verlegen. „Viele Jungens spielen mit Barbie-Puppen ohne dass es ihnen schadet. Und schließlich hatte Nathan noch das Traumhaus, die Pferde und den Frisiersalon.“ &lt;br /&gt;Nathan schnalzte mit der Zunge und strafte Peters Haare mit einem verächtlichen Blick. „Als ob es etwas genutzt hätte.“ &lt;br /&gt;Peter sah verletzt zu Boden und Angela seufzte. „Nathan, das war unter der Gürtellinie. Peters Frisur ist sehr… geschmackvoll.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Können wir vielleicht mal zurück zum Thema kommen?“, rief Noah verzweifelt und riskierte einen Blick auf seine Uhr. &lt;br /&gt;„Wieso? Was hast du es auf einmal so eilig?“ Claires Augen weiteten sich. „Nein – sag nicht, dass du dich wieder heimlich mit dem triffst.“ &lt;br /&gt;Noah räusperte sich und sah unbehaglich zur Seite. &lt;br /&gt;„Eigentlich ist er ein netter Junge. Nur missverstanden. Wenn man ihm eine Chance gibt…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Typ bringt alle um!“, kreischte Claire. „Von Anfang an hörte er nicht damit auf, Ärger zu verursachen.“ &lt;br /&gt;„Da muss ich Claire recht geben“, stand Peter ihr bei. „Sylar fängt echt an zu nerven.“ &lt;br /&gt;Noah seufzte. „Ihr hattet nur einen schlechten Start. Es schlummert viel mehr in ihm. Ich sehe da durchaus Potential.“ &lt;br /&gt;„Potential?“, fragte Nathan skeptisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah nickte eifrig. „Ganz genau. Bedenkt, dass Peter um ein Haar New York in die Luft gejagt hätte, und dann kurz davor stand, die Welt zu verseuchen… um nur zwei Dinge zu nennen. Dagegen sieht Sylars kleines Hobby doch fast harmlos aus.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Moment schellte aggressiv die Türklingel und nachdem der Butler die Tür geöffnet hatte, stürzte ein aufgelöster Matt Parkman in den Raum. &lt;br /&gt;Er steuerte direkt auf Nathan zu und klammerte sich erschöpft an dessen Schultern. Erst jetzt fiel die grünliche Färbung auf, die sein Gesicht aufwies. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich… ich habe…“, stammelte er. &lt;br /&gt;„Was hast du, Matt?“ Peter riss die Augen auf, und legte den Kopf schief. &lt;br /&gt;Der ehemalige Polizist drehte sich zu ihm um und seine Augen wirkten beinahe noch größer als die seines Gegenübers. &lt;br /&gt;„Ich habe… Gottes Gedanken gelesen“, brachte Matt mühsam hervor. „Ich ging zufällig an einer Kirche vorbei… und dann…“ Er verstummte, aber das Grün in seinem Gesicht vertiefte sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela hob die Augenbrauen. „Interessant, Matt. Was hat er denn gedacht?“ &lt;br /&gt;Matt schluckte, behielt jedoch den Augenkontakt mit Peter bei, als könne ihn dieser beruhigen. &lt;br /&gt;„Er wirkte verstört, und… und… sein Sohn stellt sich quer.“ &lt;br /&gt;„Wie… stellt sich quer?“ Noah mischte sich interessiert ein. &lt;br /&gt;Matt räusperte sich. „Er… er sagt Weihnachten ab – behauptet, es sei schließlich sein Geburtstag.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wer – Gott?“ Claire blickte verwirrt von einem zum anderen. &lt;br /&gt;„Nein“, bemerkte Peter, der als erster verstanden hatte. „Sein Sohn.“ &lt;br /&gt;„Sein Sohn?“ Nathan runzelte die Stirn. „Wer soll das sein? Und was hat er damit zu schaffen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela verdrehte die Augen. „Nathan – warst du denn seit deiner Kommunion in keinem Gotteshaus mehr?“ &lt;br /&gt;Nathan wand sich unbehaglich. „Ich… ich hatte auch für die Kommunion keine Zeit damals. Ein Klassenkamerad ging für mich.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela seufzte. „Matt spricht natürlich von Jesus Christus. Um ihn geht es doch bei der ganzen Sache.“ &lt;br /&gt;Claire schluckte. „Aber wieso kann ein Typ wie der einfach alles absagen? Wie kommt der darauf?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Matt drehte sich zu ihr. „Er hat genug davon, dass in jeder zweiten Serie sein Name missbraucht wird“, gab er heiser zu. „Und nun will er sich von allem zurückziehen. Und… und es handelt sich schließlich um seinen persönlichen Ehrentag. Ohne die Sache in dem Stall...“ &lt;br /&gt;Noah rückte seine Brille gerade. „Das mag durchaus sein“, überlegte er. &lt;br /&gt;„Aber seien wir doch ehrlich. Im Grunde hat Jesus inzwischen mit Weihnachten nur noch am Rande zu tun. Weder Weihnachtsbaum noch Adventskranz gehen auf sein Konto. Und nicht einmal die Geschenke. Das waren die Heiligen Drei Könige. Also, wenn die Einwände hätten, wäre es vielleicht etwas anderes, aber so?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sah Angela an, die seinen Blick nachdenklich erwiderte. „Ich denke fast, dass du recht hast, mein Lieber“, murmelte sie versonnen. „Er tat nichts, außer im Stroh zu liegen. All das, was Weihnachten heutzutage ist, wurde unabhängig von ihm erschaffen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Matt richtete sich auf. Langsam kehrte die gewohnt rosige Farbe in sein Gesicht zurück. &lt;br /&gt;„Ihr meint also, es ist noch nicht alles verloren?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah schüttelte entschieden den Kopf. „Definitiv nicht. Das Konzept steht und die Party findet statt. Aufgrund des beträchtlichen Zeitraumes, der seit dem Ereignis verstrichen ist, auf das dieser Hippie sich beruft, besitzt er auch keinerlei Urheberrechte mehr. Eigentlich könnte er froh sein, noch irgendwo unterzukommen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela verengte ihre Augen zu Schlitzen. „Mein Lieber – ich denke, dass sich mir eine Vision aufdrängt.“ &lt;br /&gt;„Oh nein“, seufzten Peter und Nathan wie aus einem Munde. „Bitte nicht schon wieder.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Doch.“ Angela nickte triumphierend. „Wir engagieren Jesus Christus als Gaststar für die Weihnachtsfolge. Einschaltquoten garantiert. Und noch dazu ist er fraglos einer von uns. Ich meine: Über Wasser laufen, Fisch und Wein vervielfältigen und vom Tode auferstehen? Wenn das nicht eindeutig ist.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du meinst…?“ Claire riss den Mund auf. &lt;br /&gt;„Ganz recht“, bestätigte Angela und lächelte leicht. Dan Brown hat sich nicht geirrt.“ &lt;br /&gt;„Aber dann…“ Nun war es an Nathan seinen Mund aufzuklappen. &lt;br /&gt;„Das ist doch keine Überraschung“, brummte Noah kopfschüttelnd. „Die Geschichte ist voll von euch Mutierten. Das muss eine Blutlinie sein. &lt;br /&gt;Propheten, Wunderheiler, Religionsgründer – mit oder ohne ihr eigenes Wissen…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Oh mein Gott“, rief Peter passend aus. „Das ist es. Er wollte keine Religion erschaffen. Christus wurde nur missverstanden, fehlinterpretiert. Genauso wie ich…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nathan strich ihm mitleidig übers Haar. „Aber sicher, Kleiner. Deshalb haben wir dich doch mit ausgebreiteten Armen vom Dach fallen lassen. Sag bloß, du hast die Anspielung nicht begriffen?“ &lt;br /&gt;Peter schob beleidigt seine Unterlippe vor. „Die Serie ist so überladen mit Anspielungen, da kommt kein normaler Mensch mehr mit.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber sicher, mein Junge.“ Angela leistete Nathan Gesellschaft dabei Peter übers Haar zu streichen. „Keine Sorge. Das Denken übernehmen wir für dich. Und vielleicht kann der Erlöser dir beizeiten ein paar wertvolle Tipps für die Zukunft geben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noah hob mahnend beide Hände. „Nicht so schnell. Ich dachte, Matt hätte gesagt, der Messias wolle sich vom Geschäft zurückziehen. Ist es nicht so, Matt?“ &lt;br /&gt;Matt, der gerade dabei war aus Spekulatius ein Kartenhaus zu bauen, sah verwirrt auf. „Wie… äh… ja, genau.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nathan winkte ab, entblößte dann gekonnt seine Zähne zu dem gewinnenden Politikerlächeln für das er berühmt war. „Lasst mich die Verhandlungen führen, Leute. Meinem Charme konnte noch niemand widerstehen. Auch Gottes Sohn dürfte da keine Ausnahme bilden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela rieb sich die Hände. „Dann wäre das ja soweit geklärt. Ich wusste, dass wir es schaffen. So lasset die Spiele beginnen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber welche Spiele denn jetzt?“ Claire knabberte konzentriert an ihrer Unterlippe. „Ich versteh nur Bahnhof.“ &lt;br /&gt;„Liebes“, lächelte Angela. „So muss es sein. Und ich verspreche dir, es geht dem Zuschauer nicht anders. Die Serienwelt trägt ebenso viele Irrungen, Wirrungen und Geheimnisse in sich, wie unsere Schöpfung.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lehnte sich vertraulich vorwärts. „Liegt daran, dass die kreativen Köpfe, ob es sich nun um überarbeitete Drehbuchautoren oder übernatürliche Wesen handelt, allzu oft den Anforderungen nicht gewachsen sind. Da müssen wir Geduld aufbringen, abwarten und im Stillen hoffen, dass es besser wird.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was – die Serie?“, murmelte Matt mit vollem Mund, da er gerade den Schornstein seines Spekulatius-Hauses probierte. „Die ist doch gut.“ &lt;br /&gt;„Sicher, Parkman.“ Nathan klopfte ihm auf den Rücken bis Matt hustete. „Wenn wir unsere Ansprüche zurückschrauben, kommen wir mit beidem zurecht, mit der Welt und mit der Serie.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claire zuckte mit den Schultern. „Klingt in Ordnung für mich. Ich will nur etwas Spaß haben.“ &lt;br /&gt;Peter strich sich eine Locke aus der Stirn. „Also ich weiß nicht… da muss doch mehr sein… ein Sinn…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela stemmte die Arme in die Hüfte. „Heute nicht. Viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Vorbereitung, Catering, Dekoration, Studio, Setting, Casting, Maske, Soundtrack und vielleicht eines Tages ein Spielfilm… da kommt noch einiges auf uns zu.“ &lt;br /&gt;„Alles klar, Ma“, stimmte Nathan ihr zu und sah auf seine Armbanduhr. „Ich mach dann mal einen Termin mit Jesus. Vielleicht krieg ich seinen Dad auch ans Rohr.“ &lt;br /&gt;Matt schluckte. „Ich weiß nicht, ob du… er klang ein wenig aufgebracht.“ &lt;br /&gt;„Parkman!“ Angela schüttelte den Kopf. „Hab ein wenig Gottvertrauen. Mein Junge macht das schon.“ &lt;br /&gt;„So ist es.“ Nathan strich seinen Anzug glatt, öffnete das Fenster und schoss ohne ein weiteres Wort in die Höhe. &lt;br /&gt;Angela schüttelte den Kopf. „Wenn er nur nicht so unhöflich wäre. Von mir hat er das nicht. Egal – Frohe Weihnachten und Cut!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-9207971840991665486?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/9207971840991665486/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=9207971840991665486' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9207971840991665486'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/9207971840991665486'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/12/eine-petrelli-weihnacht.html' title='Eine Petrelli - Weihnacht'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-2338706100781272647</id><published>2009-04-05T13:18:00.000-07:00</published><updated>2009-04-05T13:19:01.030-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><title type='text'>Wasser</title><content type='html'>Wasser&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon immer hatte er sich auf eine geradezu abartige Weise vor dem Wasser gefürchtet. Seine Mutter war nicht müde geworden, immer wieder davon zu erzählen, wie er sich mit Händen und Füßen und lautstarkem Gebrüll bereits als Baby vor dem Waschen gefürchtet, beim Anblick der Badewanne in regelrechte Panikattacken ausgebrochen war. &lt;br /&gt;Man hatte dieser Eigenart schließlich Rechnung getragen und sich damit begnügt, ihn lediglich mit einem feuchten Waschlappen zu säubern. Ebenso gewöhnten seine Eltern sich an, ihm die Haare stets bis an die Grenze zur Nichtexistenz abzuschneiden, einzig zu dem Zwecke, damit auch hier die soeben erwähnte Reinigungsmethode ausreichte. &lt;br /&gt;Auf Vergnügungen, denen sich andere Kinder hingaben, wie das Plantschen in offenen Gewässern, oder auf das lediglich barfüßige Waten durch sanft dahinplätschernde Wellen, verzichteten sie sehr bald. Gedanken an Schwimmen lernen, Urlaub am Meer oder in Badeparadiesen kamen erst gar nicht zur Sprache. &lt;br /&gt;Felix vermisste Vergnüglichkeiten dieser Art nicht im Geringsten. Im Gegenteil, für die begeisterten Berichte seiner Klassenkameraden, oder deren sommerliche Verabredungen in Freibädern oder am Badesee, zeigte er nur ein verächtliches Lächeln. &lt;br /&gt;Nach seiner Ansicht war der Mensch nicht dafür geboren, sein Leben im oder auch nur am Wasser zu verbringen. Die Sehnsucht der meisten seiner Mitbürger nach dem Anblick der unendlich blauen Fläche, dem unverkennbaren Geruch nach Algen und Seetang, verstand Felix nicht einmal ansatzweise. &lt;br /&gt;Wuchsen ihm etwa Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen, oder war es ihm gegeben, mit Kiemen ausgestattet unter Wasser zu überleben? &lt;br /&gt;Mit Sicherheit nicht, und Felix war davon überzeugt, dass in diesen Vorgaben der Natur ein Sinn lag und eine Anweisung, der er nicht plante, sich zu widersetzen. &lt;br /&gt;Nein, er hielt es mit den weisen Naturvölkern, die sich von ihren Gewässern fernhielten, bedachte dabei allerdings nicht, dass diese aus guten Gründen, wie dem Wunsch zu Überleben handelten. &lt;br /&gt;Beinhalteten die mit dem Wasser verbundenen Gefahren doch ekelhaftes und unberechenbares Getier, wie nur als Beispiel erwähnt Krokodile oder Schlangen. Viel schlimmer und furchteinflößender stellten sich ihm die Möglichkeiten dar, die sich jedem Parasiten bot, der sich auf einen nichtsahnend in die verseuchte Flüssigkeit steigenden und nur allzu verwundbaren Körper stürzen konnte. Angefangen mit Blutegeln, machten die Horrorgeschichten auch nicht vor dem widerlichsten Gewürm Halt, das sich durch jede Körperöffnung Einlass verschaffen und sein zerstörerisches Werk beginnen konnte. &lt;br /&gt;Es blieb dabei, Wasser war ein zu unabwägbares Risiko, als dass man allzu leichtfertig damit umgehen sollte. &lt;br /&gt;Als Felix älter wurde, gewöhnte er sich an, auch bei dem, was er aufnahm und nicht nur bei der Umgebung, der er seinen Körper aussetzte, genauestens auf seine Sicherheit zu achten. &lt;br /&gt;Wasser, das er zu trinken beabsichtigte, musste gründlich abgekocht werden, mindestens zehn Minuten, bestenfalls über einen Zeitraum von zwanzig Minuten. &lt;br /&gt;Da Felix zu dieser Zeit gerade mitten in wichtigen Prüfungen steckte, nahm seine Mutter die Mühe gerne in Kauf und sorgte dafür, dass jede Flüssigkeit, die ihr Sohn aufzunehmen beabsichtigte, auch die gewünschte Zeit sterilisiert wurde. &lt;br /&gt;Immerhin – sicher war sicher – und im Grunde konnte es auch kein Fehler sein, auf seine Gesundheit zu achten. &lt;br /&gt;Und gesund blieb Felix, das musste jeder in seiner Umgebung zugeben. Als würden die Keime einen Bogen um ihn machen, so erkältete er sich so gut wie nie, blieb von geradezu nervtötender Gesundheit. &lt;br /&gt;Ein wenig anstrengender, aber immer noch akzeptabel wurde es in ihren Augen, als Felix beschloss, dass auch zum täglichen Putzen der Zähne und dem ohnehin schon sparsam ausgeführten Ritual der Körperpflege nichts anderes, als bereits abgekochtes Wasser akzeptiert werden konnte. &lt;br /&gt;Die Prüfungen gingen vorbei, und Felix begann sein Studium. Er entschied sich in der nahegelegenen Großstadt zu studieren, um das Geld für die Unterkunft zu sparen. Nicht nötig war es dabei zu erwähnen, dass es ihm in jeder anderen Umgebung, außerhalb der seiner Eltern, kaum möglich gewesen wäre, sein Tagespensum zu erfüllen. &lt;br /&gt;Dieses beinhaltete neuerdings zu dem Abkochen jeder Flüssigkeit, auch noch die dreifache Wiederholung des Vaterunsers, begleitet von einer genauestens ausgeklügelten Abfolge gymnastischer Übungen, die er sich bereits vor Jahren zusammengestellt hatte. &lt;br /&gt;Diese bezweckte eine ausgewogene und wiederholte Anspannung und darauffolgende Entspannung sämtlicher Muskelpartien, eine Möglichkeit, wie er sie sah, um den Körper zu reinigen von den schädlichen Einflüssen, denen er während der Fahrt zur Uni ausgesetzt war. &lt;br /&gt;Sein Pech wollte es nämlich, dass diese Fahrt direkt an einem Gewässer vorbeiführte. &lt;br /&gt;Zugegeben, er sah dieses nur durch die trüben Scheiben eines Zugfensters, doch allein das Wissen um die Existenz, um die unmittelbare Nähe mit der Gefahr, erweckte in Felix unangenehmste Gefühle. Diese schienen ihm am ehesten noch mit denen vergleichbar, die ihn bereits während Kindheit in ein nervliches Wrack verwandelt hatten. &lt;br /&gt;Er sprach nicht über sein Leiden. Wenn ihm doch eine Bemerkung herausrutschte im Beisein eines Menschen, dem er genug Vertrauen schenkte, als dass er sich soweit öffnen konnte, so führte sie zumeist zu ähnlichen gutgemeinten, wenngleich unnötigen Ratschlägen. &lt;br /&gt;Da war zum Beispiel der Vorschlag, doch den Führerschein zu machen und mit Hilfe eines Autos der so verhassten Zugfahrt aus dem Weg zu gehen. &lt;br /&gt;Felix nickte nur höflich zu Ratschlägen wie diesem und bedankte sich nach allen Regeln des Anstands. &lt;br /&gt;Tief in sich konnte er jedoch nicht anders, als heftig den Kopf zu schütteln über die Naivität einer solchen Denkungsart. &lt;br /&gt;Bedachten all die wohlmeinenden Personen doch weder, dass der Besitz eines Autos die zwangsläufige Reinigung desselben zur Folge hatte. Und weder hatte Felix vor, sich mit eimerweise abgekochten Wasser an das Polieren eines Haufen Blechs zu begeben, noch zog er auch nur den Bruchteil einer Sekunde die Möglichkeit der Waschanlage in Erwägung. Allein ein Anblick eines solchen Gebildes ließ Felix bereits erschauern. &lt;br /&gt;Doch der Schwerwiegendste aller Gründe lag in dem Rinnsal von Bach, das sich direkt um die einzige Fahrschule des kleinen Vorortes schlängelte. &lt;br /&gt;Ein Bach, der immer noch groß genug war, als dass Felix, sobald er in dessen Nähe kam, gezwungen war, sein Ritual der Vaterunser und der rhythmischen Übungen auszuführen. &lt;br /&gt;Nicht selten erntete er dabei schräge Blicke von zufällig Vorbeigehenden, doch im Laufe der Zeit gewöhnte er sich an diese Unannehmlichkeit und bemühte sich, darüber hinweg zu sehen. &lt;br /&gt;Andere Menschen verstanden nicht, was er verstand. Sie sahen die Gefahren nicht, denen er täglich ausgesetzt war. Und manchmal beneidete Felix sie, beneidete sie um ihre Leichtfertigkeit, ihre Gedankenlosigkeit, ihr oberflächliches Treiben über die klaffenden Abgründe der Welt hinweg, vorbei an hungrigen Monstern und unsichtbaren Gefahren. &lt;br /&gt;Nur er sah sie, sah jedes Monster in jeder erschreckenden Einzelheit, erkannte jede Gefahr in ihrer ganzen Ausprägung, ihrem fürchterlichen Grauen. &lt;br /&gt;Und so blieb es seine Aufgabe, die Drohungen des Unvorhersehbaren in Schach zu halten, seine Aufgabe, mit all seinen Möglichkeiten dagegen anzukämpfen, dass das Böse die Überhand gewann, dass der Schrecken die Kontrolle übernahm. &lt;br /&gt;Er hatte keine andere Wahl, als seine Übungen auszudehnen, als seine Einschränkungen genauer zu definieren. &lt;br /&gt;Bald sah man ihn fast ausschließlich mit unermüdlich sich bewegenden Lippen. Ständige Vaterunser entströmten seinem Mund, verstummten nur, wenn die Anstrengung des Trainings ihm die Puste nahmen. &lt;br /&gt;Denn seinen Körper zu stählen, abzuhärten, sah Felix als einzigen Ausweg aus dem Dilemma der immer größer werden Risiken, die ihn umgaben. &lt;br /&gt;Er musste Umwege nehmen, joggte durch mehrere Querstraßen, vor und zurück, um von dem Brunnen auf dem Marktplatz den größtmöglichen Abstand zu halten. &lt;br /&gt;Dazu kamen die unvorhergesehenen Notwendigkeiten, wie zum Beispiel gerade im Sommer die zunehmende Anzahl offen herumstehender Wasserflaschen, Gießkannen oder noch schlimmer: laufender Gartensprenganlagen. &lt;br /&gt;Felix sprach bald nicht mehr, nichts Anderes als sein zum Mantra gewordenes Gebet. Zu sehr waren seine Lippen damit beschäftigt, die Worte des Vaterunsers zu formen. &lt;br /&gt;Die Übungen, die er mittlerweile um einige Kniebeugen und Liegestützen erweitert hatte, nahmen ihn zu sehr in Anspruch, als dass er noch den Aufgaben des Studiums nachkommen konnte. &lt;br /&gt;Unnötig zu erwähnen, dass seine Eltern sich hilflos fühlten. Schon seit langem war jede Ansprache an ihn ungehört verhallt. Zu lange hatten sie sein Verständnis vorgaukelndes Kopfnicken als positives Zeichen gewertet und nicht als das gesehen, was es war: Die Möglichkeit, sie für den Moment loszuwerden und sich ihrer unnötigen Mittäterschaft zu entledigen. &lt;br /&gt;Der Priester, den sie aufgrund seiner unzerstörbaren Vorliebe für die Worte des Herrn holten, brachte sie nicht weiter, begnügte Felix sich doch damit, ihn mit Missachtung zu strafen, woraus jener unweigerlich schloss, dass es sich hierbei um kein kirchliches Problem handelte und sich umgehend empfahl. &lt;br /&gt;Es überraschte also nicht wirklich festzustellen, dass den lieben Eltern von Felix die Belastung über kurz oder lang zu viel wurde. Nun – sie selbst überraschte es vielleicht und auch Felix. Obwohl Felix im Grunde zu abgelenkt war, um die Veränderungen um ihn wahrzunehmen. &lt;br /&gt;Seine Eltern zogen sich auffallend zurück, nicht unbedingt absichtlich, sondern mehr aus Gründen der Notwendigkeit, besser gesagt aus Gründen der puren Selbsterhaltung. &lt;br /&gt;Sie gingen Felix aus dem Weg, soweit ihnen dieses möglich war und sie ignorierten sein Verhalten mit all der verbleibenden Kraft, die ihnen zur Verfügung stand. &lt;br /&gt;Unglücklicherweise handelte es sich bei dieser Kraft nur noch um einen spärlichen Rest dessen, was sie einst als junge Eltern ausgezeichnet hatte. Die jahrzehntelange Beobachtung, das Hegen und Pflegen einer Pflanze, die in keine Richtung wuchs, die sich im Kreis drehte und keine Anstalten unternahm, ihrem eigenen ewig verzweifelten Rundlauf ein Ende zu bereiten, hatten sie bis zu einem Punkt erschöpft, an dem kein Ausweg mehr zu existieren schien. &lt;br /&gt;Sie liebten Felix, liebten ihn wirklich, und vielleicht war auch das der Grund, warum sie beschlossen, ihn und damit auch sich selbst von dem Elend, das sie eingeholt hatte, zu befreien. &lt;br /&gt;Gerichtsverhandlungen, psychiatrische Sitzungen und Gefängnisstrafe ertrugen sie ohne zu klagen. Ruhig und stoisch saßen sie ihre Zeit ab, unterließen unnötige Verteidigungsmaßnahmen, leere Rechtfertigungen. &lt;br /&gt;Denn sie waren sich einig, wie stets in den wichtigen Fragen ihrer Ehe, einig, dass es die Opfer wert war, endlich frei zu sein. &lt;br /&gt;Und es war leichter gewesen, als erwartet. Kam ihnen der geschwächte Zustand ihres Sohnes doch zu Gute. Selbst wenn sie einen Moment befürchtet hätten, ihn mit ihren vereinten Kräften nicht unter dem Kissen festhalten zu können, so wussten sie doch, dass der tropfende Eimer Wassers neben seinem Bett, die erforderliche Lähmung zur Folge hatte, die eine Schrecksekunde, die sie brauchten. &lt;br /&gt;Ihre Trauer hielt sich aus den erwähnten Gründen in Grenzen, und das erste, was sie unternahmen, nachdem ihre Freiheit ihnen wieder geschenkt worden war, bestand in einem Ausflug an die See. Wasser soweit das Auge reichte. Wasser und sonst nichts mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-2338706100781272647?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/2338706100781272647/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=2338706100781272647' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2338706100781272647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/2338706100781272647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/04/wasser.html' title='Wasser'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-374667095532807301</id><published>2009-02-04T11:57:00.001-08:00</published><updated>2009-02-04T11:57:55.921-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzgeschichte'/><title type='text'>Berührung</title><content type='html'>Berührung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie berührten sich oft. Lange war es Janine nicht aufgefallen. Erst als Simon, halb im Scherz, halb mit Ernst begann seine Bemerkungen fallen zu lassen, da erkannte auch Janine, dass seine Beobachtungen keineswegs übertrieben waren. &lt;br /&gt;Simon war der Clown am Set, immer hatte er einen Scherz auf den Lippen und darin lag wohl auch der Grund, dass niemand sein Geplänkel wirklich ernst nahm. &lt;br /&gt;Und dann kannten sie alle Calvin, kannten seine Art. Er umarmte alles und jeden, und mit besonderer Vorliebe seine Kollegen. Als müsse er sich mit jedem verbünden, ein Bindung aufbauen, der ihm in einer Szene zuspielte, so küsste, knuffte oder fuhr er ihm durchs Haar, ob derjenige dies nun gut hieß oder nicht. Es war der Preis dafür, dass er sich wohlfühlte. Und wenn Calvin sich wohlfühlte in seinem Spiel, dann agierte er brillant, einer Oskar-Nominierung würdig, so zumindest die Zeitungen. Wenigstens die Zeitungen, die sich mit einer durchschnittlichen Fernsehserie wie der Ihren beschäftigten. &lt;br /&gt;Obwohl es auf das Ensemble ankam, so gab es doch kaum einen Zweifel, dass Calvins Talent die Show in die erste Riege katapultieren konnte, ließe man ihm genug Freiraum. Doch soweit war es noch nicht. Sein Charakter war wichtig, unbestritten. Ebenso wichtig wie der Kevins. &lt;br /&gt;Dabei begann alles mit der Konzentration auf Kevins Rolle, seine Entwicklung, sein Schicksal. Doch nur nach wenigen Folgen konnten Drehbuchautoren ebenso wenig wie verantwortliche Produzenten die Dynamik übersehen, die beide Schauspieler aus dem Nichts heraus kreierten. Sie reagierten und gebaren neue Handlungsstränge, neue Ideen, überraschende Wendungen. &lt;br /&gt;Und Kevin wuchs über sich hinaus, seine Fähigkeiten wuchsen über alles hinaus, was er bislang gezeigt hatte. So erstaunte es niemanden, der die beiden zusammen erlebte, dass der Jüngere stets nur in den höchsten Tönen und voller tiefer Bewunderung von Calvin sprach. Sie ergänzten sich und die Freundschaft, die sich entwickelte kam natürlich und fließend. &lt;br /&gt;Vielleicht lag es auch am Altersunterschied, am Mangel kollegialen Neides oder einfach an dem lockeren Umgang beider Darsteller mit dem plötzlich eintretenden Erfolg, dass es keinerlei Misstöne gab, dass beide in Interviews den anderen über das werbetechnisch notwendige Maß hinaus lobten und verehrten. &lt;br /&gt;Für Janine war es ihre erste Rolle, ihre erste größere Rolle. Sie war jung und neu in dem Geschäft, mehr durch Zufall dazu gekommen, als durch irgendetwas anderes. Und trotzdem liebte sie es, liebte die Schauspielerei, liebte die Spannung, die Konzentration, das Abrufen höchster Leistungen unter Zeitdruck mehr als alles andere, was sie bislang versucht hatte. &lt;br /&gt;Ihre ersten Schritte als Modell ließen sich besser verwerten, als ihre Agentin geglaubt hatte und so stieg sie rasch zu einer der beliebtesten Charaktere der Serie auf. Nicht von ungefähr und mit Sicherheit hilfreich war die Tatsache, dass sie dazu erkoren war, die große und heimliche Liebe für Kevins Charakter darzustellen. Ein Umstand, der ihr sehr entgegenkam, musste sie doch zugeben, einen schwachen Punkt in sich zu bemerken, jedesmal, wenn Kevin auf sie zukam. &lt;br /&gt;Auch aus diesem Grund machte ihr Herz einen ordentlichen Sprung, als dieser eines Abends nach Drehschluss auf sie zukam. &lt;br /&gt;Janine bemerkte den hilfesuchenden Blick und das darauf folgende, beinahe unmerkliche Nicken, mit dem Calvin antwortete, obwohl er sich gerade im Gespräch mit der Regieassistentin befand. Breit lächelnd und seinen Charme in alle Richtungen versprühend unterhielt er sich, doch seine Augen huschten von Zeit zu Zeit zu Kevin herüber, der immer noch ein wenig unsicher vor ihr stand. &lt;br /&gt;Für einen Augenblick nur fragte Janine sich, wie Calvins Frau es wohl aushielt, dass dieser mit jedem weiblichen Wesen flirtete, mittlerweile offensichtlich ohne sich selbst dessen bewusst zu sein. &lt;br /&gt;Janine legte den Kopf schief und strich ihr rötlich schimmerndes Haar zurück, sich sehr wohl bewusst, dass das Freilegen ihrer weißen Haut am Nacken und der Anblick der weichen Linie, die sich zwischen Hals und Schultern dehnte, ausreichten, um mehr als einen interessierten Betrachter in seinen Knien schwach werden zu lassen. &lt;br /&gt;Auch Kevin schluckte trocken, lächelte dann sein typisches schiefes, jungenhaftes Lächeln und fragte sie, wie erwartet, ob sie nicht Lust habe, mit ihm auszugehen. &lt;br /&gt;Natürlich hatte sie, und selbst wenn seine schlanke, beinahe schlaksige Gestalt und seine dunklen Locken ihr kein angenehmes Kribbeln im Unterleib verursacht hätten, so würde sie doch alleine zusagen, um der Presse eine hübsche Story aufzutischen und somit ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. &lt;br /&gt;Der Abend verlief nett und harmlos. Sie tasteten sich vorsichtig einander an, lernten sich kennen, doch ohne in die Tiefe zu gehen. Als die Paparazzi auftauchten, nahm Kevin ihre Hand und hielt sie, bis beide sicher gehen konnten, dass alle Schnappschüsse gemacht waren. &lt;br /&gt;„Das war sehr schön“, sagte sie zum Abschied und bot ihm ihre Lippen, die er pflichtschuldig und doch zärtlich küsste. Viel zu kurz, wie sie fand, aber doch ein Anfang. &lt;br /&gt;Und wie sie es sich hätten denken können, war Simon am nächsten Morgen der erste, der einschlägige Artikel und Schlagzeilen zitierte. „Die junge Liebe“, neckte er Janine, die ihm empfahl, seinen Text noch einmal durchzugehen, anstatt dumme Gerüchte zu verbreiten. Schließlich war für gewöhnlich nicht sie es, die Dreharbeiten verzögerte. &lt;br /&gt;Simon jedoch ließ sich nicht beeindrucken. „Du willst also behaupten, es wäre nichts zwischen euch?“, stichelte er weiter. &lt;br /&gt;Gegen ihren Willen fühlte Janine wie ihr das Blut in den Kopf stieg. „Gar nichts“, zischte sie zurück und verteilte Puder auf ihren Wangen. „Wir sind nur Freunde.“ &lt;br /&gt;„Ach so“, meinte Simon und steckte die zu seiner Uniform gehörende Marke an, die ebenso falsch war, wie alles andere am Set. „Nur Freunde, so wie Kevin mit Calvin nur befreundet ist.“ &lt;br /&gt;Janine entging der giftige Unterton, als sie bestätigte. „Genau so. Wir waren nur essen.“ &lt;br /&gt;Simon stand auf und pfiff vor sich hin, zwei der Zeitschriften, die er mitgebracht hatte, vor sich her wedelnd. &lt;br /&gt;Janine zuckte zusammen, als eine lange Gestalt sich plötzlich über sie beugte. Zuerst dachte sie, Kevin würde ihr sanft ins Ohr pusten, doch dann verstand sie die leisen Worte. &lt;br /&gt;„Ich muss mit dir sprechen“, flüsterte er und Janine nickte nur, unfähig zu antworten, da ihr ganzer Körper vibrierte und ihr Blut in den Ohren rauschte. &lt;br /&gt;Doch es schien auch, als habe Kevin weiter nichts sagen wollen, denn als sie wieder zu sich kam, war er bereits verschwunden. &lt;br /&gt;Sie hatten eine Szene zusammen und Janine glaubte, die Spannung knistern zu hören. Jedoch kam das leise Knistern nicht gegen die Funken an, die zwischen Kevin und Calvin flogen, als sie an einem einzigen Drehtag den Bogen zwischen Streit und Versöhnung ihrer Charaktere schlugen. &lt;br /&gt;Janine ging es wie den meisten anderen, die gebannt zusahen, obwohl sie sich eigentlich bereits hätten zurückziehen können. Heimlich bestätigte das Gesehene sie in ihrer Überzeugung, dass die beiden miteinander geübt haben mussten. &lt;br /&gt;Die Zweifel, der Verrat und die unausweichliche Versöhnung entfalteten sich zu perfekt, zu flüssig. Deshalb war Janine auch nicht überrascht, als Kevin die Hand Calvins ergriff und ihn zu ihr führte. Sie berührten sich, während des Spiels und in Wirklichkeit. Ihre Vertrautheit unterstützte ihre Kunst. &lt;br /&gt;Erst als er vor ihr stand, ließ Kevin den anderen Mann los. „Ist es in Ordnung, dass Calvin mitkommt?“, fragte er leise. &lt;br /&gt;Janine sah ihn überrascht an, nickte dann. „Ja doch, warum nicht“, antwortete sie trotz widerstrebender Gefühle. &lt;br /&gt;„Ich habe nicht viel Zeit“, sagte Calvin beinahe entschuldigend. „Aber wir können mit meinem Wagen fahren und zurück nehmt ihr ein Taxi.“ &lt;br /&gt;Kevin lächelte, also lächelte auch Janine und erntete von Calvin einen spontanen Kuss auf die Wange. &lt;br /&gt;Es dauerte nicht lange, den Drehtag zu beenden und sich umzuziehen. Dennoch wartete Calvin bereits auf sie und auch auf Kevin. Er schien es wirklich eilig zu haben, ein Umstand, der Janine nicht weiter beunruhigte. &lt;br /&gt;„Wohin fahren wir?“, fragte sie, nachdem sie sich gemütlich in die Polster zurückgelehnt und ihren kurzen Seidenrock glattgestrichen hatte. &lt;br /&gt;Calvin antwortete und Janine nickte erfreut. Ein kleines Weinlokal mit abgetrennten Nischen und großer Betonung auf Privatsphäre. Offenbar war dieser Abend nicht als Futter für die Fotographen geplant. &lt;br /&gt;Der Wein war schwer und süß und Janine fragte sich einen Moment, ob beide Männer ihr zuliebe die gleiche Bestellung getätigt hatten. &lt;br /&gt;Sie deutete auf Calvins Karaffe. „Kannst du danach noch fahren?“ &lt;br /&gt;Calvin lächelte und legte eine Hand auf Kevins Arm. Überhaupt saßen die beiden sehr eng zusammen. Janine kam es vor, als würden ihre Knie sich unter dem Tisch berühren. &lt;br /&gt;Nicht, dass sie kein attraktives Bild boten, das musste sie unumwunden zugeben. Beide dunkles Haar, kaffeebraune Augen und beinahe die gleichen Hemden, weiß und steif im Kragen. Sie könnten die Brüder sein, als die sie besetzt worden waren. &lt;br /&gt;„Ich trinke nicht aus“, sagte Calvin. „Kevin bekommt, was mir zu viel ist.“ Ihre beiden Augen trafen sich und Janine bemerkte etwas wie Trauer oder Schmerz in dem dunklen Blick. &lt;br /&gt;Dann sah er auf seinen Teller, sprach jedoch weiter. „Ihr versteht euch also gut, Kevin und du.“ &lt;br /&gt;Janine blinzelte. „Ja, ich denke schon.“ Verwundert wandte sie ihre Aufmerksamkeit Kevin zu, bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck zu deuten. &lt;br /&gt;„Das ist schön.“ Calvin blickte immer noch nach unten. Mit Messer und Gabel schob er lustlos das Stück Baguette auf seinem Teller hin und her. „Sehr schön.“ &lt;br /&gt;„Ich… ich weiß nicht…“ Janine runzelte die Stirn, fühlte sich mit einem Mal bloßgestellt, unvorbereitet auf einer Bühne, ohne auch nur die leistete Ahnung zu haben, was von ihr erwartet wurde. &lt;br /&gt;„Es… es ist ein wenig kompliziert“, murmelte Kevin und Janine bemerkte, dass seine Augenlider flatterten. &lt;br /&gt;Calvin bemerkte dies auch. Er beugte sich zu Kevin, legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Möchtest du das lieber ohne mich…?“, fragte er leise. &lt;br /&gt;Kevin seufzte, drehte dann seinen Kopf, um den anderen direkt anzusehen. „Ich glaube ja“, sagte er leise. „Entschuldige bitte. Ich dachte zuerst, es wäre leichter, wenn du dabei bist… aber jetzt.“ &lt;br /&gt;„Ich verstehe.“ Calvin lächelte und küsste ihn auf die Wange. „Ruf mich an“, sagte er, bevor er sich erhob und zu Janine ging, diese ebenfalls liebevoll küsste. „Sei nicht böse auf mich“, wisperte er, ein Hauch nur, so dass sie nicht sicher sein konnte, ob die Worte auch für Kevin gedacht waren. &lt;br /&gt;Janines Frage, warum in aller Welt sie denn böse sein sollte, blieb unausgesprochen, als Calvin die Kellnerin winkte und in der weltgewandten Art, die Janine eher aus seiner Rolle kannte, die Rechnung beglich. &lt;br /&gt;Seine Augen trafen noch für einen Augenblick die Calvins, bevor er sich abrupt umdrehte, als würde ihm der Abschied anders nicht gelingen, und das Restaurant verließ. &lt;br /&gt;Das Schweigen zwischen Janine und Kevin dehnte sich aus, wuchs zur Unbeweglichkeit. Endlich hielt Janine es nicht mehr aus, räusperte sich. Als erwache Kevin aus seinen Gedanken, richtete er sich plötzlich auf, griff nach Calvins Glas und stellte es neben das seine. Seine Finger hielten den Stiel und er betrachtete scheinbar konzentriert die Farbe des Getränks, als er anhob zu sprechen. &lt;br /&gt;„Ich wollte Calvin dabei haben, weil ich dachte, dann wäre es leichter, dir unseren… meinen Vorschlag zu unterbreiten.“ &lt;br /&gt;Er schwieg wieder und Janine begann unruhig auf ihrem Sitz hin und her zu rutschen. Das wurde eindeutig immer merkwürdiger. &lt;br /&gt;„Was denn für einen Vorschlag?“, fragte sie schließlich. &lt;br /&gt;Kevin hob das Glas, nippte daran, setzte es dann langsam wieder ab. Erst dann blickte er auf, suchte ihre Augen. &lt;br /&gt;„Janine“, begann er. &lt;br /&gt;„Ja?“ Sie lächelte. &lt;br /&gt;„Du bist eine wunderschöne Frau und ein unglaublich nettes Mädchen.“ &lt;br /&gt;Janine hob ihre Augenbrauen. „Danke – denke ich.“ &lt;br /&gt;„Doch, das bist du. Und… und ich denke, dass du eigentlich nicht verdient hast, was ich vorhabe, dich zu fragen.“ &lt;br /&gt;„Das… hört sich wahrhaftig seltsam an.“ Janina runzelte die Stirn. „Ich verstehe nicht, was du meinst.“ &lt;br /&gt;Kevin lehnte sich mit einem Seufzer zurück und fuhr sich durch das dunkle Haar. Dann erst wieder sah er sie an. &lt;br /&gt;„Ich… ich liebe Calvin“, sagte er. &lt;br /&gt;„Ach.“ Janines Mund klappte auf. &lt;br /&gt;„Ich liebe ihn“, wiederholte Kevin. „Und er liebt mich, wir lieben uns. Wir… wir sind ein Liebespaar.“ &lt;br /&gt;Janine spürte, wie verlegene Röte ihr Gesicht überzog und sich gleichzeitig eine vage Übelkeit in ihrem Bauch ausbreitete. Das verlief definitiv nicht so, wie sie es sich erhofft hatte. &lt;br /&gt;„Und… und warum erzählst du mir das?“, brachte sie mit Mühe hervor. Ihr Mund war plötzlich trocken und sie griff nach ihrem Wein, trank ein paar große Schlucke. &lt;br /&gt;Als sie wieder aufsah, kam es ihr vor, als hätte auch Kevins Gesicht eine rosa Tönung angenommen. Der Gedanke in Zusammenspiel mit der Wärme, die der Wein in ihrem Inneren verursachte, hob Janines Stimmung ein wenig und sie fürchtete beinahe kichern zu müssen. Eine Reaktion, die ihr dann doch nicht angemessen erschien, zumal sie eine gewisse Enttäuschung auch nicht unterdrücken konnte. &lt;br /&gt;„Ich meine… warum bist du dann mit mir ausgegangen?“, fragte sie. &lt;br /&gt;Kevin seufzte und blickte ihr direkt in die Augen. „Kannst du es dir vorstellen?“ &lt;br /&gt;Langsam nickte Janine. „Calvin ist verheiratet“, murmelte sie dann. „Er… er wird sich wohl nicht scheiden lassen?“ &lt;br /&gt;Kevin schüttelte den Kopf. „Das… das würde ich auch nicht wollen“, gab er zu und senkte den Blick. „Nicht wirklich.“ &lt;br /&gt;„Und ihr… und jetzt braucht ihr eine Ablenkung?“, riet Janine. „Einen Aufhänger, damit das Offensichtliche nicht zu offensichtlich ist?“ &lt;br /&gt;Kevin stöhnte. „Du weißt, wie das Studio denkt über… über…“ &lt;br /&gt;„Gleichgeschlechtliche Liebe?“, fragte Janine. „Bei mir fänden sie es gut.“ &lt;br /&gt;Sein schiefes Lächeln blitzte auf, als Kevin antwortete. „Das ist bei Frauen immer noch ein wenig anders.“ &lt;br /&gt;Janine nahm noch einen Schluck. „Ich denke, ich fange an zu verstehen.“ Sie konnte es nicht verhindern, dass Bitterkeit in ihrer Stimme mitklang. „Die Show gestern war ein Test, ob es funktioniert. Und nachdem die Presse angesprungen ist, dachte Calvin, es sei an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen.“ &lt;br /&gt;„Das war nicht Calvins Idee“, entschlüpfte es Kevin in härterem Tonfall, als beabsichtigt. „Er… ich denke, er würde es sogar öffentlich machen… wenn… wenn seine Frau nicht wäre und er ihr nicht wehtun wollte.“ &lt;br /&gt;Janine schnaubte. „Da kommt er jetzt drauf?“ &lt;br /&gt;Kevins Blick traf den ihren und wirkte nun so flehentlich, dass Janine nicht anders konnte, als sich zu fragen, wer eigentlich den dominierenden Part in dieser Beziehung einnahm. Und Kevins folgende Worte bestätigten ihre Vermutung. &lt;br /&gt;„Ich könnte es nicht ertragen, wenn… wenn alle Bescheid wüssten“, gab er gequält zu. „Nicht nur wegen…“ Er vollführte eine ungenaue Handbewegung, sank dann, wenn überhaupt möglich, noch tiefer in sich zusammen. &lt;br /&gt;„Ich kann es einfach nicht… es geht nicht. Nicht jetzt… nicht zu diesem Zeitpunkt.“ &lt;br /&gt;„Und ich… ich soll deine Freundin spielen?“ &lt;br /&gt;Janine holte tief Luft, bemühte sich den Schmerz fort zu atmen, der in ihr aufklaffte. &lt;br /&gt;„Nein.“ Kevin sah wieder auf. „Nicht nur spielen.“ Er biss sich auf die Unterlippe und sah sie so unglücklich an, dass sie fast gerührt war. „Ich… ich möchte wirklich mit dir zusammen sein.“ &lt;br /&gt;„In der Öffentlichkeit… auf Premieren…“, ergänzte sie fragend. &lt;br /&gt;„Auch“, gab Kevin zu. „Aber nicht nur.“ &lt;br /&gt;„Du… du möchtest eine Frau, für die Zeit, wenn Calvin mit seiner Familie zusammen ist“, schloss Janine. &lt;br /&gt;„Ein normales Leben“, sagte Kevin schwach. „Wenigstens soviel davon, wie ich haben kann.“ &lt;br /&gt;Janine schwieg und verstand. Ein normales Leben. Etwas, wovon sie lange nicht mehr bewusst geträumt hatte. Und obwohl sie wusste, dass sie es nie haben könnte, im Grunde ihres Herzens wahrscheinlich auch niemals haben wollte, blieb doch die Illusion, das rahmenhafte Gebilde ein Gerüst, an dem festzuhalten, sie sich wünschte. Ein unterschwelliger Wunsch, einer, der niemals ausgesprochen, nicht einmal in Gedanken formuliert wurde, doch glich er einer Sehnsucht, an deren Unstillbarkeit sie sich gewöhnt hatte. &lt;br /&gt;„Ein normales Leben“, wiederholte sie laut, aber nachdenklich. „Du sprichst von Premieren, gemeinsamen Auftritten, Gastspielen, wie dem gestern.“ &lt;br /&gt;Kevin nickte vage. „Vielleicht auch mehr.“ &lt;br /&gt;„Mehr, wie zusammen wohnen?“ &lt;br /&gt;Kevin zog eine Augenbraue hoch. „Vielleicht. Warum nicht? Eines Tages?“ &lt;br /&gt;„Hm.“ Janine begann es sich vorzustellen. &lt;br /&gt;„Wie viel von alldem wäre Show?“, fragte sie nach einer Weile sachlich. &lt;br /&gt;Und plötzlich lächelte Kevin. „So viel du willst“, antwortete er. &lt;br /&gt;Sie sah ihn an, spitzte nachdenklich die Lippen. „Du machst mir demnach einen Antrag mit allem Drum und Dran, nur unter der Voraussetzung, dass ich die Sache zwischen dir und Calvin akzeptiere und geheim halte.“ &lt;br /&gt;Kevin atmete aus. „Das wäre so ungefähr der Deal.“ &lt;br /&gt;Janine wog Vorteile gegen Nachteile ab und kam zu einem Schluss. „Du würdest alles tun, was ich dir sage?“ &lt;br /&gt;„Nun, vielleicht nicht alles.“ Kevin lächelte wieder. „Aber sicher das, woran du denkst.“ &lt;br /&gt;Janine kicherte. „Du wärst mein Traumprinz?“ &lt;br /&gt;„Dein was?“ Kevins Blick weitete sich belustigt. &lt;br /&gt;Janine zuckte mit den Schultern. „Nun – irgendetwas möchte ich auch davon haben. Und ein Verhältnis mit einem Mann wie dir, einem gutaussehenden, erfolgreichen Mann, der mir sicher in mehr als einer Hinsicht Wege ebnen kann, mir helfen wird, aus meinem Namen einen Begriff zu machen und der mich zudem auf Händen trägt, mich ausführt, öffentlich beschenkt…“ Sie kicherte wieder, nickte dann. „Ich denke, das wäre es mir wert.“ &lt;br /&gt;„Wirklich?“ Kevin sah sie gespannt an und Janine nickte, seufzte und legte dann ihre Hand auf die Seine. &lt;br /&gt;„Wirklich und ehrlich. Ich gebe zu, dass meine Vorstellung ein wenig romantischerer Natur waren, aber letztendlich geht es doch darum, so pragmatisch wie möglich zu sein.“ &lt;br /&gt;Kevin nahm ihre Hand auf, drehte sie in der Seinen und küsste ihre Handinnenfläche. „Ich wusste, dass du die Richtige bist“, sagte er leise. „Danke.“ &lt;br /&gt;Janine lächelte. Wenn dies das Beste war, was sie bekommen konnte, dann sollte der Teufel sie holen, wenn sie es sich nicht nähme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-374667095532807301?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/374667095532807301/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=374667095532807301' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/374667095532807301'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/374667095532807301'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/02/beruhrung.html' title='Berührung'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-8004240464770991310</id><published>2009-02-04T10:23:00.001-08:00</published><updated>2009-02-04T10:23:59.392-08:00</updated><title type='text'>Über Fandom, Fanfiction und Bruderslash</title><content type='html'>Eine merkwürdige Entwicklung findet statt in der Welt der Fandoms. Und ich kenne mich aus, seitdem eine leider jüngst verstorbene Freundin mich behutsam in diese geheimnisvolle Welt eingeführt hat. Sie war eine der ersten, eine Pionierin in Sachen Fankultur, eine Expertin auf ihrem Gebiet, Frau der ersten Stunden.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Sie lehrte mich, dass alles mit den Visionen eines Gene Roddenberry begann. Sie lehrte mich, dass Star Trek für immer Mutter und Vater einer Kunstform bleiben würde, deren Existenz vielen Menschen für immer unbekannt sein wird. Andere handeln sie mit einem mitleidigen Lächeln ab, verstehen die Begeisterung, die Hingabe, den Enthusiasmus nicht, mit dem unzählige Menschen aus ihrem Schattendasein heraustreten, um ohne Bezahlung, ohne Anerkennung, ohne den geringsten Gewinn, Arbeiten verrichten, die Tage, Wochen, manchmal Jahre dauern.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ein Hobby sagt vielleicht mancher, doch es handelt sich um mehr, handelt sich um kreativen Ausdruck einer Besessenheit, die danach schreit, ein Ventil zu finden. &lt;br /&gt;Es sind phantasiebegabte Menschen, Menschen, die in ihrem Leben lange suchen mussten, bis sie etwas fanden, das ihre Gedanken, Gefühle, Sinne besetzen, ihnen geistige Höhenflüge und kindliche Begeisterung verschaffen konnte. Einen Trost in einer Welt, die nicht viel übrig hat für Kreativität, die keinem ökonomischen Zwecke dient. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Gedanken auf Reisen gehen, durch den Kosmos wirbeln, ohne dass sie ein Ziel finden, fühlt sich dieser Mensch haltlos. Diesen Halt entdeckt er in einer Geschichte, die ihn fasziniert, nicht mehr los lässt, im besten Sinne fesselt. Und ebenso wenig, wie diesem Menschen die Welt ausreicht, die vor ihm liegt, ebenso wenig reichen ihm die Appetithappen, die Film- und Fernsehschaffende ihm darbieten. Das Geschehen ist nie genug, es kann nicht genug sein, endet doch die Phantasie der gewerblich tätigen Schreiber genau dort, wo ihnen Produktionsfirmen oder andere Mächte, die da sind, einen Strich durch die Rechnung machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Wunder also, dass begabte und vielleicht auch weniger begabte, doch nicht minder engagierte Anhänger eines erfundenen Universums nicht anders können, als auf diesem Spielplatz weiterzuspielen, zu forschen, zu dichten, zu malen oder schneidern. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, unbeschränkt, fliegen frei wie Vögel. Bis auf eine Ausnahme. Lediglich der Inhaber von Urheberrechten vermag, dem kreativen Geist Einhalt zu gebieten, indem er sich öffentlich gegen die Nutzung seiner Kreaturen und Umstände ausspricht, so geschehen im Fall Anne Rice.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Jedoch sind die meisten, vornehmlich Serienschaffenden, flexibel, wenn nicht gar aufgeschlossen, geht es um die lockere Ausnutzung der Rechte. &lt;br /&gt;Nicht zuletzt kennen die Verantwortlichen seit Star Trek die Werbewirksamkeit einer geballten Fan-Initiative. Und da es als Gesetz gilt, kein Geld mit dem Erdichten von sich im Canon befindlichen Geschichten zu verdienen, kommt jede Aufmerksamkeit, jeder Erlös niemand anderem als dem wahren Inhaber der Urheberrechte zugute. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der schreibende Fan an sich lebt und arbeitet für seine Leidenschaft. Doch nicht selten findet er Anhänger, die ihm und seinen Geschichten durch verschiedene Fandoms folgen, die letztendlich alles, was er schreibt, begeistert aufsaugen. &lt;br /&gt;Ebenso wie in Fantreffen Erfahrungen, Bilder, Kostüme ausgetauscht und gehandelt werden, so bietet auch das Verfassen von Fanfiction dem Schreiber nicht nur die Möglichkeit des Ausdruckes, nach dem es ihn gelüstet, es schenkt ihm auch den Kontakt zu Gleichgesinnten, die zumeist im wahren Leben spärlicher gesät oder unter Umständen sogar nur im Verborgenen blühen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch in dem Moment, in dem sich die Phantasien überschneiden oder auch ergänzen, entdeckt auch der Fanfiction Schreiber einen Grund dafür, weiterzumachen, in seiner Odyssee fortzufahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit komme ich zur Untergruppe der Fanfiction, zur berühmt berüchtigten Gruppierung der Slasher und Slasherinnen. &lt;br /&gt;Dies sind Schreiber, deren besondere Leidenschaft der Entwicklung von Romanzen gilt, die zumeist im Fandom nicht einmal angedeutet, lediglich in den Träumen und Wunschvorstellungen der Verfasser existieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es handelt sich dabei um die Ausarbeitung gleichgeschlechtlicher Beziehung, wiederum mit einem Vorreiter aus dem Star Trek Universum, den immer noch unerreichten Weltraumhelden, Kirk und Spock. &lt;br /&gt;Ihre Liebe fasziniert bis heute und gewinnt mit Sicherheit mit der Ausstrahlung des neuen Enterprise Filmes an Einfluss innerhalb aller Fandoms.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Denn dieser gibt es mittlerweile unzählige. Sie schießen aus dem Boden wie Unkraut, mit jedem Tag, mit jeder neuen Serie entstehen neue Träume, neue Fantasien, neue Ausuferungen menschlicher Vorstellungskraft.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Zeigt doch die bereits zu Beginn dieses Artikels angesprochene Entwicklung nur allzu deutlich, dass Ziel und Zweck der Fanfiction die Entfernung von Grenzen und Barrieren sind, Visionen, die ausgelebt werden. Im besten Fall geht es dabei um die Akzeptanz und Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, um den Sieg der Liebe über veraltete Moral- und Wertvorstellungen. Ein Sieg, der errungen wird, indem allseits geliebte, verehrte Figuren sich in dieser Rolle wiederfinden und sie in gewohnt heldenhafter Manier bewältigen, vielleicht sogar Bestehendes ändern, verbessern.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Doch was ist davon zu halten, wenn sich die Fanfiction heikler Themen annimmt, über die zu urteilen, jedermann schwer fällt. So geschehen in der Rubrik RPS – Real Person Slash – in der tatsächlich existierenden Berühmtheiten angedichtet wird, was man nicht wagen würde, ihnen laut ins Gesicht zu sagen. &lt;br /&gt;So geschehen ebenfalls in der sich zunehmender Beliebtheit erfreuenden Rubrik des Inzest-Slash. &lt;br /&gt;Dabei ist die Erklärung nicht einmal weit hergeholt. &lt;br /&gt;Mehr und mehr Serien konzentrieren sich um ein Bruderpaar. Sei es, dass diese gemeinsam aus dem Gefängnis ausbrechen, Dämonen jagen, FBI-Jobs erledigen oder überraschend mit Superkräften gesegnet werden. &lt;br /&gt;Die besondere Dynamik der nicht selten komplizierten Geschwisterbeziehung kollidiert hierbei mit der fraglos existierenden Attraktivität der Betreffenden. Selbstverständlich sehen sie gut aus, tragen sie doch auf ihren Schultern den Erfolg der Serie. &lt;br /&gt;Und so findet sich auch für jeden Geschmack ein passendes Duo, findet sich der Sensible und der Bulle, der Kluge und der Rabiate, ebenso wie der Politiker und der Krankenpfleger. &lt;br /&gt;Es gibt nichts, was es nicht gibt, und so gibt es mittlerweile eine Vielzahl von in unsterblicher Liebe miteinander verbundenen Brüderpaaren, die gequält von Schuld und Zweifeln, gejagt von den ihnen eigenen Dämonen und Schrecknissen, doch ihrer Schwäche immer wieder nachgeben, ihr nachgeben müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grenzwertig und ‚disgusting‘, wie meine Fandom-erfahrene Freundin einst sagte. Und doch faszinierend, ein Abgrund menschlichen Verhaltens, das noch tabuisiert, aber vielleicht ebenso wie einst die Homosexualität auf einem Umweg wie diesen den Weg in Diskussion und Aufmerksamkeit findet.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Es lässt sich streiten darüber, wohin Geschichten wie diese führen. Doch unbestreitbar bleibt, dass ein Tabubruch stets ein Aufatmen der Betroffenen mit sich zieht. Ebenso wenig lässt sich darüber streiten, dass die Problematik, die Seelenqual, das Leiden der Charaktere in den wahrhaft guten Werken betreffender Fanfiction, keineswegs ausgeklammert, sondern im Gegenteil einen wichtigen Platz einnimmt. &lt;br /&gt;Wir werden sehen, wohin das führt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-8004240464770991310?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/8004240464770991310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=8004240464770991310' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8004240464770991310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8004240464770991310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2009/02/uber-fandom-fanfiction-und-bruderslash.html' title='Über Fandom, Fanfiction und Bruderslash'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-5441023165653479637</id><published>2008-10-13T05:33:00.001-07:00</published><updated>2008-12-12T09:19:50.003-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Bücher</title><content type='html'>&lt;center&gt;&lt;br /&gt;&lt;table&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Lakota/dp/1409210111/ref=tag_dpp_lp_edpp_ttl_in" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/Kopievonlakota.jpg" border="0" alt="Lakota... in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Kennen-Sie-Bob-c/dp/1409210073/ref=sr_1_5?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223898678&amp;sr=1-5" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/Kopievonkenn.jpg" border="0" alt="Kennen Sie Bob?c in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Illusionen/dp/1409223167/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223898678&amp;sr=1-1" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/illusionencover.jpg" border="0" alt="Illusionen... in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Yamal/dp/1409210464/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223898457&amp;sr=8-2" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/Kopievonyamal.jpg" border="0" alt="Ya'mal in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Slashn-Smut-Schmutz-Und-Schund/dp/1409210138/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223898969&amp;sr=1-4" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/slashnsmutcover.jpg" border="0" alt="Slash'n Smut in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.lulu.com/content/3438046" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/HannesundweierElch.jpg" border="0" alt="Hannes und weißer Elch"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Geschichten-Geschichtchen-gesammelt-Demenzerkrankte-Interessierte/dp/1409210510/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223899543&amp;sr=1-1" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/geschichtchencovrer.jpg" border="0" alt="autoren mix in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Geschichten-Geschichtchen-gesammelt-Demenzerkrankte-Interessierte/dp/140921009X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1223900173&amp;sr=1-2" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/geschichtchencover.jpg" border="0" alt="autoren mix in Amazon"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;/center&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-5441023165653479637?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/5441023165653479637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=5441023165653479637' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5441023165653479637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/5441023165653479637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2008/10/bcher.html' title='Bücher'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://i63.photobucket.com/albums/h128/cal_listo24/cover%20und%20photos/th_Kopievonlakota.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-6691944669175841076</id><published>2008-10-04T07:22:00.000-07:00</published><updated>2008-10-04T07:23:12.422-07:00</updated><title type='text'>Danach</title><content type='html'>Danach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem er gefallen war. &lt;br /&gt;Nachdem jede Hoffnung aus seinem Geist gesogen, der letzte Glaube entfernt. Nachdem jeder Traum ausgeträumt, bevor begonnen. Nachdem zu viel Zeit vergangen, zu viel Zeit für eine neue Chance. &lt;br /&gt;Nachdem die Schule ihn ausgespuckt, ins Leben entlassen, ohne ihm den Weg zu weisen. &lt;br /&gt;Nachdem sie ihm beigebracht hatten, Angst zu haben. Seine Unzulänglichkeiten vor die Augen der Welt geführt. &lt;br /&gt;Nachdem er nichts mehr wusste, nichts mehr konnte. &lt;br /&gt;Nachdem ein Flaschenboden zu dem Aufenthaltsort geworden, den er nicht verlassen wollte, nicht verlassen durfte. &lt;br /&gt;Nachdem jeder Versuch zur Katastrophe geführt. &lt;br /&gt;Nach all dem, fing er an zu leben. &lt;br /&gt;Nicht, dass es einfach war. Nicht, dass es funktionierte. &lt;br /&gt;Die Dämonen der Vergangenheit, sie wüteten weiter in ihm. Der Alkohol, der ihn betäubt hatte, ihn versagte er sich. Keine Betäubung der Sinne, keine Flucht aus dem Alltag. Verboten, denn es ging nicht mehr um ihn. Ein Wesen war entstanden, für das er die Verantwortung auf seinen Schultern trug. Eine Verantwortung, für die er nicht bereit war. Und die er doch mehr ersehnte, als alles andere. &lt;br /&gt;Danach, nach der Geburt, war alles anders. Danach war dieses Wesen bei ihm, Tag und Nacht. Es gab kein Entrinnen. Er war nicht mehr alleine, und doch mehr alleine als je zuvor. &lt;br /&gt;Die Angst, sie stieg mit jedem Tag. Besitz bedroht. Gibt es etwas zu verlieren, so quält die Angst vor dem Verlust. Gibt es einen größeren Schrecken, als sich den Schrecken wieder und wieder auszumalen? &lt;br /&gt;Nachdem er nicht mehr trank. Nachdem er ein Kind hatte. Nachdem er erwachsen geworden war. Nachdem er Verantwortung übernommen hatte. &lt;br /&gt;Danach war schwer, was zuvor unerträglich. Danach lebte er nicht mehr nur für sich. Und dennoch lebte er. Und dennoch wollte er, wünschte er, ersehnte er. Bestand auf dem Wenigen, das sein war. Brauchte seine Zeit. Wollte alleine sein. Wollte für sich sein. &lt;br /&gt;Erschöpfung forderte Ruhe. &lt;br /&gt;Kindergeschrei forderte Antwort. Forderungen wollten erfüllt. Wünsche gehört. &lt;br /&gt;Vorher gab es nicht viel, das er wollte. Nicht viel, das er brauchte. &lt;br /&gt;Den langsamen Tod. Alkohol, der ihm den Weg ebnen sollte. Gift, das ihn langsam zerstörte, ihm die Zeit ließ, diese Zerstörung zu verfolgen. Sie mit Abstand zu betrachten und gutzuheißen. &lt;br /&gt;Die Schmerzen, sie gehörten dazu. Die Ängste, sie mussten sein. Ein Leben zu beenden darf nicht leicht sein. &lt;br /&gt;Und doch war davor alles einfacher. Und doch wusste er davor, was er wollte, wer er war. Auch wenn er es nicht ahnte. Eines war sicher. Er wollte sich zerstören, hatte ein Ziel. &lt;br /&gt;Doch danach war alles anders. Danach gab es dieses Ziel nicht mehr. Durfte es dieses Ziel nicht mehr geben. Ein Mensch war geboren, der Sorgfalt bedurfte. Ein Mensch, der ihn brauchte. Jemanden, der am Leben war. Jemanden, der nüchtern war. Jemanden, der alles tat, was in seiner Macht stand, so wenig das auch sein mochte. &lt;br /&gt;Danach wuchs die Qual. Danach wuchs die Angst. Danach wusste er, was er am Leben hatte. Danach wusste er, was ein Leben wert war. Danach wusste er, was ein Leben bedeutete. Danach fürchtete er sich vor dem Tod. Danach fürchtete er sich vor dem Tod des einzigen Menschen, des kleinen Menschleins, das wertvoller war, als alles andere. &lt;br /&gt;Und dass er nicht aufgeben konnte, nicht aufgeben durfte, war schwerer zu ertragen, als alles andere. Dass er nicht aufgeben durfte, brachte ihn näher an den Punkt, aufzugeben, als jede Verzweiflung zuvor es getan hatte. &lt;br /&gt;Nichts schmerzt so sehr, wie täglich beim Werden zuzusehen. Täglich an das Vergehen erinnert zu werden, das unweigerlich die Folge ist. &lt;br /&gt;Liebe ist die Qual. Liebe ist der Schmerz. Ihn zu ertragen kostet alles. Ihn aufzugeben verlangt alles. &lt;br /&gt;Beschützen, was einem nicht gehört. Umsorgen, was nur geliehen. Die Fragilität des Augenblicks erkennen. Nichts Schlimmeres existiert auf dieser Welt. Nichts Verheerenderes erfüllt das Sein. &lt;br /&gt;Und doch begann alles danach. Und doch war er niemand zuvor. Wurde er jemand danach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-6691944669175841076?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/6691944669175841076/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=6691944669175841076' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/6691944669175841076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/6691944669175841076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2008/10/danach.html' title='Danach'/><author><name>callisto24</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18191488055625225167</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Uzq-1PR2gcg/SNaEoxPltqI/AAAAAAAAAAM/7NujjFFZKlk/S220/peacesee.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7388126297248148348.post-8341649433525985160</id><published>2008-09-23T10:32:00.000-07:00</published><updated>2008-09-23T10:33:12.705-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Slash'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fanfiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Abschied'/><title type='text'>Abschied</title><content type='html'>Dear Nancy! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon eine Weile her, da habe ich geträumt von dir. Der Traum war mir wertvoll. Auch in diesem Traum hast du mich geführt, mich gelehrt, mir etwas beigebracht. &lt;br /&gt;Ich vermisse Nancy, weil sie eine Freundin war. Sie lebte weit weg von mir, auf der anderen Seite der Welt, wenn man so will. Aber schon bevor ich dich kannte, hattest du eine Bedeutung für mich. Denn bevor ich wusste, was Slash war, davor schon hatten deine Geschichten mich berührt. &lt;br /&gt;Dafür habe ich jemandem zu danken, jemanden, dessen Namen ich immer noch nicht kenne, und vermutlich nie kennen lernen werde. Was ich damals nicht wusste, war, dass ich nicht die einzige war, die im Geheimen die Geschichte, die auf dem Bildschirm offeriert wurde, weiterträumte. Dass ich nicht die einzige war, die diese Spannungen, die Interaktionen zwischen den Darstellern auf eine ganz einzigartige Weise auffasste und verstand. Dass ich nicht die einzige war, die sich heimlich, sehr heimlich Liebesgeschichten ausdachte, in denen der Protagonist, der bereits in der Serie gebeutelt und durchgeschüttelt wurde, emotional an seinen Tiefpunkt gebracht, physisch erschöpft und nur durch die selbstlos romantische Liebe eines anderen Mannes am Leben erhalten werden konnte. Ich glaubte wirklich allein zu sein. Ich dachte wirklich, dass ich verrückt, wahnsinnig, durchgeknallt und ganz und gar unnormal wäre. Eine Beleidigung in den Augen der Welt, eine Beleidigung für die geistige Gesundheit jedes Fernsehzuschauers und eines jeden Menschen, der in der Fernsehwelt tätig war. &lt;br /&gt;Wohlgemerkt, zu dieser Zeit gab es „Queer as Folk“ noch nicht. Und auf jeden Fall existierte keine Serie, kaum ein Film, der auch nur in Ansätzen eine Thematik wie diese behandelte, als ich in meiner Jugend mit dieser Unsitte begann. Als ich feststellte, dass in die Traumwelt zu verschwinden noch herrlicher war, wenn die Phantasie mit den verbotenen Früchten spielte. Ohne Wissen oder Gewissen stellte ich mir vor, wie zwei Männer sich liebten. Und es war schön, es war tröstlich, es lenkte mich ab, von meinem eigenen, traurigen Leben. &lt;br /&gt;Und immer half die visuelle Unterstützung des Fernsehens oder des Kinos. Immer inspirierten mich die Bilder der Helden, die durch schwere Zeiten gingen, deren Leben hart war, schwierig, extrem. Extrem, im Gegensatz zu meiner eigenen langweiligen Existenz. Und dennoch waren sie nicht glücklich. Sie mussten leiden. Und doch gab es etwas, das sie tröstete, das ihnen half, sie aufbaute, sie weitermachen ließ, egal wie schrecklich es für sie wurde. &lt;br /&gt;Ich phantasierte die schrecklichsten Geschichten, die größten seelischen Qualen, Schuld und Sühne, Leid und Verfolgung. Und ich phantasierte die Augenblicke, in denen die Qual stoppte, in denen jemand Trost finden konnte. Trost in den Armen des Geliebten. &lt;br /&gt;Zumeist hatte meine Begeisterung für einen Handlungsstrang nachgelassen, sobald ich in meiner Phantasie soweit gekommen war. Zumeist reichte der kurze Gedanke an das leichte Kribbeln, das mit der Vorstellung einher ging, die beiden Auserwählten würden sich endlich lieben dürfen, und ich war zufrieden. Zufrieden mit meiner heimlichen Leidenschaft. &lt;br /&gt;Manchmal dachte ich es mir durchaus als merkwürdig, das mich niemand verstehen sollte und stellte mir die entfernte Möglichkeit vor, ich könnte nicht die Einzige oder der Einzige sein, der diese versteckten Phantasien in seinen Tagträumen zur Realität werden ließ. &lt;br /&gt;Manchmal glaubte ich, es könnte ein Ziel in meinem Leben sein, diesen Gedanken, die doch so offen in der Luft hingen, Stimme zu verleihen. &lt;br /&gt;Doch niemals unternahm ich wirklich einen ernsthaften Versuch. Niemals glaubte ich wirklich, den Mut aufbringen zu können, die Welt auf diese Art, durch meine Phantasie zu verändern. &lt;br /&gt;Bis dieses einen Tages dieses seltsame Magazin ankam. Eine Ansammlung eng bedruckter Blätter. Unterbrochen von Zeichnungen. Zeichnungen, die Charaktere aus Filmen zeigten. Aus Filmen, die viele Jahre alt waren, doch an die ich mich nur zu genau erinnerte. Und dann begann ich die Geschichten zu lesen. Sie waren englisch. Sie waren seltsam. Sie waren unverständlich. Und sie waren wundervoll. &lt;br /&gt;Denn es war diese Art von Geschichten, die mein Leben seit jeher bestimmten. Die Art von Geschichten, die mich über die langen Tage brachten. Die Geschichten, die ich mir ausgemalt hatte, während ich auf der Schulbank brütete. Und die Art von Geschichten, mit denen ich Wartezeiten ausfüllte, die mich ablenkten, wenn die Kälte in meine Beine kroch, während ich meinem Sohn beim Spielen zu sah. Die mich ablenkte, wenn die Zahnärztin ihren Bohrer in mein Zahnfleisch senkte. Auf die ich mich konzentrierte, wenn die kindischen Geister der Vergangenheit auferstanden, und mich daran hinderten, Schlaf zu finden. &lt;br /&gt;Diese Geschichten waren es und noch mehr. Sie waren deutlich, sie waren körperlich, sie waren explizit. Ich brauchte eine Weile, um den Wortschatz zu begreifen, der mir aus dem Schulenglisch kein bisschen vertraut war. Doch ich begriff. Und ich war fassungslos. Fassungslos in gutem Sinn. Begeistert, beflügelt, wie im Traum. Tagelang las ich nur diese Geschichten, wieder und wieder. Ich verstand sie jedesmal besser, ich begriff die Zusammenhänge, erfasste Hintergründe. &lt;br /&gt;Ich wollte mich bedanken, ich wünschte meinen Dank auszusprechen, deutlich zu machen, doch die Sendung, die mein Leben verändert hatte, enthielt keinen lesbaren Absender. Ich versuchte es dennoch, erriet Buchstaben, schrieb Brief um Brief. Doch jeder kam zurück, keiner fand sein Ziel. Keiner erreichte den Menschen, der diese Freude in mir verursacht hatte. &lt;br /&gt;Ich bin ein Langsamtreter, eine Schlaftablette. Man muss mich mit dem Kopf vor etwas stürzen, mit dem Holzpfahl winken, ansonsten bemerke ich nichts und niemanden. Doch dies war wichtig. Und so dauerte es nur einige Monate und ungezählte zurückgekehrte Briefe, bevor ich darauf kam, an den Ursprung des Phänomens zurückzugehen. Zurück zu der Science Fiction Zeitschrift, die meine Annonce veröffentlicht, die meinem Wunsch Ausdruck verliehen hatte. Und so setzte ich mich hin, und schrieb eine Danksagung. Legte meine Gefühle in so wenige Worte wie möglich. Und ich hoffte auf Antwort, hoffte auf Kontakt. Und er kam. Ein zweites Päckchen erreichte mich nur wenige Wochen später. Und ich fand darin mehr Stoff. Mehr Geschichten, mehr Futter für meine Obsession. Jedoch anonym. &lt;br /&gt;Doch diesmal war es anders. Die Geschichten waren tiefer, weiter. Es waren Erzählungen, Romane. Langsame, sanfte Entwicklungen einer Beziehung, die so schwierig, so unmöglich schien, dass allein die Hoffnung darauf das Herz öffnete. &lt;br /&gt;Es waren nicht nur Liebesgeschichten. Sie besaßen Hintergrund, Profil, Entwicklung und Seele. Sie waren ergreifend, herrlich ergreifend. &lt;br /&gt;Sie handelten von unmöglichen und doch traumhaften Paaren. Sie entwickelten Beziehungen existierender Charaktere und Menschen, die der Phantasie des Autors entsprangen. Figuren, die vielleicht aussahen wie die Schauspieler, die sie verkörpern sollten, bestände denn eine Möglichkeit, Geschichten wie diese auf die Leinwand zu bringen. Figuren, die so waren, die der Autor sie sich vorstellte. Die in jedem Detail, in jeder Kleinigkeit dem ähnelten, was ein Fan an seinem angebeteten Star liebte, und die doch mehr waren, viel mehr. Denn sie beinhalteten auch all jene verbotenen Facetten und Gelüste, deren Ursache sich keiner der Schreiber erklären kann, doch die so unverwechselbar, so deutlich im Scheinwerferlicht des eigenen Bewusstseins stehen, dass sie nicht verdrängt, nicht fortgeschoben werden können. &lt;br /&gt;Kurzum, ich liebte diese Geschichten noch mehr, als die bisherigen. Sie zeigten, dass eine Dimension existierte, von der ich bislang keine Ahnung gehabt hatte. Sie zeigten, dass Gefühl, Träume und Schönheit auch dort existieren konnten, wo sie nicht offen zugegeben wurden. Sie erfüllten all das, wonach ich mich heimlich gesehnt hatte und noch so viel mehr. &lt;br /&gt;Denn sie behandelten schmerzhafte, kritische Themen. Inhalte, die vorrangig und doch unterdrückt waren. Inhalte, die mit zu viel Scheu und Vorsicht umrundet wurden, als dass sich jemand ihrem kritischen Zentrum zu nähern traute. &lt;br /&gt;Geschichten, die alles behandelten, Liebe, Leid, Schmerz und Tod, Gott, Seele, Teufel und Mystik jeglicher Art. Eine Mischung, die, durchsetzt mit Homoerotik das Schönste und Eindringlichste war, das ich jemals hatte lesen dürfen. Und ich habe viel gelesen. Doch nichts war jemals auf diese Weise ehrlich, auf diese Weise ergreifend, wie der erste Slash, der mir geschenkt wurde. &lt;br /&gt;Wie die ersten Geschichten, die Nancy der Welt geschenkt hat. Denn ihre Erzählungen waren es, die ich zweimal las, die ich dreimal las, die ich heute auch immer und immer wieder lesen kann, ohne ihrer müde zu werden. Geschichten, die auf die sensibelste, empfindsamste Art zeigen, wozu ein Mensch, der liebt in der Lage sein kann. Welche Hindernisse er zu überwinden imstande ist, um sein Glück, seinen Seelenfrieden, die andere Hälfte seines Seins zu entdecken. &lt;br /&gt;Nancy hatte diese Geschichten verfasst, über 15 Jahre bevor ich sie lesen konnte. Das Fandom war nicht mehr aktuell, es war eingeschlafen. &lt;br /&gt;Und sonst wusste ich nichts. Nichts außer einer Sache. Ich brauchte einen Computer. Denn mittlerweile hatte ich verstanden, was Slash war und wovon er handelte. Ein Artikel in einer Zeitschrift, mit der ich, als internetloser Neandertaler, mich noch zu trösten wusste, hatte mir die Augen geöffnet. Ein Leser schrieb von Slash in enthusiastischen, wenn auch eher unverständlichen Worten. Doch mit meiner erworbenen Erfahrung lüftete sich der Nebel relativ schnell und ich rechnete mir die Wahrscheinlichkeit aus mit Hilfe des Internets mehr darüber zu erfahren. Ratenzahlung hieß des Rätsels Lösung und das Notebook war mein. &lt;br /&gt;Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, waren doch meine Suchversuche mit den Namen der Autoren aus den Fanzines, mit Titeln, Geschichten, Darstellernamen, wieder und wieder gescheitert. &lt;br /&gt;Doch es existierte ein kleines, nicht sehr umfangreiches, und dennoch um so herzlicheres Fandom zu dem blonden Agenten, der auf so unnachahmliche Weise die Welt rettete, während seine Seele wieder und wieder zerbrach. &lt;br /&gt;Und ich tauchte in die Geschichten ein, Hals über Kopf. Es war anders, es war mehr dabei, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Ideen, Möglichkeiten, Variationen ein und desselben Themas, die tiefgründig und gleichzeitig belebend wirkten. Beziehungsmöglichkeiten, Partnerschaften, auf die ich in meinen kühnsten Träumen nicht gekommen war. Gewalttätigkeiten, Exzesse, deren Bedeutung sich mir nicht einmal annähernd erschloss. Und doch war ich gefangen, gefesselt, wühlte mich durch Geschichte für Geschichte, wollte mehr, gierte nach mehr. &lt;br /&gt;Und nebenbei hatte ich immer noch die Fanzines. Die Mechanismen waren für ein paar Monate Regel geworden. Der Danksagung per Annonce folgte rasch und wunderbarerweise beinahe postwendend ein neues Fanzine, eine neue, wundervolle Lektüre. &lt;br /&gt;Und schnell merkte ich den Unterschied. Ich erkannte, dass Fanzines besser waren, durchdachter, ausgereifter. Dass in einer Geschichte zu verschwinden, am Computer zwar möglich, aber nicht so einfach, nicht so rettungslos möglich war. &lt;br /&gt;Vielleicht deshalb, vielleicht auch, weil ich bald die Geschichten zu meiner Serie gelesen hatte. Vielleicht weil ich nicht ganz das gefunden hatte, was ich suchte. Vielleicht, weil ich selbst angefangen hatte zu schreiben, mich getraute, den Charakter meines geliebten Helden nach meinem Willen und Gewissen zu formen und zu ändern. Und weil mir dies eine Befriedigung verschaffte, aber nicht mehr das Kribbeln, das mir das Lesen der Fanzines verursacht hatte, deshalb suchte ich weiter nach dem verschwundenen Fandom. Es konnte nicht weit sein, beinhaltete es doch den Darsteller aus meiner Serie. Ich las weiter. Ich kommentierte, ich lernte Schreiber kennen, die mich in meinem Fanatismus noch weit übertrafen. Ich traf auf Mütter, Tanten, Großmütter, die ihre geheime Leidenschaften an dem gesicherten Computer auslebten. Ich traf auf junge Frauen, die Geschichten schrieben und ins Internet schickten, damit sie auf ihrem Computer nicht mehr auffindbar waren. Ich traf auf erfahrene Slasherinnen, auf Künstlerinnen, auf unglaubliche Talente, die aufblühten und dann verschwanden. Und ich lernte Schreiber kennen, die ganze Universen erschufen, Mailinglisten kreierten, die Fandoms in sich vereinigten, die den Slash als Crossover durch Bücher, Filme, Serien trugen. &lt;br /&gt;Und auf dieser Liste, auf der Liste, in der mein Schauspieler, meine Serie, eine der vielen Rollen spielte, dort kam die Sprache auf das alte Fandom. Und es meldete sich jemand, der dieses kannte, jemand, der in diesem Fandom zu Hause war, der mir die Adresse zu der Mailingliste geben konnte. &lt;br /&gt;Sie  existierte. Es existierte eine Adresse, ein Anknüpfungspunkt an das, was ich gesucht hatte. Mit meiner gewonnenen Interneterfahrung war es mir ein Leichtes zuzugreifen, zuzuschnappen, mich anzumelden, einzuklicken, vorzustellen. Und wer leitete die Liste? Die Person, deren gedruckte Phantasien ich verschlungen hatte. Njpax, der Name, der mir bis dahin ein Rätsel gewesen war, von dem ich lange nicht hatte sagen können, ob er männlich oder weiblich war, ob dieser Mensch noch existierte, ob es ihn gab. &lt;br /&gt;Njpax war Listmom. Njpax hatte meinen Antrag bewilligt und mich gebeten, mich vorzustellen. Zweifler von Natur aus, fragte ich nach und erhielt die Bestätigung. Sie war es wirklich. Und sie hieß Nancy. Sie lebte, war wirklich, und war immer noch aktiv. Ich erschauerte in Ehrfurcht. Ich fühlte mich geehrt, dass sie mich einer Antwort würdigte. Vereinzelte Meldungen auf der Liste ließen mehr erhoffen. Andere tauchten auf, andere, deren Geschichten ich auch gelesen hatte. Selten, vereinzelt. Wirklich vereinzelt. Regelmäßig erschien nur Nancy. Hin und wieder antwortete sie auf die Nachrichten, die ich an die Liste sandte, um sie am Leben zu erhalten. Ich warb allerorts dafür. Ich postete meine kläglichen Versuche in diesem Fandom. Und irgendwann hatte ich Erfolg. Irgendwann schickte mir Nancy die Romane, die sie geschrieben hatte. Irgendwann begann sie ihre Geschichten zu posten. Irgendwann vergrößerte sich die Liste, Mitglieder kamen. Die Zahl verdoppelte sich. Eine Community wurde gegründet, und ich tat alles, um auch diese am Leben zu erhalten. Und ich schrieb ihr von Zeit zu Zeit. Und sie schrieb mir. Ich fragte sie aus, über Lakota Ways. Über die Dinge, die sie geschrieben hatte. Ich machte deutlich, was sie mir bedeutet, was ihrer Geschichten mir bedeutet hatten. Und sie antwortete. Sie freute sich. Sie schickte mir mehr. Sie fühlte sich inspiriert. Sie entwickelte Ideen, schrieb. Sie entdeckte den Schauspieler wieder, den sie liebte. Sie besuchte ihn im Theater. Sie besorgte mir ein Autogramm von ihm. Sie erzählte mir von den Hörbüchern, die er aufgenommen hatte. Sie schickte mir eines zu. Sie berichtete von seinen frühen Tagen. Von der Musik, die er gemacht hatte. Sie träumte wieder von ihm, erinnerte sich. &lt;br /&gt;Und ich träumte von ihr. Ich hatte sie niemals gesehen, niemals gesprochen. Ich hatte immer eine Scheu vor ihr, eine große Bewunderung ihren Ideen, ihrem Einfallsreichtum gegenüber verspürt. &lt;br /&gt;Einst schrieb sie mir von ihrem Kater, General. Er war hinaus gegangen, aus dem Haus, um zu sterben. Tage später fand sie ihn. Er war gegangen, wie es in der Tradition der Völker beschrieben wurde, denen einst das Land gehört hatte, auf dem sie nun beinahe Gäste zu sein schienen. Es war richtig für General gewesen, draußen zu sterben. Keine Wände, kein Dach, das ihn einengen konnte. Die Seele brauchte Raum, um dem Körper entfliehen zu können. &lt;br /&gt;Nancy starb in einem Krankenhaus. Ich kann es mir nur vorstellen. Angeschlossen an Schläuche, beobachtet von Monitoren. Health issues hatte sie es genannt. Kleine Gesundheitsprobleme. &lt;br /&gt;Wegen ihres Knies war sie im vergangenen Jahr behandelt worden. Dialyse trug sie stets mit sich. Diabetes war eines ihrer Leiden. Ich weiß nicht, was den Ausschlag gegeben hat und ich will es auch nicht wissen. Es spielt keine Rolle. Sie ist gegangen und ich werde nie wieder Geschichten von ihr erzählt bekommen. &lt;br /&gt;Als hätte sie etwas geahnt hatte sie in den letzten Monaten ihres Lebens begonnen, ihre Geschichte, die Geschichte der Fandoms, die Geschichte der Conventions, der Zines chronologisch aufzuschreiben. Sie war eine Zeitzeugin dieser Episode. Einer Episode, in der alles begann. Einer Episode, die mit Fanfiction und Slash den Weg ebnete für freies, künstlerisches Schaffen zur reinen Freude und zur Ehre. Zur Ehre derjenigen Menschen, die durch ihre Phantasien und ihre Darstellung den Grundstein legten. Und zur Ehre derjenigen Menschen, deren Hürden im Leben, für lange Zeit nur in der Phantasie genommen werden konnten. Die GLBT-Bewegung wäre nicht dasselbe ohne den Slash. Fanfiction hat Raum und Verständnis geschaffen. Fanfiction propagierte gleichgeschlechtliche Liebe in unnachahmlicher, phantastischer Form. Fanfiction rules. Fanfiction kennt keine Grenzen. Sie wirkt therapeutisch. Sie klammert nichts aus, Geschlechtskrankheiten ebenso wenig wie Leid und Tod. Fanfiction zeichnet ein verzerrtes Abbild des Lebens, durch die Vermischung der Persönlichkeit des Autors mit der Phantasie der Kunstschaffenden. Und Fanfiction befreit, therapiert, setzt Erkenntnisse in Bewegung, die schlummerten, die zu lange auf ihre Entdeckung gewartet haben. &lt;br /&gt;Fanfiction ist etwas Besonderes. Ist anders, ist persönlicher als originale Literatur. Und für mich wird Fanfiction immer Nancy sein. Ich vermisse dich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7388126297248148348-8341649433525985160?l=callistoc.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://callistoc.blogspot.com/feeds/8341649433525985160/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7388126297248148348&amp;postID=8341649433525985160' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8341649433525985160'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7388126297248148348/posts/default/8341649433525985160'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://callistoc.blogspot.com/2008/09/abschied.html' 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